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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.06.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-06-05
- Erscheinungsdatum
- 05.06.1901
- Sprache
- Deutsch
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- Zeitungen
- Saxonica
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Börsenblatt f. d. deutschen Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. 4541 beste bis jetzt erreichbare deutsche Rechtschreibung bereits im Ent wurf gedruckt vorliege und mit Ende dieses Jahres zur Awcndung kommen solle. Mit Entschiedenheit wendet sich Herr vr. Duden egen die -angebliche- Rechtschreibung des Bürgerlichen Gesetz- uches und der Post. Post. — Der Staatssekretär des Reichspostamts hat die Nettesten der Berliner Kaufmannschaft ersucht, im Interesse der beschleunigten Abfertigung des Briefverkehrs die geschäftlichen Kreise auf folgende Wünsche der Postverwaltung in Bezug auf die Briefumschläge aufmerksam zu machen: 1. Berminderung der Zahl der Briefformate und namentlich Beseitigung der ganz kleinen Formate; möglichst allgemeine Verwendung von Umschlägen in Quartformat für Geschäfts briefe; 2. Vordruck von Markenfeldern auf den Umschlägen; 3. Beschränkung des Firmenaufdrucks auf die obere linke Ecke oder die linke Seite des Umschlages; 4. Vordruck eines starken Strichs für den Bestimmungsort unten rechts. Die Nettesten erkannten die angeführten posttechnischen Gründe für eine derartige Behandlung der Briefumschläge als zutreffend an und bezeichneten auch die Berücksichtigung dieser Wünsche als mit den geschäftlichen Interessen leicht vereinbar. Amtliches Lehrmittelverzeichnis für den Zeichen unterricht. — Das -Centralblatt für die gesamte Unterrichts verwaltung in Preußen-, Mai 1901, bringt folgende Bekannt machung des Ministers: «Mit Bezug auf den im Centralblatte für die gesamte Unterrichts-Verwaltung in Preußen, Jahrgang 1900 Seite 762,*) abgedruckten Erlaß vom 24. September o. I. U. IV. 3458, II. II., II. III., II. III II. III v. —, betreffend die Herausgabe eines Lehrmittelverzeichnisses für den Zeichenunterricht, wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Kunstanstalt von Paul Schahl in Berlin 80., Neanderstraße 16, welche die amtliche Auflage des 1. Heftes des genannten Lehrmittelverzeichnisses hergestellt hat, ermächtigt worden ist, weitere Exemplare auf eigene Rechnung zu drucken und dieselben auf Verlangen an Interessenten zum Preise von 1 für das Heft abzugebcn. -Berlin, den 24. April 1901. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten. Im Aufträge: Schwartzkopff - Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhänbler. Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde. Hrsg, von vr. Josef Ettlinger. Verlag von F. Fontane L C v. in Berlin. III. Jahrgang, Nr. 17, 1. Juni-Heft. 4°. Sp. 1161—1232 mit 1 Portr. und 8 Jllustrationsproben. Enthält viele Bücherbesprechungen. krgRtisobs 'Ideologie. .Ql^onieivo unä vvisssvsobaktlioüs Ideo logie. Xotigu.-llatalox; Nr. 75 von Osorg Hauest (l'ritr Uilbs) in Lsrlin 877. 12. 8". 68 8. 2120 Nrv. Neckieivas novitatss. Nsclioinioebor XnroiAsr, brsg. von st ran?, kistrostsr in stübingsn. XV. labrgang 1901, Nr. 6, Inni. Xatalog Nr. 306. 8". 8. 137 — 168. 899 Nrv. nsbst ^nusigon. Nsäsrlancksobs Libliograpdis. Inj st van nisuvv vergebenen bosstsv, staartsn, enr. Vsicksv, V IV. 8ijibokk. 1901, Nr. 5, 31. lllai. gr. 8°. 8. 33-40. Die Veröffentlichungen der Gesellschaft für deutsche Erzichungs- und Schulgeschichte. (Vgl. No. 127 d. Bl.) — Wie der Verein der Lehrer an höheren Unterrichts anstalten, so hat auch der 12. deutsche evangelische Schulkongreß, der vom 28. bis 30. Mai in Berlin getagt hat, eine Erklärung angenommen, die sich mit den Bestrebungen der Gesellschaft für deutsche Erzichungs- und Schulgeschichte in anerkennender Weise beschäftigt. Sie lautet: -Die von der Gesellschaft für deutsche Erzichungs- und Schulgeschichte gepflegten Bestrebungen historischer und biblio graphischer Art kommen dem gesamten deutschen Erziehungs und Bildungswesen zu gute, indem sie einerseits eine gründliche Einsicht in dessen frühere Verfassung und Entwickelung ver mitteln und so die für die Geistesarbeit unumgänglich not wendige historische Grundlage Herstellen, anderseits eine Ueber- sicht über den gegenwärtigen Stand der pädagogischen Wissen schaft und Praxis gewähren. Insbesondere tragen diese Forschungen dazu bei, den engen Zusammenhang, welcher in allen Zeiten zwischen Christentum und Bildung, zwischen Kirche *) Vgl. Börsenblatt 1900 Nr. 285. Red. ALtuiidstchzWer Aahrqana. und Schule bestanden hat, nachzuweisen. Der 12. deutsche evangelische Schulkongreß erkennt deshalb an, daß die hohe Reichsregierung, sowie der Reichstag die verdienstvollen Arbeiten der Gesellschaft unterstützen.- Ein Vorschlag zum Postanweisungsverkehr. — In der Deutschen Juristen-Zeitung (Berlin, Otto Liebmann) vom l. Juni 1901 tritt vr. Neubecker, Berlin, mit einem Verbesserungs- Vorschläge bei Postanweisungszahlungen hervor. Er bespricht die Neuerung, daß es jetzt auch Postanweisungsformulare mit an gebogenen Quittungskarten gebe, beklagt es aber, daß diese letztere dem Geldempfänger überlassen werde, der sie nach völlig freiem Ermessen ihrem Zwecke zuführen könne oder nicht. So werde der Absender in vielen Fällen die Quittung vergeblich erwarten. Herr vr. Neubecker schlägt dagegen vor, die Post möge statt der bisherigen einen Quittung auf dem Anweisungsformular deren zwei, die zweite auf dem Quittungsformular, verlanden, und dieses letztere an den Absender zurückgehen lassen. Bei diesem Verfahren werde auch das Recht eines durch die Post zahlenden Schuldners auf Quittung befriedigt. Herr vr. Neubecker sagt hierzu: -Nach dem bisherigen Verfahren war dieses Recht im Postanwei sungsverkehr völlig illusorisch; der Schuldner hat — Geld schulden sind prinzipiell Bringschulden, BGB. 8 270 — anzubieten, will er nicht nach Zß 284, 285 in Verzug kommen, mit anderen Worten er muß vielfach durch die Post zahlen, wo persönliche Leistung oder Leistung durch andere Mittelspersonen, wie z. B. bei großer Entfernung, nicht angängig ist. Er hat Recht auf Quittung Zug um Zug, BGB. Z 368. Zu deren Erlangung war die Post früher gar nicht behilflich; jetzt ist sie es, aber nicht genügend; denn schließlich bleibt es doch dem Belieben des Empfängers überlassen, ob er die Rückkartc absenden will oder nicht. Anders nach obigem Vorschlag: Danach ist die Wahrung des Rechts des Schuldners auf Quittung Zug um Zug, überhaupt die Befriedigung des Interesses eines jeden Absenders an Empfangsbestätigung durchaus sichergestellt, ohne daß die Post erheblich mehr belastet, der Empfänger unnütz und rechtswidrig belästigt würde.- Deutscher Buchgewerbeoerein. — Unter der Leitung des I. Vorstehers, Herrn vr. Ludwig Volkmann, fand am 2. d. M. im Deutschen Buchgewerbehause zu Leipzig eine außerordentliche Generalversammlung des Deutschen Buchgewerbevereins statt, die sich mit Aendetungen der Satzungen und mit Crgänzungswahlen beschäftigte. In den Vorstand wurden die Herren Kommerzienrat Georg W. Büxenstein (Berlin), Felix Krais (Stuttgart), Kom merzienrat Generalkonsul Rudolf Ritter von Oldenbourg (München) gewählt. Neue Lehrpläne in Preußen. — DaS Maiheft 1901 des -Centralblatts für das gesamte Unterrichtswesen in Preußen- giebt die neuen Lehrpläne der Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen und Realschulen bekannt, die seit dem laufenden Sommerhalbjahr in Anwendung sind. Photographie-Ausstellung. — Der Deutsche Photo graphenverein wird bei Gelegenheit seiner diesjährigen Versamm lung in Weimar am 12. August eine Ausstellung eröffnen, die bis zum 26. August dauern soll. Diese Ausstellung wird ein be sonderes Interesse durch eine Abteilung bieten, in der die Not wendigkeit einer Acnderung des Photographie-Schutzgesetzes dar gelegt werden soll, und zwar durch Vergleichsaufnahmen von sonst gesetzlich geschützten Photographien, die trotz dieses Schutzes doch in anderer Weise zum Schaden des Urhebers vervielfältigt werden dürfen. (Sprechsaal.) Neuartige Bitten um Bncherschenkungen. (Vgl. Nr. 116, 127 d. Bl.) Es ist jetzt ein neues Verfahren zum billigen Büchererwerb entdeckt worden. Offenbar sind nämlich die Verleger infolge der fortgesetzten Mahnungen an dieser Stelle etwas dickfelliger ge worden; da wenden sich, wie ich bereits in zwei Fällen feststellen konnte, erfindungsreiche Liebhaber von Gratis-Bibliotheken jetzt an die Autoren, statt an deren hartherzige Verleger, unter der oft zutreffenden Annahme, bei ersteren mehr Entgegenkommen zu finden, da an den Verfasser solche Verlangen seltener gestellt werden und von ihm häufig als Ehrung empfunden werden. Tenn kluger weise sind z. B. in einem mir vorliegenden Cirkular, das im übrigen gedruckt ist, einige gar liebliche Epitheta über das be treffende Opus handschriftlich eingeschaltet. Berlin. W. Junk. 595
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