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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.05.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-05-30
- Erscheinungsdatum
- 30.05.1901
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- Deutsch
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4402 Nichtamtlicher Teil, 123, 30. Mai 1901. Freude, eine ansehnliche Zahl von Festgüsten aus ersten Kreisen der Stadt, an ihrer Spitze Herrn rechtskundigen Bürgermeister Gebhardt, begrüßen zu dürfen. Auch waren Freunde des Vereins aus Augsburg, Ingolstadt, München und Wörishofen herbeigceilt, um ihre Sympathie für die -Danubia- persönlich zum Ausdruck zu bringen. Schon war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, als Herr Stabstrompeter Förster von Dillingcn mit seinem Streich orchester das Fest durch einen schneidigen Marsch eröffnet?. Nach einem durch Fräulein Rosa Burger gefühlvoll vorgetragcnen Prolog brachte die -Liedertafel Donauwörth-, die den gesanglichen Teil der Feier gütig übernommen hatte, das herrliche Lied -Frühling am Rhein- von Breu zu Gehör. — Leider mußte die Festrede wegen plötzlicher Verhinderung des Festredners, Herrn Liederwald-München, ausfallen. Der erste Vorsitzende der -Danubia-, Kollege Mager, gab nach einer kurzen Begrüßung der Gäste die Ernennung von fünf um den Verein verdienten Herren zu Ehrenmitgliedern bekannt und überreichte den hiervon Anwesenden geschmackvoll ausgestatlete Diplome. Es sind dies die Herren: Gregor Wieland, einziges dem Verein noch angehörendes Gründungsmitglied, Ludwig Nuppl, Geschäftsführer i/H. Buchhandlung L. Auer, der kurz nach der Gründung dem Vereine beigetreten war, Adolf Liederwald- München, der hochverdiente Vertrauensmann für den Krcisverein Bayern des Allgemeinen Deutschen Buchhandlungs - Gehilfen- verdands, Daniel Hafner, früher langjähriger Vorstand der Danubia (jetzt Inhaber der Firma I. Pfeiffer-München) und Eugen Sattelmeier-Leipzig, Mitbegründer des Vereins und Komponist des Danubia-Marsches. Als das -Hoch- auf die neuen Ehrenmitglieder verklungen war, spielte die Musik unter allgemeiner Spannung den eigens für diesen Abend komponierten und dem Verein gewidmeten Da- nubia-Marsch. Rauschender Beifall verkündete die günstige Auf nahme dieses gefälligen Tonstücks, das wiederholt gespielt werden mußte. Hieran reihten sich in reicher Abwechslung Männerchöre, Musikvorträge und Lieder für Solostimme, letztere vom Kollegen Burger meisterhaft vorgetragen. Vor dem letzten Liede sprach der Vorsitzende allen, die zu dem erfreulichen Gelingen des Abends beigctragen hatten, den herzlichsten Dank aus, insbesondere der Liedertafel Donauwörth, die sich auf Ersuchen sofort bereit erklärt hatte, ihr Können für dieses Fest zur Verfügung zu stellen. Zum Danke dafür und als bleibendes Zeichen der freundschaftlichen Beziehungen beider Vereine überreichte Fräulein Rosa Burger namens der -Danubia- dem Gesangvereine -Liedertafel- ein präch tiges seidenes Fahnenband in den Donauwörther Stadtfarben, mit entsprechendem Aufdruck. Kurz nach Mitternacht trat der dritte Teil des Programms — der Tanz — in seine Rechte und hielt die junge Welt noch lange in frohester Stimmung beisammen. Hocherfreulich war die Anteilnahme, die man auswärts au unserem Stiftungsfeste nahm. 27 Telegramme, darunter von Herrn Kommerzienrat Pactel-Verlin, dem Vorstande des Unterstützungs-Vereins; von dem Vorstände des -Verbandes-, von den Brudervereinen in Berlin, Budapest, Danzig, Dresden, Essen, Frankfurt a. M, Heidelberg, Hildesheim, Karlsruhe, Leipzig, Metz, München, Paderborn, Regensburg, Tü bingen und Wien, sowie eine große Menge von Briefen und Karten brachten Grüße und Wünsche aus allen Teilen Deutschlands, Oester reich-Ungarns, der Schweiz und selbst aus Amerika. Allen denen, die uns an diesem Tage durch ein Lebenszeichen erfreut haben, möchten wir auch hier nochmals herzlichen Dank sagen! In den Pausen wurden -Festpostkarten- mit entsprechendem Aufdruck und die Klavierausgabe des Danubia-Marsches (s, 1 verkauft zu grinsten der Witwen- und Waisenkasse des Allgemeinen Deutschen Buchhandlungs - Gehilfen - Verbands, und es konnte dadurch die Summe von 27 20 H dieser Kasse zugeführt werden. lU. Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schul geschichte. — Die Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte hielt am 23. d. M. im Berliner Rathause ihre achte Generalversammlung ab, der, wie wir dem Rcichsanzeigcr entnehmen, der Bevollmächtigte zum Bundesrat, Großherzoglich sächsische Geheime Legationsrat Or. Paulssen als Vertreter der thüringischen Staaten, der Archivar Or. Brunner als Vertreter des Großherzogtums Baden, sowie viele Berliner und auswärtige Mitglieder beiwohnten. Den Vorsitz führte der Schulinspektor I)r. Fischer-Berlin, der zunächst des verstorbenen ersten Vorsitzenden, Professors Or. Schwalbe, gedachte und sodann mitteilte, daß die Reichssubvention im Betrage von 30000-^ auch für das Jahr 1901 bewilligt und eine Erhöhung der Subvention auf 50090 H an geregt fei. Dem Bericht des Schatzmeisters, Professors Fechncr, war zu entnehmen, daß die Mitglrederzahl von 762 auf 803 an- gewachsen ist. Aus der Rcichssubvention von 30000 sind im letzten Jahre 27 695 verausgabt worden, so daß noch 2305 X zur Verfügung stehen. Eigene Einnahmen hatte die Gesellschaft 4849 für Honorare, Druck- und Geschäftskosten und dergleichen wurden 4370 ^ verausgabt. Den Bericht über die wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Gesellschaft und die Thätigkeit der Gruppen erstattete Professor Kehrbach. Die Arbeiten der -Nonumsnta. Osrmaniao Oascla- Aoxioa- sind wesentlich gefördert worden. Von den badischen Schulordnungen liegt der erste Band druckfertig vor, weitere können in kurzer Frist folgen. Die hessischen Schulordnungen werden einer kritischen Bearbeitung unterworfen; der erste Band wird im Jahre 1903 fertig werden. Wegen Bearbeitung der Schulordnungen anderer Landesteile schweben Verhandlungen. Von dem vierbändigen Werke über die evangelischen Katechismus versuche von Luther ist der dritte Band unlängst fertig geworden. Von der in Arbeit befindlichen Ausgabe der ältesten deutschen Grammatiken, einem Werke, das auf fünf Bände berechnet ist, wird der erste Band erst in fünf Jahren druckfertig; von der Geschichte des geographischen Unterrichts im Zeitalter des Huma nismus und der Reformation soll der erste Teil vom Verfasser Professor Votsch - Magdeburg, Mitte dieses Jahres abgeliefert werden. Professor Stengel-Greifswald hat eine Geschichte der französischen Schulgrammatiken in Bearbeitung genommen. Ae- schästigt sind ferner der Schulrat Israel-Dresden mit einer Pestalozzi-Bibliographie, der Professor Kvacsala ° Dorpat mit einer Sammlung der bedeutendsten Briese und Schriften der deutschen Mitarbeiter des Comcnius. Aon dem Werk über die Geschichte der Erziehung der Prinzen und Prinzessinnen aus dem Hause Hohenzollern ist der erste Band in Druck gelegt, der zweite wird bald folgen. Ein ähnliches Werk über die Prinzen- erzichung in Weimar wird vorbereitet, desgleichen ist eine Schul- gcschichte von Frankfurt a. M. in Bearbeitung. Professor Bauch- Breslau veröffentlicht unter der Aegide der Gesellschaft eine Ge schichte der Universität Frankfurt a. O. Auch die einzelnen Gruppen der Gesellschaft, so die von Oesterreich, Bayern und Pommern, gaben Veröffentlichungen heraus. Von der großen Bibliographie des gesamten Erziehungs- und Bildungswesens in den Ländern deutscher Zunge ist der zweite, die Littcratur des Jahres 1897 umfassende Band erschienen, in dem 2400 Bücher, über 6000 Aufsätze aus 440 Zeitschriften und Sammelwerken und 290 Verordnungen aufgcführr und besprochen sind. Neu in den Vorstand wurden zum Schluß Staatsminister O. Or. Bosse, Geheimer Regierungsrat Professor Or. Slaby und Prälat Professor Bach (München) gewählt. Personalnachrichten. Gestorben: am 21. Mai nach kurzer Krankheit, vierunddreißig Jahre alt, der Buchhändler Herr Emil Praß in Neapel, Inhaber der dortigen angesehenen Buchhandlungsfirma F. Furch- hcims Nachfolger, die er am 1. Juli 1896 übernommen hatte. Wir verweisen auf den Nachruf, den ihm sein Geschäfts vorgänger und Freund, Herr F. Furchheim, in der heutigen Nummer d. Bl. gewidmet hat. (Sprechsaal.) Zum Zeitschrifteuvertrieb. Offene Anfrage. Wer weiß eine stichhaltige Erklärung dafür, daß die Chemiker zeitung (Cöthen) durch die Post bezogen pro Quartal 5 durch den Buchhandel dagegen 6 vü kostet? Diese Preiserhöhung für Buchhändlerexemplarc trat mit dem ll. Quartale ein. Ich wundere mich nur, daß noch niemand daran Anstoß genommen hat. Bemerkt sei ferner, daß der -Allgemeine Anzeiger für Uhr macher- überhaupt keinen Rabatt gewährt, und daß die -Drogisten- zeitung- für Postabonnements keine Provision vergütet. G. Köhler in Wunsiedel. Erwiderung. Es bleibt jeder Zeitung unbenommen, den Abonnementspreis zu ändern, um so mehr, wenn die vergrößerten Herstellungskosten dies erheischen. Da der Buchhandel gegenüber der Post bedeutend höhere Vertriebskosten verursacht, so ffr es selbstredend, daß der Buchhandel-Abonnent die vermehrten Spesen aufzubringen hat. (Uebrigens ist dies genau derselbe Fall bei unseren direkten Abonnenten, und haben auch diese deshalb einen erhöhten Preis an uns zu bezahlen.) Mil der erhöhten Abonnemeutsgebühr erhöht sich ja übrigens auch naturgemäß der Verdienst des Sorti menters, da wir nach wie vor 25 Prozent Rabatt bewilligen, und somit hat der Buchhändler anstatt früher 1 25 H jetzt 1 50 H Verdienst pro Quartal. Cöthen. Verlag der Chemiker-Zeitung.
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