Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.05.1901
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1901-05-09
- Erscheinungsdatum
- 09.05.1901
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19010509
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-190105091
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19010509
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1901
- Monat1901-05
- Tag1901-05-09
- Monat1901-05
- Jahr1901
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
8786 Nichtamtlicher Teil. 107, S. Mai 1S01. lag und den Warenhäusern prinzipiell nicht bestehen dürfe, oder daß jene, sobald sie sich bereit erklärten, die Satzungen des Börsenoereins anzuerkennen, als vollberechtigte Kollegen betrachtet werden. Der Autor kommt zu dem Resultat, den erstgenannten Fall und den damit unsausbleiblich verbundenen Kampf als das kleinere Uebel zu betrachten Dies dürfte auch wohl die Ansicht aller, mindestens aber der Mehrheit der Sortimenter sein, und es bleibt nur zu wünschen, daß es gelingt, diesen zur Zeit bestehenden Zustand aufrecht zu erhalten. Wir schließen unsere Aufzählung der wichtigen Gescheh nisse des letztverflossenen Geschäftsjahres mit dem Hinweis darauf, daß die Zahl der verbundenen Vereine um einen gewachsen ist, da der Brandenburg-Pommersche Buchhändler verband sich in zwei Kreisvereine gespalten hat. Mit Rück sicht auf die räumliche Ausdehnung des ursprünglichen Vereinsgebietes dürste sich diese Teilung als sehr segensreich erweisen und beiden neuen Kreisvereinen eine regelmäßigere und nähere Berührung der einzelnen Kollegen miteinander ermöglichen. Möge beiden eine gesunde Entwickelung be schert sein! Sind wir hiermit am Ende unseres Jahresberichtes an gelangt, so erübrigt uns noch, Ihnen am Schlüsse unserer Amtsperiode nochmals zu danken für das Vertrauen, das uns auf unsere Posten berief und das während unserer Amtsführung mehrfach und in den verschiedensten Formen zum Ausdruck gebracht wurde. Daneben müssen wir Ihnen unser aufrichtiges Bedauern aussprechen, daß wir trotz des besten Willens der Allgemeinheit so wenig nützen konnten, und gleichzeitig die Hoffnung daran knüpfen, daß unsere Amtsnachfolger glücklicher in dieser Hinsicht sein möchten, und unter ihrer Führung der Verband berufen sei, das Wohl unseres Standes kräftig zu fördern und die Parteien zu einen und zu versöhnen. Kleine Mitteilungen. Buchhandel. (Vgl. Nr. 104 d. BI.) — Die zweite Sitzung der Handels fand am Nachmittag des Kantate-Sonnabends, 4. Mai, unter zahlreicher Beteiligung im Deutschen Buchhändlerhause zu Leipzig statt. Auf die langen und zum Teil lebhaft geführten Verhandlungen werden wir ausführlich zurücklommen. Wir be schränken uns für heute, wie bei der ersten Sitzung, aus die kurze Mitteilung der Beratungsergebnisse. Die Tagesordnung umfaßte folgende Beratungsgegenstände: 1. Jahresbericht des Verdandsvorstandes; 2. Rechnungsablage desselben für das verflossene Vereinsjahr; 3. Festsetzung des Jahresbeitrages auf den Kopf des Mitgliedes der Kreis- und Ortsvereine für 1901/1902; Ostermess "lg01 ^ orsenvereins zur 6. Etwaige Anträge und Berichte der Abgeordneten der Kreis- und Ortsvereine. Der Vorsitzende, Herr Zw iß le r-Wolfenbüttel, eröffncte die Versammlung um 4 Uhr, worauf sogleich die Verlesung des auch Bericht ist vorstehend (Seite 3784,6 d. Bl.) abgedruckt. ^Seine Be sprechung führte zunächst zu der Mitteilung des Herrn R. L. Prager-Berlin, daß das große Warenhaus Wertheim in Berlin sich bereit erklärt habe, sich den Forderungen des im Börsenverein vereinigten Buchhandels zu fügen, wenn die auf seine Bezüge gelegte Sperre aufgehoben werden würde. Herr Prager hielt es für einen Fehler, daß die Sperre verfügt worden sei, weil damit auch die Anerkennung als Buchhändler ausgesprochen sei, und er warnte davor, bei jetzt etwa erfolgender Aufhebung der Sperre das Warenhaus in alle Rechte und Vorteile einzusetzen, die ein regelrechter Buchhändler genieße. — Der 1. Vorsteher des Börsen vereins, Herr Carl Engelhorn, erwiderte und hob die Bedenken hervor, die der Ausführung des Pragerschen Gedankens entgegen ständen. Nachdem noch der Vorsitzende, Herr Zwißler, von einem Briefe der Firma B. G. Teubner, Leipzig, Kenntnis gegeben hatte, erfolgte auf Befragung die Genehmigung des Jahresberichts. Vermögen des Vereins 3825 ^ 69 H beträgt. Der Bericht fand Wollermann vorgetragene Voranschlag für das Jahr^1901/2, der in Einnahme und Ausgabe mit 3930 69 H bilanziert, wurde genehmigt. Punkt 4 der Tagesordnung, die Neuwahl des Vorstandes, wurde nach langer Besprechung dahin erledigt, daß der Kreis verein rheinisch-westfälischer Buchhändler zunächst für ein Jahr mit der Führung des Vorstandsamtes betraut wurde und Herr Hartmann-Elberfeld es übernahm, in seinem Verein die ge eigneten Männer dafür zu finden. Die Beratung der Tagesordnung des Börsenvereins brachte bei dem Punkte -Neuwahlen- zunächst die Klage des Verbands vorstandes zu Tage, daß dessen Aufforderung an die Vereine zu Vorschlägen für Neubesetzung von Aemtern im Börsen verein seitens der Vereinsoorstände nur in sehr geringem Grade entsprochen worden sei. Nur fünf Antworten seien eingegangen. Diese Mitteilung gab zu einer längeren Besprechung Anlaß, an der sich außer dem Vorsitzenden die Herren Hartmann, Prager, Bonz-Stuttgart, Fuendeling-Hameln beteiligten und in der insbesondere durch Herrn Bonz die Aufgabe des Wahlausschusses des Börsenvereins klargestellt wurde. Zum Anträge des Herrn Heinze-Dresden las der Herr An tragsteller eine ausführliche Begründung vor. Ihm erwiderte namens des Vörsenvereins-Vorstandes Herr Wilhelm Müller- Wien. Herr Müller gab zu bedenken, welche schweren Folgen die Annahme des Antrages haben könnte. Die Verleger, deren Mit arbeit der Börsenverein nicht entbehren könnte, und die erst kürz lich wieder einen dankenswerten Beweis ihrer Unterstützung der Börsenvereinsbestrebungen gegeben hätten, würden damit in die Lage gebracht werden, aus dem Börsenverein austreten zu müssen, da der Antrag sie eines wichtigen Rechtes beraube. An dem weiteren Verlaufe dieser Besprechung beteiligten sich die Herren Pape-Hamburg, Engelho rn-Stultgart, H artmann-Elberfeld, Goeritz-Braunschweig, Prager-Berlin, vr. Ruprecht-Göttingen, Stettner-Freiberg i/S., Heinze-Dresden, v. Zahn-Dresden und Werlitz-Stuttgart. Es wurde schließlich bestimmt, daß der Antrag gestellt werden sollte, den Antrag des Herrn Heinze dem Vereinsausschuß des Börsenvereins zur Beratung und zur Bericht erstattung zu überweisen. Das Papier der letzten Jahrzehnte. — Für eins der wichtigsten gewerblichen Erzeugnisse, das Papier, werden die letzten Jahrzehnte des neunzehnten Jahrhunderts kaum viel Lob ernten. Eine Betrachtung in der Beilage zur Frankfurter Zeitung, die der bekannte Stuttgarter Professor I)r. G. Jäger in sein neben anderen Ursachen in der Hauptsache dem heutigen Verfahren zum Bleichen des Papiers die Schuld an der mangelnden Festigkeit. Der Artikel beruft sich auf das Gutachten eines Sachverständlgen- Ausschusses der Londoner Gesellschaft zur Förderung der Künste und Gewerbe und teilt daraus folgende, übrigens nicht unbekannte Aufklärungen mit: »Die Fabrikanten gebrauchen, richtiger mißbrauchen gewisse chemische Stoffe von so heftiger Wirkung, daß die wenigen festen Fasern, die in dem Papierteig ent halten sind, verbrannt werden. Es ist genau derselbe Unfug, den die Waschfrauen begehen, wenn sie unsere Wäsche mit »scharfen Mitteln- bearbeiten, um sie schneller weiß zu bekommen. Die Be nutzung solcher Chemikalien muß in allen Fällen die Haltbarkeit trächtigen. Die auf diesem Wege herbeige^ührte Verschlechterung des Papiers besteht in seiner geringen Haltbarkeit und seinem dadurch bedingten schnellen Zerfall. Eine andere Verschlechterung liegt in dem Farbenwechsel, den viele Papiere erleiden. Der Holz brei, aus dem gerade viele der geringeren Papiersorten hergestellt werden, zersetzt sich langsam unter der Einwirkung des Lichtes, so wie der umgebenden Luft. Das Papier wird infolgedessen braun, und zwar besonders schnell, wenn es häufig und lange dem Gaslicht ausgesetzt wird. Am schädlichsten aber wirkt auf die Farbe des Papiers der Zusatz von Leim- oder Harzstoff, der den Teig besser binden soll. Kein Papier sollte mehr als 2 Prozent Harz enthalten, meist beträgt aber der Gehalt das Doppelte, und je höher er ist, kanten dem Papier auch eine gewisse »Belastung- hinzu, wozu am häufigsten Feldspaterde benutzt wird. Der Zweck liegt aus der Hand, da das Papier nach dem Gewicht verkauft wird. Ent hält ein Papier nun über 10 Prozent an derartigen mineralischen
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder