1662 Künftig erscheinende Bücher. ^ 48, 26. Februar 1901. Demnächst erscheint: Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften IM Neunzehnten Jahrhundert von Professor vr Siegmrnrd Günther. 62 Bogen gr. 8°. mit f6 Vollbildern. Brosch. sO rN. ord., 7 M. 50 Pf. no., 7M. bar. L)albfrz. geb. (nnv bar) f2M. 50 Pf. ord., YM. bar. Partie: ff/fO. Einband des Freiexempl. 2 7N. bar. Das von Paul Zchlenther herausgegebene monumentale Sammel- werk „Das neunzehnte Jahrhundert in Deutschlands Ent- svilktung" hat in seinen 4 ersten Bänden die geistigen und sozialen Strömungen, die bildende Kunst, die Litteratur und die politische Geschichte des zg. Jahrhunderts behandelt. Der 5. und s. Band der Sammlung soll die Geschichte der Naturwissenschaften darstellen. Daß es in unseren Tagen einem Gelehrten nicht mehr möglich ist, das ungeheure Gebiet der gesamten Naturwissenschaften soweit zu beherrschen, um deren geschichtliche Entwicklung bis zu unseren Tagen darstellen zu können, versteht sich von selbst; eine Spaltung mußte eintreten, und die beiden Bearbeiter kamen leicht überein, diejenige Scheidung vorzu nehmen, die unmittelbar in der Sache gelegen ist: die Teilung in eine organische und eine anorganische Naturwissenschaft. Darüber, was man als organische und anorganische Körper anzusehen hat, waltet keine Meinungsverschiedenheit ob, und so fällt also der „organischen Nalurivissenschaft" jener Komplex von Disziplinen zu, welche sich mit der belebten Materie beschäftigen. Dahin gehören Botanik, Zoologie, Anthropologie und Medizin. Die „anorganische Nstur- toissenschast" hingegen umfaßt die gesamte Lehre von der unbelebten Materie, nämlich Physik, Chemie, Astronomie, Geologie, Mineralogie und Geographie. Die jetzt erscheinende Geschichte der anorganischen Naturwissenschaften hat Professor Siegmund Günther zum Verfasser. Die Geschichte der organischen Naturwissenschaften, die binnen Jahres frist Nachfolgen wird, ist von Dr. Franz Earl Müller bearbeitet. Die beiden Bände zusammen bilden die einzige Geschichte der Naturivissenschasten, die bisher geschrieben worden ist. Den Fachgelehrten wird das Werk daher unentbehrlich sein. Da es jedoch leichtverständlich abgefaßt ist, so kommen als Abnehmer ferner noch §tsüt-, kvmnssial- UNti pealschulbibliotheken, sowie üie Abnehmer üer früheren Länge meines „Neunzehnten Jahrhunderts" in Frage. Die außerordentliche Absatzsähigkeit der Bände des „Neunzehnten Jahrhunderts in Deutschlands Entwicklung", in das sich obiges Werk als fünfter Band einreiht, ist erwiesen durch die Thatsache, daß bereits von 3 Bänden kurz nach deren Erscheinen neue Auflagen notwendig wurden und bis jetzt die ersten -z Bände in zusammen 27 Tausend Exemplaren - erschienen sind. Ich bitte auch für den Güntherschen Band um Ihre thatkräftige Verwendung, die Ihnen erleichtert wird durch den außerordentlich billigen Preis und die gute Ausstattung des Bandes (rund zooo Seiten gr. s" mit Z6 Vollbildern zo M. ord.). In beiderseitigem Interesse bitte ich ferner, die Abnehmer des Güntherschen Bandes auf Lisirtiiruatisiis - Liste zu setzen, denn sie sind Interessenten auch für die weitererscheinenden Bände des „Neunzehnten Jahrhunderts" aber vor allen Dingen sichere Abnehmer des in ca. einem Jahre erscheinenden Müllerschen Bandes „Beschichte cler organischen Naturwissenschaft". Ich stelle Ihnen broschierte Exemplare ä ocmä. und Prospekte zu gewissenhafter Verteilung unberechnet zur Verfügung. Unabhängig von flen eingehencten kiinelbestellungen expediere ich clie Fortsetzung und bitte sie, Ihre Fortsetzung ebenfalls getrennt von Ihrem weiteren Bedarf bar zu verlangen. Direkte Senkungen kann ich erst i Lag nach üer Ausgabe machen. Berlin, Ende Februar 1901. Gesrg Vsirdi.