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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.05.1902
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1902-05-06
- Erscheinungsdatum
- 06.05.1902
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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3748 Nichtamtlicher Teil. ^ 103, 6. Mai 1S02. Friedrich Reinhardt in Basel. 3773 Benz, die sozialen Pflichten des Studenten. 50 Lautccburg, Christentum, Arbeiterschaft u. soziale Frage. 50 H. C Seels Nachf., M. Weidenbach in Dtllenburg. 3769 Becher, Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande. 8 Hermann Seemann Nachf. in Leipzig. 3772 N^sin», Oas nsus 6ssotilsolit. 3 ^sl>. 4 Lobvads, Iw ksioäliolisn Osbsu. 3 ^b. 4 l'inssau, Oer Nitgiktss.Asr. 3 ^sb. 4 Christoph Steffen in Leipzig-R. 3773 Lampadius, Die Cantoren der Thomakschule. 2^; geb. 3^. Hugo Steinitz Verlag in Berlin. 3775 Loeb, 4V>s püsgsll rvir unsere üluslrulatur u. Lörperlcrakt? 1 Norddeutsche VerlagSanstalt O. Goedel in Hannover. 3769 UraLt u. kanlrs's Oräparationsn k. ä. LebuIIelctUre: Ilslt 71: 65 Oett 72: 80 Seit 73: ea. 55 Osbrgang lür den elementaren Asiobsuuntsrrioiit. 2. ^uü. 70 Deutsches Berlagshaus Bong ä- Co. in Leipzig. 3767 Weltall und Menschheit. 3. Lieferung. Hellmuth Wollermann in Braunschweig. 3775 Beyer, Die von Harnack, Egidy und der ethische» Gesellschaft auf den christlichen Glauben gemachten Angriffe vor dem Richterstuhle der heiligen Schrist. 2. Ausl. 75 -H. Nichtamtlicher Teil Die Ostermesse. L Nicht ohne Sorge blickt mancher Berufsgenosse der Leipziger Buchhändlermesse entgegen. Stellt sie doch an jeden die unabweisliche Forderung der Begleichung mehr oder minder großer, immer aber vorhandener Verbindlichkeiten, eine Forderung, der in dem erwarteten vollen Umfange gerecht zu werden, leider nicht jedem immer gegeben ist. Nicht der Sortimenter allein ist auch hier der »Vielgeplagte«, dessen Gleichmut bedroht wird, viel mehr noch ist oft genug der Verleger zu sorgenvollem Ausblick berechtigt, der viel beneidete, oft bekämpfte und gelegentlich auch gefeierte Mann, der in mancher gebundenen und ungebundenen, gedruckten und ungedruckten Rede bekanntlich meist einseitig beurteilt wird. Denn auch seiner harren ja, was selten erwähnt wird, erwartend geöffnete Hände, Hände von Gläubigern, die auch ihrerseits wieder Schuldner sind, Schuldner von andern Schuldnern, wie das in der Kette der geschäftlichen Verpflichtungen, wo eins das andre bedingt und drängt, eben nicht anders ist. So wäre die buchhändlerische Ostermesse eigentlich fast ein Verhängnis, das bedrohlich über manchem Haupte schwebt, und der fröhliche Festlärm nicht an seinem Platze? Gemach! Dem Kaufmann — und auch der Buchhändler gehört dieser hochachtbaren Gilde an — ist das Ringen mir den Erfolg seiner Unternehmung, um die Bewahrung seines guten Namens eine gewohnte Sache; Mißerfolg bedrückt ihn natürlich, aber er spornt ihn auch zu neuem Kampf; die Hydra der Sorge schreckt nur den Neuling. Und die Ostermeffe des Buchhändlers mit ihren Sorgen, die sie als Schatten vorausschickt, ivas ist sie andres als der weit hinausgerückte Abschluß eines Geschäftsjahres, ein regelmäßig wiederkehrender Termin für unumgänglich notwendige Aufräumung, für eine Ordnungs schaffung, die jeden: Geschäftsmann willkommen sein muß?! Nun vollends jetzt, wo der fast übermäßig ausgebildete Barverkchr im Buchhandel im Verein mit zweckmäßig entwickelten Bank- und Post-Einrichtungen die Meßver pflichtungen auf ein geringstes Maß zurückgeführt hat! Da bringt jeder Tag die klingende Begleichung von For derungen, die Lasten verteilen sich, Sortimenter wie Ver leger brauchen nicht mehr sich schrecken zu lassen, daß die Messe ein Vermögen von ihnen fordern wird, dessen bare Beschaffung über ihre Kräfte ginge. Daß aber ein so wichtiger Tag mit fröhlichem Kling klang und mancher festlichen Rede begleitet wird, ist ein alter Brauch und wohl in der Ordnung. Führt er doch aus dem weit ausgreifenden Gebiete des deutschen Buchhandels zahl reiche Berufsgenossen in ihrem schönen Hause in Leipzig persönlich zusammen und giebt er dem Buchhandel doch auch willkommene Gelegenheit, ihm nahestehende hochachtbare Männer anderer Berufe, Vertreter der Wissenschaften und Künste, der Behörden des Staats und der alten, ewig jungen Buchhandelsstadt als werte Gäste bei sich zu sehen! So waren es denn auch diesmal schöne, unvergeßliche Tage, die uns um den Sonntag Kantate herum und an diesem selbst in Leipzig vereinigt sahen, und von ihnen sei in gewohnter Weise an dieser Stelle berichtet. Der Kantate-Sonnabend sah nach des Tages mancherlei Arbeit, die in den Beratungen des Vorstandes, der Aus schüsse, des Verlegervereins und des Verbandes der Kreis- und Ortsvereine gewissenhaft erledigt worden war, die Leipziger Buchhändler und ihre Gäste zum gewohnten Be grüßungsabend im Buchhändlerhause vereinigt. Sämtliche drei Säle waren diesmal in Benutzung genommen, und der Riesenraum bot bequemen Platz zum Sitzen und Wandeln. Trotz der gegen früher vermehrten Zahl der Besucher gab es keinerlei Drängen; ein breiter Mittelgang gestattete be quemen Verkehr, und in heiterer Ungebundenheit überließ man sich, wandelnd oder an einem der zahlreichen Tische sitzend, den Freuden der Geselligkeit, des Wiedersehens der Freunde, der geistigen und leiblichen Stärkung. Die Kapelle der 134er sorgte für musikalische Unterhaltung, die sie mit Rücksicht auf den Hauptzweck des Abends in langen Pausen und in möglichst diskretem Vortrage darbot Wie üblich wurde der Zusammenhalt dieses Abends, der ohne Fest programm in zwangloser Weise eben nur dem privaten Geplauder zu dienen hat, verhältnismäßig früh gelöst. Gruppenweise zog man, dieser oder jener Verabredung folgend, alsbald zur Stadt, um in kleineren Kreisen irgendwo an einer verläßlichen Bier- oder Weinquelle sich nieder zulassen, die Nacht zum Tage zu machen oder in heiterem Gespräch wohl gar den dämmernden Kantatemorgen heran- zuwachen. Sehr bevorzugt war diesmal der neu erbaute »Sachsenhof« mit seinen schönen und traulichen Räumen. Er ist an der Stelle des früheren Gasthauses »Zur Stadt Dresden« an der Ecke der Querstraße und des Johannis platzes emporgewachsen, und der bequem gelegene geräumige Prachtbau war von vielen Kollegen auch zur Stätte der nächtlichen Ruhe erkoren worden. Beim Kantatefestmahl blieb man diesmal im engeren Kreise der Börsenvereinsmitglieder und der Gäste des Vereins. Die Neuerung war ein Versuch. Bei der großen Zahl der Festgenossen, die in früheren Jahren am Kantatemahle teilgenommen haben, — im Vorjahre waren neben 347 Mitgliedern des Börsenvereins 4 84 Nichtbuchhändler und Leipziger Gehilfen anwesend — mußten natürlich regel mäßig alle drei Säle in Anspruch genommen werden: der große Festsaal mit seinem Raum für etwa 500 Gedecke und die rechts und links je durch drei weit geöffnete Thüren mit ihm verbundenen Nebensäle, je für etwa
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