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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.11.1899
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1899-11-28
- Erscheinungsdatum
- 28.11.1899
- Sprache
- Deutsch
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- Zeitungen
- Saxonica
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276, 28. November 18SS. Nichtamtlicher Teil. 9069 also beinahe vierzig Jahre hindurch, angehört hat, sprechen wir hierdurch nochmals öffentlich Dank aus für die treue Hingebung an sein Amt und für das aufopfernde Pflicht gefühl, mit dem er jederzeit seines schwierigen Postens ge waltet hat. — Möge ihm, fern von feiner bisherigen auf reibenden Thätigkeit, noch ein langer, glücklicher Lebensabend in körperlicher Rüstigkeit beschieden sein! An seiner Stelle haben wir Herrn Reinhold Thule weit, der bereits während der Beurlaubung des Herrn Otto Feindt die Geschäfte geführt hatte, vom 1. Juli 1899 ab die Leitung der Bestellanstalt endgiltig übertragen. — Die Zahl unserer Bestellanstalts - Mitglieder beträgt gegenwärtig 509 gegen 497 im Vorjahre. Unser Buchhändlerhaus, von dem wir in üblicher Weise 10/^ abgeschrieben haben, steht gegenwärtig mit 542 283 ^ 8 H zu Buch und bleibt mit einer Hypothek von 250 000 ^ zu 3»/^o/o zu grinsten der Simonschen Familien stiftung belastet. Die Gebäude sind mit 267 500 ^ bei der Städtischen Feuer-Societät versichert, während fiir unsere Bestellanstalt, einschließlich der Pferde und Wagen, eine Versicherung in Höhe von 40 000 ^ abgeschlossen ist. Das Gesamterträgnis aus den Mieten, bei denen die von uns selber benutzten Räume, einschließlich der für Bibliothekszwecke eingerichteten, nach amtlicher Abschätzung mit 5550 in Ansatz gebracht sind, beziffert sich gegen wärtig auf 30 200 Um unserer Korporations-Bibliothek, die sich in erfreulicher Fortentwickelung befindet, den hierzu nötigen Platz zu schaffen, wurden im zweiten Stock unseres Buchhändler hauses Räume eingerichtet, die mit 400 Jahresmiete be wertet sind; diese sollen gleichzeitig zu Vorstands- und Ausschußsitzungen dienen und sind dementsprechend aus gestattet worden. Auf Anregung des Hauptausschusses werden wir das Sitzungs- und Beratungszimmer demnächst auch mit einer kleinen Handbibliothek versehen, in der die wichtigsten, für uns in Betracht kommenden Gesetze und sonstigen littera- rischen Hilfsmittel aufgestellt werden sollen. Gern haben wir die Gelegenheit benutzt, das Sitzungs zimmer des Vorstandes nicht nur unseren Ausschüssen, son dern auch den Vorständen hiesiger buchhändlerischer Ver einigungen zu ihren Beratungen zur Verfügung zu stellen; wir wiederholen dieses Anerbieten hiermit, bitten aber, etwaige Sitzungen einen oder einige Tage vorher bei unserem Geschäftsführer auf der Bestellanstalt anmelden zu wollen. Der deutsche Buchgewerbe-Verein in Leipzig hat seinen, als Prachtwerk ausgestatteten Werbebrief auch unserer Korporation übersandt, mit dem Ersuchen, bei gegebener Ge legenheit Fühlung mit dem Buchgewerbe-Verein zu nehmen und seine Zwecke zu unterstützen. Mit unserem Dank für die Zuwendung, die wir unserer Bibliothek einverleibten, haben wir die Zusicherung gegeben, daß wir unsere Mitglieder gern noch einmal besonders von dieser Stelle aus auf die bedeutsamen Zwecke und Ziele des Buchgewerbe-Vereins Hinweisen würden. Der Hauptausschuß wählte Herrn R. L. Prager zum Vorsitzenden und Herrn Gustav Küstenmacher zum Schrift führer, der Rechnungs- und Wahlausschuß Herrn Gustav Schmidt zum Vorsitzenden und Herrn Paul Hüttig zum Schriftführer. Herzlicher Dank sei hierbei Herrn Gustav Küsten macher ausgesprochen, der nach sechsjähriger verdienstvoller HcchSuvbsechzIgsler Jahrgang. Thätigkeit im Hauptausschuß zum 31. Dezember d. I. satzungsgemäß ausscheiden muß. Dem »Krebs«, Verein jüngerer Buchhändler zu Berlin, haben wir auch für das Jahr 1899/1900 als Beitrag zu den Unterrichts-, bezw. Vortragskursen 100 sowie in Anbetracht seiner lobenswerten Bestrebungen, die ec u. a. auch durch Veranstaltung einer größeren Goethe-Feier bewiesen hat, auf sein Ersuchen einen einmaligen Extrabeitrag von 100 bewilligt. Eine kurze Zusammenstellung über den Verkehr des Berliner Buchhandels, wie er sich auf unserer Bestellanstalt kundgiebt, ist auch diesmal in dem »Bericht der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin über Handel und Industrie von Berlin für das Jahr 1898« auf Seite 232 dieses Be richtes abgedruckt worden; ein Mehr zu geben, war dem Vor stande unmöglich, da es ihm an greifbarem Material fehlt, um ein richtiges Bild des gewaltigen Berliner Buchhandels, sowohl was den Umfang des Berliner Sortiments- und Antiquariats-Buchhandels, wie die mächtige Entwickelung des Verlagsbuchhandels betrifft, geben zu können. Es ist dem Berliner Buchhandel der Vorwurf gemacht, daß er den Aeltesten der Kaufmannschaft einen eingehenden Bericht über Lage und Entwickelung des Berliner Buch handels nicht gegeben habe. Der Berliner Buchhandel wird vertreten durch den Vorstand der Korporation der Berliner Buchhändler. Als die Anfrage des Aeltesten-Kollegiums an die Korporation gelangte, ist der Vorstand wiederholt in ernste Erwägungen getreten, ob es möglich sei, eine gewissen hafte Auskunft zu geben; das Ergebnis war, daß er diese Frage verneinen zu müssen glaubte. In einer kleinen oder mittleren Stadt, in der sich nur wenige buchhändlerische Firmen befinden, mag es sich er möglichen lassen, durch Umfrage bei den Kollegen zu er mitteln, ob sie mit dem Geschäftsgänge des abgelaufenen Jahres zufrieden gewesen sind oder nicht, welche Kategorieen von Büchern eine besonders freundliche Aufnahme seitens des Publikums gefunden haben u. s. w. In der Reichshaupt stadt, in der sich nach dem 1899 er »Hilfsbuch für den Berliner Buchhandel« 752 buchhändlerische Firmen befinden, verbietet sich eine derartige Umfrage von selbst. Wohl ist wiederholt in Erwägung gezogen worden, Fragebogen auszuarbeiten und an alle Firmen zu versenden, weil es von sehr großem Interesse wäre, eine Reihe von Einzelfragen zuverlässig beantwortet zu sehen, z. B. über den Gesamtumsatz des Berliner Sortiments, wie des Berliner Ver lages, über die Ausgaben für Miete, Gehälter und sonstige Geschäftsspesen, wieviel die Berliner Verleger für Honorar, Druck, Papier und Buchbinderarbeiten ausgeben u. s. w. Indessen einerseits die Ueberzeugung, daß viele Kollegen eine solche Anfrage als unberechtiges Eindringen in ihre Geschäftsverhältnisse auffassen und zurückweisen würden, ander seits die Gewißheit, daß derartige statistische Ermittelungen eine große Arbeit erfordern, die ohne zwingenden Grund nicht auferlegt werden darf, haben den Korporationsvorstand stets bestimmt, von der Versendung solcher Fragebogen Abstand zu nehmen und dem Aeltesten - Kollegium der Berliner Kaufmannschaft lieber ein zahlenmäßiges Bild über die Entwickelung der Berliner Bestellanstalt zu geben, aus dem der denkende Leser gewisse Rückschlüsse auf die Ent wickelung des Berliner Buchhandels selbst unschwer ziehen kann. Allgemeine Redensarten vom Stapel zu lassen über Ueberproduktion und übergroße Konkurrenz, über unbillige Rabattansprüche seitens des Publikums und ungenügenden Verdienst, über das Bazar-Unwesen u. dergl., hat der Vorstand der Korporation unter seiner Würde gehalten. 12M
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