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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.06.1891
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1891-06-10
- Erscheinungsdatum
- 10.06.1891
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- Deutsch
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3378 Nichtamtlicher Teil. AZ 131, 10. Juni 1891. daß für diese der hübsche Katalog ein vorzüglich wirksames Vertriebs mittel abgeben wird. Neue Bücher, Zeitschriften, Gclegenheitsschriften, Kata- Hiuricks' küoHLbrixsr Lüeber - flalalox. VIII Laoä. 1886—1890. 8 "^1 3^88^Nru9 Monatsschrift für Buchbinderei und verwandte Gewerbe Schrift- lcitung von Paul Adam. 1891. 5. Heft. Berlin, Friedrich Pfeilstücker. Inhalt: Preisausschreiben der Monatsschrift für Buchbinderei — Die soziale Notlage des Handwerkerstandes und ihre Ursachen. Von E. Voges. — Ueber Bücherzeichcn. Von Prof Ad M. Hilde brandt. (Mit 2 Abbildungen.) — Die Kunst des Blinddruckes, der Handvergoldung und Ledermosaik. <Mit 6 Abbildungen.) — Die schraffierten Stempel. (Mit 5 Abbildungen) — Anlage einer Vorlagcnsammlung billigster Art. — Licht im Arbcitsraum. Unterricht. — Kleine Mitteilungen: Unsere Signaturen. Die bedeutendste Buchbinderei Stockholms. — Herr und Narr. — Bücherschau: Die Wappen der Buchgewerbe. Falsches Geld. — Der Reichsanzeigcr bringt folgende Bekannt machung: In neuerer Zeit sind falsche Reichskassenscheine, und zwar in Stücken zu fünfzig und fünf Mark, zum Vorscheine gekommen und angehalten worden. Wir sichern demjenigen, welcher einen Verfertiger oder wissentlichen Verbreiter solcher Falschstückc zuerst ermittelt und der Polizei- oder Gerichtsbehörde dergestalt nachweist, daß der Verbrecher zur Untersuchung und Strafe gezogen werden kann, eine nach Umständen 2. Juni 1891. Reichsschulden-Verwaltung. Sydow. Neue Gründung — Eine buchhändlcrische Aktiengesellschaft mit sehr umfassendem Programm ist am 6. d. M. unter der Firma Heinc- mann L Ba testier Limited in Leipzig, Zweigniederlassung der Direktoren sind die Herren William Henry Heincmann, Wolcott Balestier, beide Vcrlagsbuchhändler in London, und Bram Stöcker Rechtsanwalt in London. Eine neue Schnellpresse. — Ueber die Leistungen einer zum Druck des -Ncw-2)ork Herald- verwendeten neuen Schnellpresse geht folgende Mitteilung durch die Tagespresse: -Ncunzigtausend sechsseitige Hcralds in der Stunde! Mit diesen Worten kündigt Gordon Bennetts New-Jork Herald in seiner 40 Seiten zählenden Nummer vom 10. Mai an, daß die neue sechsfach wirkende Schnellpresse von R Hoe L Co. in New-Dork ihre Thätigkeit begonnen hat. Ncunzigtausend Zeitungen im Format 80 zu 58 cm pro Stunde! Man muß der Phantasie durch Vergleiche zu Hilfe kommen, um sich ein richtiges Bild von einer so unerhörten Leistung zu machen. 90 000 in der Stunde bedeutet 1500 in der Minute und 25 in der Sekunde, das heißt, die Presse wirft 25 bedruckte, geschnittene, gefalzte und gezählte Herolds in einem Zeitraum aus, der dem Menschen kaum genügt, um bis 3 zu zählen. Wenn man auf eine Heraldspalte 1800 Wörter durchschnittlich rechnet, enthält ein Blatt von 6 Seiten zu 6 Spalten jedesmal 1 620 000 Wörter; überdies ist jede Nummer mit zahlreichen Abbildungen zum Teil ganz subtiler Art (wie z. B. in der obenerwähnten die neue Presse und ihre Vorgängerinnen) ausgestattet, und von allen diesen Dingen nimmt die Maschine einen deutlichen Ab druck schneller, als man den Gedanken denken kann. Den besten Begriff von der Bedeutung jener Zahlen gicbt vielleicht die Berechnung, daß die drei Papierrollen, welche das Ungeheuer gleich zeitig speisen, in der Stunde 52 Meilen oder 84000 Meter Papier von 80 Ccntimenter Breite liefern müssen. Die fertigen Zeitungen kommen an zwei Stellen zugleich aus der Maschine und werden auf sinnreiche Art zu je 50 Stück abgetcilt, indem ein Finger jede fünfzigste etwas weiter vorschicbt und dadurch in dem regelmäßig aufgeschichtetcn Haufen kenntlich macht. Was die neue Presse von ihren letzten Vorgängerinnen hauptsächlich unterscheidet, ist die dreifache Speisung von je einer Rolle an den beiden Enden und in der Mitte; die letztere liefert, wenn 6 Seiten gedruckt werden, den Stoff zu dem -Supplement-, d. h. dem halben Bogen, der in den ganzen eingelegt und festgeklcbt wird. Erstaun lich ist der Fortschritt in der Zeitungsdruckcrci seit den Tagen der Hand presse gegen die ersten mechanischen Fachpressen und die ältesten Rotations maschinen bis heute, und der -Herald- hat wohl recht, wenn er meint Gutenberg würde, könnte er diese Fruche seiner Erfindung sehen, sie für ein Werk des Teufels halten- onntagsruhe. — Die in Dortmund erscheinende -Tremonia- enthält eine auffallende Mitteilung, die vielleicht weniger als der opfer freudige, selbstlose Entschloß der Unterzeichner gefeiert werden sollte, als vielmehr als die dringend notwendige und eigentlich selbstverständliche Abstellung eines bedenklichen Mißstandes zu betrachten ist, von der sehr bedauert werden muß, daß sie sich nur auf drei Monate erstrecken soll. — In Leipzig, wo es in allen Handelszweigen gewiß nicht weniger zu thun gicbt als in Dortmund, wo ebenso wie dort eine zahlreiche Arbciter- bevölkcrung auf den Sonntag zum Einkauf ihrer Bedürfnisse angewiesen ist, ist es infolge einer streng durchgeführtcn Polizciordnung nicht möglich, den geringsten Gegenstand, der nicht zur Gattung der Nahrungs- und Genußmiitel gehört, außer der Messe an einem Sonn- oder Feiertage zu kaufen oder an solchen Tagen in geschlossenen Kontoren oder Werkstätten ohne besondere und keineswegs leicht zu erlangende obrigkeitliche Er laubnis arbeiten zu lassen. Man hat sich hieran seit langen Jahren vortrefflich gewöhnt. — Die Mitteilung der -Tremonia- lautet: -Dortmund, 6. Juni. Wie unsere Leser aus dem Inseraten teil der heutigen Nummer ersehen, haben sich hiesige Buch- und Papierhandlungen darin geeinigt, daß dieselben in den Monaten Juni bis August einschließlich Sonntags von 1 Uhr an die Geschäfte schließen. Man sicht, auch hier rührt cs sich, und man wartet nicht ab. bis von oben herab der Befehl kommt, den Angestellten die ihnen gebührende Sonntagsruhe zu gewähren. Wir hoffen, daß sich obigem Entschluß recht bald noch andere Geschäftszweige anschließen.- Das hier erwähnte Inserat hat folgenden Wortlaut: -Laut Vereinbarung bleiben unsere Geschäfte vorläufig für die Mo nate Juni, Juli und August Sonntags von 1 Uhr nachmittags ab geschlossen. Ww. A. Baccker. W. Borgmann. W. Crüwcll'schc Buchhandlung ^ (Hugo Dreist).^ ^ Joh. Gelhard. Köppcn'schc Buchhandlung (Otto Uhlig). C. L. Krüger. Gcbr Lensing. Ed. Mcnde, Achreibmatcrialicnhdlg. Hcrm. Meyer. Hermann Paaschc. Heinrich Ruhfus. Aug. Stolle. Wilh. Vogt - Washington erscheinende -LveoinA 8tar- bringt folgende Mitteilung' -Stanley erhielt von den Verlegern (Scribncr) für sein neuestes Werk -Varlre8t ^kriea- 50 000 Dollars bar, bevor er noch eine einzige Zeile geschrieben hatte. Vor kurzem, nach Eingang sämtlicher Sub skriptionslisten und nach Deckung des erforderlichen Bedarfs, fand eine weitere Abrechnung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt statt. Es wurden an Stanley abermals 50 000 Dollars gezahlt. Kontraktlich hat er, unabhängig von den zuerst gezahlten 50 000 Dollars, 50 Cents von jedem abgcsetztcn Exemplare zu beanspruchen; der Absatz betrüge also bis dato rund 100 000 Exemplare. Das Werk wurde je nach den Einbänden für 7,50 bis 13 Dollars, im Durchschnitt für 8,5" Dollars verkauft, die ersten 100 000 Exemplare brachten also einen Erlös von 850 000 Dollars. Nach Abzug der an Stanley gezahlten 100 060 Dollars und der hohen Provision an die Agenten und Reisenden, welche 500/„ vom Ladenpreis beträgt, verbleibt den Verlegern ein reiner Gewinn von mindestens 150 000 Dollars.- Ruprecht.- Etwa ein Bogen kl. 8°. 15 no. bar. (Verlag von Bandenhoeck L Ruprecht in Göttingen.) Persoiial»achrichtt». Hoftitel. — Seine König!. Hoheit der Großherzog Adolf von Luxemburg hat den Buchhändler Herrn Adolf Rcubkc (Inhaber der Firma Jurany L Hensel's Nachfolger) zu Wiesbaden zu seinem Hof lieferanten ernannt. G c st o r b e n: am 2. Juni, auf seiner Besitzung Grandval bei Sucy-en-Brie, unerwartet von einem Schlaganfall hinweggcnommen, Herr Emile Tcmplier, der älteste Teilhaber des Welthauses Hachctte L Cie. in Paris, an dessen Leitung er seit dem März 1849 als Gesellschafter beteiligt war.
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