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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.02.1898
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1898-02-19
- Erscheinungsdatum
- 19.02.1898
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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pflichtet, den sogenannten gesperrten Firmen den Verlag derjenigen Verleger nicht zu liefern, die ihrerseits sich der Sperre angeschlossen haben.- Einmal ist es mir fraglich, ob in der Hitze des Gefechts im Barsortiment die verschiedenen Wünsche der Verleger immer eingehalten werden können, das eigentlich Wesentliche ist aber, daß es dem Verleger durch den Zwischenhändler unmöglich gemacht wird, die noch nicht -gesperrten- Strohmänner heranszufinden. Auf die andere Seite des Blattes, das ich dem Album des noch immer Barsortiment-liebenden Sortimenters widme, gehört folgende Blüte aus der Katalog-Rundschau des Börsenblattes vom 4. Dezember 1897: -Wenn ein junger Buchhändler die in den Barsortiments- Katalogen aufgenommenen Titel kennt, so genügen seine Litte- raturkenntnisse selbst für das lebhafteste Sortiment, und getrosten Mutes darf er sich mit Aussicht auf eine gute Censur in -Bücher- kundc- prüfen lassen.- O armer Perthes, laß dein und deiner edlen Genossen hohe Bilder im großen Saale des Buchhändlerhauses umdrehen, damit ihr das Banausentum der Epigonen nicht seht! Und du, Sorti menter, bedenke, in dieser Bücherkunde thut jedes Ladenmädchen es dir bald gleich, wenn es nur lesen kann. Leistest du nicht mehr, so wirst du überflüssig, und keine Macht der Welt wird dich dann halten, da du es nicht verdienen wirst. Wie aussichtslos wird dir aber auch bei gutem Willen der Kampf werden, wenn immer mehr mit dem herrlichen, bequemen Bar sortimentskatalog bewaffnete Ladenmädchen großer Geschäfte und kleiner Händler skrupellos schleudern und der Verleger nach Verlust jeder Kontrolle dich nicht schützen kann! Göttingen. Ur. W. Ruprecht. Bemerkung der Redaktion. — Auf den in Obigem gegen das Börsenblatt gerichteten Vorwurf des Herrn vr. Ruprecht haben wir zunächst zu bemerken, daß Herr Or. Ruprecht das Citat aus der -Katalog-Rundschau- vom 4. Dezember v. I. nicht wörtlich bringt, wodurch auch der Sinn eine nicht gewollte Verallgemeinerung erfährt. Es heißt im Börsenblatt (1897 Nr. 282, S. 9146, Sp. 2), nachdem eben von den zwei Teilen des Koehler'schen Lager verzeichnisses die Rede gewesen ist: -Wenn ein junger Buchhändler die im Koehler'schen Kata loge aufgenommenen Titel kennt- re Nun kennt wohl jeder Buchhändler die, alle Gebiete umfassende große Reichhaltigkeit gerade des Koehler'schen Kataloges, und wir legen deshalb einigen Wert darauf, daß das Citat im richtigen Wortlaut gegeben und unsere Bemerkung nicht zum Zwecke eines Beweises von Oberflächlichkeit willkürlich geändert und verallge meinert werde. Das Wort -Litteraturkenntnisse- hätte freilich besser durch -Sortimentskenntnisse- ersetzt werden sollen. Aus dem Sinne geht aber hervor, daß nichts anderes gemeint sein konnte. Denn -Bücherkunde- bedeutet in Anwendung aus uns Buchhändler eben nur -Sortimentskenntnisse-, nichts anderes. Daß der junge, wie der alte Buchhändler einen gewissen Teil der Litteratur auch seinem Inhalte nach kennen soll, diese For derung ist uns ebenso bekannt und selbstverständlich, wie Herrn vr. Ruprecht. Aber von einem sehr viel größeren Teile der Litteratur, namentlich dem rein wissenschaftlichen und technisch praktischen, dessen Kenntnis doch auch zur -Bücherkunde- gehört, wird selbst Herr vr. Ruprecht keine andere Kenntnis des Inhalts haben und verlangen, als höchstens eine sehr allgenieine, die man dem Urteile anderer, der Kenntnis von der Bedeutung des Autors, den Mitteilungen der Cirkulare und der Blätter, dem Ladengespräch rc. rc. entnimmt. Jedenfalls darf derjenige junge Buchhändler sich gratu lieren, der in der Kunde des in den Koehler'schen (und auch Volck- mar'schen) Barsortimentskatalogen verzeichneten Bücherschatzes so gut beschlagen ist, daß er jedes einzelne Buch daraus nach Titel, Verleger, ungefährem Preis rc. in seinem Gedächtnis festgelegt hat. Wer aber diese Kenntnis sein eigen nennt, von dem darf wohl angenommen werden, daß er überhaupt für die Litteratur Interesse hat und auch ein übliches Maß von eigentlicher sogenannter Lit- teraturkenntnis besitzt, so daß er nicht Gefahr läuft, im Buchhandel als -banausischer Epigone- des seligen Perthes angesehen zu werden. Anzeigeblatt. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen ' Killlraguvgerl in das Handelsregister. Mitgeteilt von der Geschäftsstelle des Börsenvereins. Berlin, den 7. Februar 1898. Deutsche Uhrmacher-Zeitung Carl Marfels G. m. b. H. Gegenstand des Unter nehmens ist der Betrieb des bis her von Herrn Carl Marfels unter der Firma „Deutsche Uhrmacher- Zeitung Carl Marfels" geführten Verlagsgeschäfts. Das Stammkapital beträgt 180000 ^. Zum Geschäfts führer wurde Carl Marfels bestellt. — den 9. Februar 1898. Neue photo graphische Gesellschaft mit beschr. Haftung. Zum zweiten Geschäfts- führer wurde Hermann Stein er- nannt; doch darf derselbe die Firma nur in Gemeinschaft mit einem Prokuristen zeichnen, während der bisherige alleinige Geschäftsführer Arthur Schwarz für sich allein die Gesellschaft vertreten und die Firma zeichnen darf. Aug. Thümecke Nchs. G. m. b. H. Die Vollmacht des Geschäftsführers Johann Gustav Sallis ist beendigt und wurde Johann Wilhelm Kuske zum Geschäftsführer bestellt. -- Verlag der „Lose Blätter" G. m. b.H. Das Stammkapital beträgt 60000^. Geschäftsführer ist Richard Wendland. — den 10. Februar 1898. Verlag des All gemeinen Deutschen Sprachvereins Jähns und Ernst. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Das Geschäft ist auf Ferdinand Berggold übergegangen. der es unter der Firma Verlag des Allgemeinen deutschen Sprach vereins F. Berggold fortsetzt, erlin, den 10. Februar 1898. I. Gnaden feld L Co. in Schöneberg. Die Pro kura der Hermine Simon, geb Gnadenfeld wurde eingetragen. - — Jean Boussod, Manzi, Joyant L Cie. zu Paris und Zweigniederlassung in Berlin. Gesellschafter sind: Alexandre Cüme Jean Boussod, Michel Pascal Manzi und Edouard Louis Maurice Joyant. - den 12. Februar 1898. I. A. Wohl- gemuth's Verlagsbuchhandlung Max Herbig. Die Firma ist gelöscht. Frankfurt a. M., den 18. Januar 1898. Emil Apelt. Inhaber der Firma ist Emil Apelt. Köln, den 26. Januar 1898. Westdeutscher Buch- und Musik-Verlag I. H. Wall fisch. JnhaberderFirmaistJohannes Hermann Wallfisch. Leipzig, den 14. Februar 1898. Carl Aug. Dittrich. Als Mitinhaber der Firma ist Hermann Robert Steuernagel eingetragen. Minden, den 11. Februar 1898. Wilhelm Köhler. In das der Witwe Fried rich Wilhelm Ludwig Köhler, Ka- thinka geb. Freier gehörige Geschäft ist Wilhelm Köhler als Gesell schafter eingetreten und damit die ihm erteilte Prokura erloschen. Zur Vertretung der Firma ist nur Wil helm Köhler befugt. Mühlhausen, Thür., den 3. Februar 1898. G.'Danner's Sortiments-, Verlags und Theaterbuchhandlung. Die Firma ist gelöscht worden. G. Danner's Verlags- und Theater buchhandlung. Inhaber der Firma ist Eugen Klatt. Dem Ludwig Stöbener ist Prokura erteilt. Mühlhausen, Thür , den 3. Februar 1898 Carl Scholz, vormals G. Danner's Sortimentsbuchhandlung. Inhaber der Firma ist Carl Scholz. Offenbach, den 31. Januar 1898. Hessische Druckerei und Verlags-Anstalt Hir sche! L Wolfs. Inhaber sind Karl Otto Hirsche! und Adolph Wolfs. Rössel, den 5. Februar 1898. C. Schlutius. Inhaber der Firma ist Carl Herr mann Ferdinand Schlutius. Traunstein, den 7. Februar 1898. A. Gensperger in Rosenheim. Inhaber der Firma ist Alois Gensperger. Wien, den 8. Februar 1898. Rudolf C. Lindner. Inhaber der Firma ist Rudolf Carl Lindner. (Wallner- straße 1.) s8817j Mit dem heutigen Tage eröffnet« ich auf dem hiesigen Platze eine Verlagsbuch handlung unter der Firma K. K- Wolf und übertrug Herrn Bernhard Hermann in Leipzig meine Kommission. Ueber meine geschäftlichen Unterneh mungen werde ich in nächster Zeit Kenntnis geben; vorläufig mache ich aus den in dieser Nummererschienenen„Ausruf an die öster reichischen Buchhändler" aufmerksam. Hochachtungsvoll Paris, 6 Rus äs Vsrvsml, am IS. Februar 1898. H. C. Wolf, Verlagsbuchhandlung. Dringend s6170j bitte ich, alle Bestellungen an meinen Verlag nur nach Leipzig an Herrn H. Haessel zu richten, nicht nach hier, wo ich kein Lager halte; das steht zwar deutlich genug im Adreßbuch, aber leider oft erfolglos! Wilhelm Violet in Dresden.
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