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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.12.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-12-21
- Erscheinungsdatum
- 21.12.1896
- Sprache
- Deutsch
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^/Ein neues Geschichtswerk. — Das -Atbouusuw- berichtet über einen Plan der Universität Cambridge, eine Ge schichte der modernen Zeit von der Renaissance an bis zur Gegenwart unter der Leitung ihres Professors der Geschichte Lord Acton herauszugeben. Das Werk soll zwölf Bände zu je etwa 700 Seiten umfassen. Der erste, die Renaissance behandelnde Band wird voraussichtlich im Oktober 1899 fertiggestellt werden können. Darauf wird man versuchen, in jedem folgenden Jahre zwei Bände zu veröffentlichen. Die ersten englischen und amerikanischen Geschichts forscher werden eingeladen, sich an dem Werke zu beteiligen, so daß jeder Teil von einem Gelehrten behandelt wird, der über die betreffende Periode Spezialstudien gemacht hat. Bisher haben ihre Mitwirkung zugesagt: Bischof Creighton, Professor Gardner, Professor Laughton, Lord Wolseley, Lecky, Sir Alsred Lyall, Professor Douglas, Professor Jebb, Fred Harrison, Sir F. Pollock, John Morley. Adreßbuch von Berlin. — Das Adreßbuch für Berlin und Vororte, Jahrgang 1897 (Verlag von August Scherl), ist soeben zur Ausgabe gelangt. Der neue Jahrgang zeichnet sich durch eine größere Reichhaltigkeit des Inhalts, sowie durch eine Reihe wesentlicher Neueinrichtungen aus. Die Ein wohner der sämtlichen 25 Vororte, die das Adreßbuch ausge nommen hat, sind zum erstenmal dem Einwohnernachweis von Berlin einverleibt, so daß in diesem Teile nicht nur die Einwohnev der Reichshauptsladt selbst, sondern auch die Einwohner der sämtlichen Vororte aufgefunden werden. Den Adressen der Vorortsbewohner, deren Wohnung politisch und postalisch zu ver schiedenen Gemeinden zählt, ist die Angabe der postalischen Bestell bezirke hinzugefügt. Neu eingerichtet ist bei jedem einzelnen der Vororte ein vollständiger Handels-und Gewerbeteil, der die Handel- und Gewerbetreibenden der Vororte in derselben übersichtlichen Anordnung und Vollständigkeit aufführt, wie dies für die Berliner Handel- und Gewerbetreibenden in dem entsprechenden Teil von Berlin der Fall ist. Das Sachregister ist wesentlich vervollständigt und dem die Vereine behandelnden Abschnitt ein besonderes alpha betisches Namenregister derselben beigefügt. Im Interesse einer größeren Deutlichkeit des Drucks sind in dem neuen Jahrgang die Namen des Einwohnerteils in fetter Schrift gedruckt und die handelsgerichtlich eingetragenen Firmen durch fetten lateinischen Druck kenntlich gemacht. Als Beilage dient der praktische Ma- raunsche Verkehrsplan von Berlin und seinen Vororten. Die ein bändige Ausgabe wird Vorbestellern zum Preise von 6 .^, die elegant gebundene zweibändige zum Preise von 8 abgegeben; für nicht vorbestellle Exemplare erhöht sich der Preis um 2 >6. Das Adreßbuch ist in der Hauptcxpedition des -Berliner Lokal- Anzeigers-, Zimmerstraße 40/41, zu haben. Gutenbergfeier in Mainz. — Ucber die geplante Feier des fünfhundertsten Geburtstags Gutenbcrgs wird der Allgemeinen Zeitung solgendes aus Mainz geschrieben: Am 10. d. Nits, haben Oberbürgermeister I)r. Gaßner und der Vorstand des Journatisten- und Schriflstelleroereins eine Besprechung über die geplante Gutenbergseier abgehalten. Man beschloß, eine große inter nationale Feier am 24. Juni und den folgenden Tagen des Jahres 1900 zu veranstalten. Die Hauptfeier soll einen akademi schen Charakter tragen und ein Volkssest im Gesolge haben. Delislc (Paris), v. Hase (Leipzig) u. a. haben sich ebenfalls in obigem Sinne ausgesprochen und empfehlen gleichzeitig zum dauern den Andenken an Gutenberg die Gründung einer -Äutenberg- Gescllschast- mit dem Sitz in Mainz, die die Errichtung eines Gulenberg-Museums oder die Herausgabe bedeutender Werke über Gutenberg und die Buchdruckerkunst im allgemeinen bewirken soll.! vr. Gaßner wird sich jetzt mit Leipzig, als dem Hauptsitz des deutschen Buchhandels, in Verbindung setzen und dann an die Vor bereitungen gehen. Personalnachrichten. Achtzigster Geburtstag. — Seinen achtzigsten Geburts tag beging am 16. d. M. d. k. preußische Oberst z. D. Heinrich von Löbell in Pankow bei Berlin, der Begründer und langjährige Herausgeber der »Jahrbücher für die deutsche Armee und Marine- und der -Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte tm Militärwesen-, bis 1888 auch Redakteur des -Militär-Wochenblattes- und der -Militär-Literatur-Zeitung-. Gestorben: am 24. November zu Johannisberg infolge eines Schlaganfalls Herr Johann Klein senior, der Mitbegründer der Druck maschinenfabrik Klein, Forst L Bohn Nachfolger zu Johannis berg, jetzt zu Geisenheim a/Rh. Er wurde im Jahre 1819 zu Johannisberg als Sohn eines Schmiedemeisters geboren und erlernte nach einer dürftigen Schulbildung das Schlosser handwerk. Auf der Wanderschaft hatte er in Wien Ge legenheit, in Schnellpressenfabriken zu arbeiten und sich gleichzeitig theoretisch in seinem Berufe auszubilden, so daß cs ihm möglich war, als er im Jahre 1846 in die Heimat zurückkehrte, in gemeinschaftlicher Arbeit mit seinem Freunde und Landsmann Forst, einem Wiener Arbeits- gcnossen, in der Schmiede des Vaters seine erste Druckpresse zu bauen, die freilich nur mit den dürftigsten Werkzeugen hergestellt werden konnte und hierzu ein ganzes Jahr Zeit erforderte. Sie fand indes schnell einen Käufer in dem Buchdruckereibesitzer Schellenberg in Wiesbaden und ist bei dessen Nachfolgern heute noch in Gebrauch. Das war der be scheidene Ansang eines heule zu gewaltiger Bedeutung ge langten Fabrikbetriebes, der im September d. I. noch unter der lebhaften und dankbaren Mitwirkung des rüstigen alten Herrn den Ehrentag seines fünfzigjährigen Bestehens feiern konnte. am 16. Dezember in Baden-Baden der Musikschriftsteller Richard Pohl. Er war 1826 in Leipzig geboren, studierte aus den polytechnischen Schulen in Chemnitz und Karls ruhe Mathematik und Mechanik, dann in Güttingen und Leipzig Philosophie und widmete sich zugleich ernsten Musikstudien. Nach kurzer Lehrtätigkeit in Graz ließ er sich 1852 in Dresden nieder, wirkte, durch Liszt angezogcn, 1854 —1868 in Weimar und lebte seitdem in Baden-Baden, wo er das -Badeblatt- redigierte. Als Musikkritiker schrieb er teilweise unter dem Namen -Hoplit». Er veröffentlichte -Akustische Briefe für Musiker und Musikfreunde- (Leipzig 1858); em Lustspiel: -Musikalische Leiden- (1856); -Gedichte» (2. Ausl. Baden-Baden 1888); -Baireuther Erinnerungen- (Leipzig 1877j; -Autobiographisches- (Leipzig 1881); -Richard Wagner« (in Waldersee's Musikalischen Vorträgen, Leipzig 1883); -Richard Wagner, Studien und Kritiken« (Leipzig 1888); «Franz Liszt» (Leipzig 1883); -Hektar Berlioz- (Leipzig 1884) ; -Die Hühenzüge der musikalischen Entwickelung- (Leipzig 1888). Daneben schrieb er (1860) die verbindenden Texte zu E chumanns -Manfred- und Liszts -Prometheus». 1856— 1860 gab er mit Brendel in Weimar die Monatsschrift -An regungen für Kunst und Wissenschaft- heraus; 1864 brachte er auch eine Uebersetzung von Berlioz' Gesammelten Schriften (4 Bde. Leipzig). Anzeigeblatt. Gerichtliche Lekannlmachrmgech Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Ver mögen der zum Betriebe einer Buchdruckerei zwischen dem Buchdruckereibesitzer Bruno Max Hoffman» und dem Or. zur. Reinhold Hoffniaiin unter der Firma: Max Hoff man» in Leipzig-Reudnitz bestehenden Han delsgesellschaft wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Leipzig, den 15. Dezember 1896. Königliches Amtsgericht, Abt. II'. Bekannt gemacht durch den Gerichtsschreiber Sekr. Beck. Bekanntmachung. In dem Konkursverfahren über das Ver mögen des Buchdruckereibesitzers Bruno Max Hoffmann, Inhabers einer Buch- druckerci und buchhündlerischen Vcrlagsgc- geschästs unter der Firma Max Hoffmann in Leipzig, soll die Schlußverteilung vorge nommen werden. Bei derselben sind 144 .«ß 98 bevor rechtigte und 16 786 ^ 29 H nicht bevor rechtigte Forderungen zu berücksichtigen. Der verfügbare Massebestand beträgt 283 ^ 73 H. Leipzig, den 17. Dezember 1896. Rechtsanwalt Zieger, Konkursverwalter. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. s5690?j Kolberg-Münde, Dezember 1896. Die Buchhandlung, Buchdruckerei und Buchbinderei von Herrn F. I. Greven hier habe ich ohne Aktiva und Passiva erworben, und werde sie unter meiner Firma sortführen. Meine Vertretung hat Herr R. Streller in Leipzig übernommen. Marx, hebr. Elementarbuch I. bitte wieder von mir zu verlangen. Paul Raschdorff.
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