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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.12.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-12-05
- Erscheinungsdatum
- 05.12.1896
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18961205
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Und nun wende ich mich an die Herren Verleger mit der Frage: Haben Sie denn nicht auch schon derartige Erfahrungen gemacht? Glauben Sie nicht, daß der oder die Sortimenter einer Stadt, in der Sie die Buchbinder, Papierhandlungen rc. von dem Verkauf Ihrer Schulbücher ausschließen, sich in ganz anderer Weise für Ihre übrigen Verlagswerke interessieren würden und sich für Ihr Entgegenkommen erkenntlich zeigen würden? Glauben Sie nicht, daß hingegen im entgegengesetzten Falle die betreffenden Sortimenter von einer gewissen Erbitterung gegen diese Verleger ergriffen werden? Geschädigt werden Sie dadurch in keiner Weise, da der Absatz der Schulbücher in einer Stadt doch immer ein begrenzter, genau der Schülerzahl entsprechender ist. Daß es auch schon anderwärts gelungen ist, dieses Prinzip durchzusühren, beweisen die Schulbücher-Verleger in Anhalt, die an -Buchbinder-Buchhändler- in den Städten Anhalts überhaupt nicht, an Buchbinder kleiner Orte, wo sich kein Buchhändler be findet, nur mit 16«/g°o liefern. Was in Anhalt zu erreichen war, würde auch im weiteren Vaterlande möglich sein, wenn die größeren Schulbücher-Verleger genau so handelten. Daß dies natürlich gewissen Kommissionären in Leipzig nicht angenehm wäre, liegt klar auf der Hand. Ich würde mich freuen, wenn diese Zeilen dazu beitragen würden, die gerügten Mißstände wenigstens einigermaßen zu be seitigen und dem Sortimentsbuchhandel die Stellung wieder ein zubringen, die ihm von Rechts wegen gebührt. Kattowitz. Carl Siwinna xpa. G. Siwinna. Berichtigung. Der von Herrn Siwinna in das Börsenblatt gebrachte Ausdruck -Streller-Zöglinge- ist historisch falsch, denn die angezogenen Firmeninhaber haben nicht bei mir, sondern bei R. Giegler sov. ihre Schule absolviert. Zur Steuer der Wahrheit muß noch hin zugefügt werden, daß Letztgenanntem die Ehre gebührt, die befehdete Richtung begründet zu haben, etwa so, wie L. Zander als der Vater der Barsortimente zu betrachten ist. Auf den weiteren Inhalt des Artikels einzugehen, muß ich mir leider heute wegen Zeitmangels versagen, denn noch sind nicht alle Klienten mit Kommissionssendungen für Weihnachten versorgt. Ich habe übrigens auch zu verschiedenen Zeiten über die neuen Ansichten deS Herrn Carl Siwinna im Börsenblatt Aufsätze ge bracht, so z. B. in Nr. 228 vom I. Oktober 1883, also zu einer Zeit, wo Herr Carl Siwinna für den Buchhandel vermutlich noch zu jung war. Ich erwähne den Artikel deshalb, weil seine Nach wirkung darin bestand, daß verschiedene mir vordem feindlich ge sinnte Verleger mir warme Freunde wurden. Ich habe die Sache damals jedenfalls sehr hübsch gemacht. Also bitte nachzulesen. Leipzig. R. Streller. Zeitungsbuchhandel. Der Lehrer Julius Boß in Breslau betreibt bekanntlich seit längeren Jahren den Abzahlungsbuchhandel in der Form, daß er Subskriptionslisten auf Konversationslexika und andere größere Werke cirkulieren läßt, wobei auffallend ist, daß er diese mit Ori ginal-Unterschriften der Subskribenten versehenen Listen an In teressenten zu weiteren Eintragungen versendet, damit also das Beweismittel für eine erfolgte Bestellung aus der Hand giebt. Die Echtheit dieser Eintragungen ist denn auch mehrfach in Zweifel ge zogen worden, und daraus mag es zurückzuführen sein, daß er sich neuerdings eines anderen Absatzweges bedient und nach berühmten Mustern den sogenannten Zeitungsbuchhandel für seine Zwecke benutzt. Es liegt uns folgendes gedruckte Cirkular vor, das der Expedition eines schlesischen Blattes vor einigen Tagen zuge gangen ist: -Julius Boß -Breslau, Palmstraße 33, Schriftsteller, Telephon 334. Verlag der -Erziehungskunst- rc. -Löbliche Expedition! -Hierdurch erlaube ich mir, Ihnen bezüglich Insertion eine Geschäfts-Offerte ergebenst zu machen. Wenn Sie das end stehende Inserat als Füllinserat aufnehmen und einlaufende feste Bestellungen an mich übermitteln, so gewähre ich Ihnen für jedes von mir angenommene Abonnement fünfzehn Mark bar xsr Postanweisung. Diese 15 Mark sind teils zur Deckung der Annoncengebühren, teils auch als Honorar für gefällige Uebermittelung. Das Anerbieten, daß ich die Inse rate gleich bezahle und Bestellungen selbst zu übernehmen habe, muß ich zu meinem Bedauern ablehnen. Falls die löbliche Expedition meine Offerte annehmen sollte, so könnte das Inserat nicht nur jetzt in der günstigen Geschenkzeit vor Weihnachten, sondern auch, sobald Raum zum Füllinserat vorhanden, das ganze Jahr hindurch ausgenommen werden. Der Erfolg ist unausbleiblich, so daß die Annoncengebühren gedeckt und bei dem Betrage von sünszehn Mark für jedes Abonnement auch noch ein stattlicher Ueberschuß für gefällige Uebermittelung erzielt werden dürste. -Hochachtungsvoll »Im Falle der Ablehnung bitte ich m » eine» ExPeditionSbeamten mit der Julius Boß, lukrativen Angelegenheit zu betrauen. Schriftsteller. Breslau, Palmstr. 33, Telephon 234.« Vornehme Weihnachtsgeschenke von dauerndem W erthe. 1. Brockhaus' neuestes Konversations-Lexikon, neueste 14. Jubiläums-Auflage, 16 Bände L 10 Mk. oder 6 fl. ö. W. Gegen Monatsraten von nur 5 Mk., 3 fl., erfolgt frankirte Lieferung des kompletten Werkes, 16 Prachtbände. 2. Meyer's neuestes Konversations-Lexikon, neueste 5. Auflage, 17 Bände L 10 Mk. oder 6 fl. ü. W. Gegen Monatsraten von nur 3 Mk., 2 fl., erfolgt frankirte Lieferung der bereits erschienenen 13 Bände. Jeder Band der noch restlichen 4 wird gleich nach dem Erscheinen franko zugeschickt. 3. Brehm's Tierleben, neueste 3. Auslage, 10 Pracht bände L 15 Mk. oder 9 fl. ö. W. Frankirte Lieferung des kompletten Werkes gegen Monatsraten von nur 5 Mk., 3 fl 4. Die Klassiker-Collektion des bibliographischen Instituts in Leipzig, 80 Bände für 180 Mk. oder ca. 108 fl. ö. W. Sämmtliche 80 Bände werden gegen Monatsraten von nur 5 Mk., 3 fl., auf Einmal franko geliefert. Vierteljährliche und halbjährliche Raten zahlungen gestattet. Feste Bestellungen auf eins der vorstehenden 4 Prachtwerke, welche sich als aparte Geschenke vorzüglich eignen, werden von creditwürdigen Käufern, beispiels weise: besseren Beamten aller Categorien, Grund- und Hausbesitzern, selbständigen Kausleuten rc. rc. in der Expediton d Blattes (Zeitschrift rc.) zur Weiterbeförderung behufs prompter Effectuirung entgegen- genommcn. Unzüchtige Bücher. Der Versuch, unzüchtige Bücher und Bilder vom Auslande her beim deutschen Buchhandel anzubringen, ist vor einigen Jahren durch bereitwillig gewährte Hilfe der Reichsregierung erfolgreich abgewehrt worden. Dennoch wird cr neuerdings wieder gemacht. Von einer Reihe von Leipziger Buchhandlungen wurde der Re daktion d. Bl. in diesen Tagen ein ihnen soeben aus Budapest zugekommenes Kaufangebot mit Prospekt vorgelegt, worin un züchtige, in Deutschland verbotene Bücher angepriesen und teilweise auch inhaltlich beschrieben werden. Zum Teil sind es bekannte Schriften schmutzigsten Inhalts, Sachen, deren Ver kauf oder nur Führung im Lager dem deutschen Buchhändler Ge fahr bringen kann. Weder das Buchhändler-Cirkular noch der Prospekt ist unterzeichnet oder sonst mit einer Expeditions-Firma versehen, dafür liegt dem Angebot ein Briefumschlag für die Ant wort bei, der die gedruckte Aufschrift trägt: Nr. 8. ^.uts.1, Vsriag, Hovgris Luclnpsst kr. Lorlö 115.
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