273, 25 November 1890, Fertige Bücher, 6S45 148901) Das liornchmstc Prachtwcrl des dirsjälirigkn Meihliachtsmarktts dürste wohl Rernlimit Maniifellls Vom Rhein. Zwanzig Origiimlradmiiigen. n Zweite »erwehrte Äiiflage. II x Künstlerausgaöe. Größe der Radierungen 35X49 cm. Drucke auf achtem Japaupapier in Karton- pasjepartouts vertieft liegend. In neuer origineller Mappe aus Maler leinwand, Preis 45 ^ Rabatt 33'/-°/° bar und 7/6. sein. Das Mannseldsche Rheinwerk, wel ches mit den L neuen, überaus gelungenen Blättern nun als abgeschlossenes und um fassendes Rhein-Album vorlicgt, darf wohl den Anspruch erheben, alles, was bisher von Ansichten vom Rhein erschienen ist, an künstlerischem Werte, an Feinheit inne rer und äußerer Ausstattung zu über treffen, während die herrliche» Blätter an sich den Kenner und Kunstfreund als Meisterleistungen der Radierkunst ent zücken. Auch äußerlich präfenlirrt ßch das Uheinwcrk als opulentes prachtmerk, fällt gewichtig in die Hand und erscheint der Preis im llerhättnis zum Werte billig. Bei dem ausfallenden Mangel an künstlerisch Wertbollen Prachlwerkcn in diesem Jahre habe» alle Firmen, die sich das Werk anschasften, Crsolgc da mit erzielt. Nachbestellungen »nü Particbcziigc beweisen dies. Mn »euer Abdruck wurde bereits nötig 6!rös;cre Sortimente können dasselbe wohl nicht entbehren. Die Kritik äußert s'ch über Mmmseld^s Rheinwerk wie folgt. Professor <^. von Sonop in Berlin in seiner dem Künstler gewidmeten Monographie: „Kein Werk Mannfelds läßt den bedeutenden Einfluß der englischen Radierungen bei aller Selbständigkeit seiner Auffassung und Technik deutlicher erkennen als der Cyklus „Vom Rhein", rheinische Städte und Landschaftsbilder. — In diesen Blättern triumphiert seine leichte und schnellfertige Führung der Radiernadel. Tie leichten Partieen und Fernen sind zart hinge haucht, die Tiefen dagegen von weichem Schmelz, beide durch ruhig vermittelnde Uebcrgänge in Einklang gebracht." <Ä. Scharfer, der in Velhagen L Kla- sings illustrierten Monatsheften 1890 Dezember über die neu erschienenen Kunstwerke referiert, sagt: „Da ist zuerst Bernhard Mannfeld's Mappe „Vom Rhein" Zwanzig Originalradierungen dieses Meisters der Radiernadel, von denen wir das Titelblatt, Germaniadenkmal auf dem Niederwald und den Mäuseturm bei Bingen darstellend in verkleinertem Maßstabc als erste unserer Probe illustrationen wiedergeben. Diese bewunderns wert ausgeführten Blätter sind viel mehr als etwa nur selbst mit dem Maßstabe allervornehm- ster Kunst gemessene Rheinlandschaften. — Der ganze Zauber, den Sage, Geschichte und Poesie um den Rhein gesponnen haben, strömt uns aus der Stimmung, die der Künstler seinen Ra- O H'rofcffor Kriedrich Aechl, Kunst für Alle 1890, Dezember, sagt, nachdem er von dem trotzigen Ernste des Böhmerwaldks ge- prochen: Um so heiterer ist der schöne Band »Vom Rhein", auf dessen zwanzig Blättern uns Bernhard Mannfeld behaglich an Burgen, Ab teien und Städten vorbei von Mainz bis Köln treiben läßt, uns also jene herrlichen Strom ufer vorführt, die ihresgleichen nirgends in der Welt finden. In ihrer unermeßlichen Fülle des reizendsten architektonischen wie landschaftlichen Details sind sie für die Radiernadel wie ge schaffen, wenn es dieselbe versteht, uns noch mehr ahnen als sehen zu lassen und man darf dem Künstler das Zeugnis geben, daß er diese Vorteile voll auszunützen verstanden und uns mit einem Album beschenkt hat, das sich jeden falls dem Besten, was wir vom Rhein be sitzen, würdig anschlieht. _ kkk. Von den ersten „öxrcuvs ä'art- tüto" - Drucken sind noch 3 komplette Exemplare vorhanden, deren Preis auf 3Ü0 ord. (mit 33'/g"/g) erhöht wurde. Jedes Blatt dieser Ausgabe hat der Künstler eigenhändig unterzeichnet. Hochachtungsvoll Bonn, Weihnachten 1890. Emil Strauß Verlag. x x X