Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.10.1889
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1889-10-12
- Erscheinungsdatum
- 12.10.1889
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18891012
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-188910124
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18891012
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1889
- Monat1889-10
- Tag1889-10-12
- Monat1889-10
- Jahr1889
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
5218 Fertige Bücher. 239, 12. Oktober 1889. Peter Hobbing in Leipzig (38363) Die zahlreichen Bestellungen aus das kürz lich angezeigte kleinere Werk Cronaus ver anlassen mich, auch das größere: L„ll> ,ler Mliim. Geschichte, Wesen nnd Praxis der Wekt'cune, geschildert von WitöoLf Gvonair. Preis geheftet 5 gebunden (fest) 6 ^ wiederholt anzukündigen. Zur Charakteristik des originellen Buches setze ich einige Urteile (wörtliche Auszüge) hier her, deren über hundert, je nach der Tendenz der Blätter natürlich sehr verschieden lautend — vorliegen. Der Kunstwart schreibt in einer eigenen Abhandlung, betitelt: „Die Ziehmutter des Ruhmes": Aus fludolf Croium's Feder entfloß das „fluch der Ileklamc", das, in schlangenhaut artige Leinwand gebunden, mit gewaltigen Bildern und Probe-Anzeigen ausgestattet, nun allen billigen Wünschen genügen dürfte. Gelehrte, Künstler, Buchhändler, Kaufleute, Politik- und Zcitungs- menschen, Krieger, ja selbst Könige und Kaiser unterrichtet hier einer, der sowohl Theoretiker, als, wie seines Werkes Ausstattung bezeugt, auch Praktiker ist. Ghne Spaß: es ist manches sehr lustig und interessant zu lesen in diesem Buche. Ganz im Ernst auch: der Verfasser trifft häufig den Nagel auf den Kopf. Einigemale freilich schlägt er auch auf das zierlichste daneben, indem er den Nagel wo anders sieht, als da, wo er steckt: z. B., wenn er die Derwische, die sich in der Verzückung die Wange durchbohren, die SLulenheiligen und Asketen, die Zungen Indianer, die mit durchstochenen Muskeln sich zum Beweis ihrer Mannhaftigkeit aufbängen lassen, unter dem Gesichtspunkte der Reklame betrachtet, oder wen» er Böcklins wunderbares „Spiel der Wellen" nicht nur bespricht, sondern sogar nbbildet als ein Beispiel der Reklame. — Westdeutsches Gewcrbeblatt: Trotz der Tausende von Händen, welche heute sür Reklame arbeiten, und der Millionen von Mark, welche dafür ausgegebe» werden, besaßen wir bis jetzt über die Geschichte und das Wesen dieser Macht, welche seit den ältesten, uns denkbaren Zeiten über den Menschen regiert, kein Werk, das sich so eingehend mit derselbe» beschäftigt. Nach kurzer Erklärung von Bedeutung und Wert der Reklame schildert uns der Versasser in der ersten Abteilung in historischer Treue mit urwüchsigem Humor die Mittel derselben. In den folgenden 4 Abteilungen macht er uns mit Wahrheit und Dichtung aus den einzelnen Klassen der Mensch heit bekannt, wobei an Hand vorzüglich gewählter Beispiele mit unerbittlicher Satire unsere mensch lichen Schwächen gegeißelt werden. — Neueste Erfindungen (Wien,Hartleben): Es ist eine hochinteressante und unsere Zeit durchaus charakterisierende Publikation, die uns hier vorlicgt. Die Reklame, das amerikanische Schoß- und Lieblingskind, der deutsche Wechsel balg — hier haben wir das ewig geldsuchende Lied und seine Variationen. Selbstverständlich ist das Buch nicht in dem Sinne verfaßt, dem Reklamewesen Eingang und Verbreitung zu ver< chassen; der Zweck der Arbeit des Verfassers war vielmehr der, über den Begriff der Reklame klarstehende Ideen zu geben und zu lehren, das Echte und Wahre vom Falschen, Schwindelhaften zu unterscheiden. Das ganze Werk gliedert sich in fünf Abteilungen, wovon die erste die Mittel der Reklame, die zweite die Reklamen von Zau berern, Priestern und Wunderthätcrn, die dritte auch die Wahl- und politischen Agitationen, die vierte die Reklamen von allerlei Qucrköpscn und die fünfte jene von allerlei fahrenden Leuten und Leutchen enthält. Gewiß, das Werk ist in jeder Beziehung sehr lesenswert und namentlich die amerikanischen Verhältnisse erfahren eine ganz eigentümliche, aber charakteristische Beleuchtung. Wir möchten das beachtenswerte Werk den weitesten Kreisen empfehlen. sv. K.) Crefcldcr Zeitung: Von der äußeren Ge- sialtdes Buches ans den Inhalt übergehend, wollen wir zunächst nicht versäumen, darauf hinzuwciscn, daß der Verfasser nicht dem Leser nach dem Munde reden, sondern ihm Wahrheiten sagen will, und daß er daher »»gescheut überall die geheimen Fäden bloßlcgt, mit denen die Reklamehelden auf allen Gebieten des Lebens, der Berufe und Beschäf tigungen ihre Angelegenheiten lenken, und ebenso erbarmuugslos die schwindelhaften Ausschrei tungen der Reklame an den Pranger stellt und lächerlich macht. Es wird kaum einen Menschen geben — er müßte dann gerade ein Ausbund von Bescheidenheit und Selbstverleugnung sein —, der hier in dem Buch der Reklame nicht sein eigenes Bild gezeichnet fände oder wenig stens gelegentlich einen Wischer abbekäme. — Leipziger Tageblatt: So wird denn aus allen Gebieten menschlicher Thätigkcil dem Rc- klamwcscn scharf auf die Nähte gefühlt. Das Buch ist ebenso unterhaltend wie belehrend. Gar manchen werden die Augen über das und jenes tellergroß ausgehen. Den hoch inlcressanten Be trachtungen ist sortlauscnd ein nicht minder in teressanter, reicher Schatz von Illustrationen cin- gcfügt. Thurgauer Zeitung (als Beschluß einer langen Besprechung): Unser Schlußurteil geht nun dahin, daß das vorliegende Werk, soweit es seine logischen Schranken nicht überschreitet, so wohl in belehrender als unterhaltender Hinsicht vortrefflich genannt werden darf, daß cs aber in den künstlich aus Volksbildungswut hcrbci- gezogencn Kapiteln sehr oberflächlich ausgefallen ist. Darum raten wir dem Verfasser, bei einer zweiten Auflage, die wir ihm prophezeien und gönnen, die natioualdoktoraien und gartenlaube- liberalen Predigten wcgzulasscn, um dasür das Sachliche, welches sich hier mit dem Humo ristisch"« deckt, noch behaglicher zu gestalten. Dem Leser aber raten wir. jedenfalls die Hefte I, IV und V*) zu kaufen. Mehr und Lustigeres, als er ahnt, wird er drin finden. Es liest sich und schaut sich etwa wie die „Fliegenden Blät ter", giebt aber mehr Gewinn. *) Diese Abteilungen sind in dem Auszüge „Lehrreiches und Ergötzliches von der Reklame" vereinigt. Schuhmacher-Fachblatt. (37945) Von der in meinem Kommissionsverlag er scheinenden Aklikn Wimr Sih»hmchtr-M>i>lg gebe ich Probenummeru gratis ab und bitte ich solche zu verlangen. Leipzig, Oktober 1889. Eduard Schmidt. (37351) Thätiger Verwendung werden em pfohlen folgende altbewährte technische Artikel meines Verlags: Nullerliiu1l für KUcher. Gitter, Thore, Füllungen, Balkon- n. Treppengeländer, Träger rc. IV. umgearbeitete Auslage. 4 Doppelhefte in kart. Umschlag mit je 32 lilhvgr. Tafeln. — Preis 16 Einzelne Doppelhefte apart 4 „H. Ausgabe in 8 einzelnen Heften a 2 ^ 50 H. Mllßerbllik für KMofser. Neue Folge. Eiseumöbcl, Füllungen, Geländer rc. 32 Tafeln in kart. Umschlag. — Preis! Motive für Grabgitter. Ballustraden, Einfriedigungen in Schmiedeeisen. 32 Tafeln in kart. Umschlag. — Preis 4 50 -Z. Bezugsbedingungen: In Rechnung 25"/g, bar 400/j,. Barauslieferung durch Herrn L. Staack- mann in Leipzig. Dresden, Oktober 1889. C. E. Dietze. (37988) Soeben erschien: Ilk. G. G. F. Griflmoinski. Mitteilungen aus seinem Leben und seinen Briefen von Hl'pis Alelena. Nebst einer Würdigung -er Schriften i)r. E. G. F. Grislmowski's von Pastor Emil Knvdt. 8«. 376 S. Preis: geh. 5 „H ord., 3 „A 75 H »v., 3 30 H bar; eleg. geb. 6 ^ ord., 4 50 H no., 4 bar. Abnehmer sind Bibliotheken und Mitglieder von Tierschutz-Vereinen. Da die Auflage nur gering ist, können wir nur in mäßiger Anzahl ä cond. liefern. Hochachtungsvoll Hannover, den 8. Oktober 1889. Schmort L von Seefeld,
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder