6784 Fertige Bücher. 277, 29. November 1890. x X X s43SVIs Das liornchmstc Prachtwcrk des diesjährigen Weihnalhtsmarktes dürfte wohl Kernlilmt MMiifelll's Vom Rhein. Zwanzig Origiiialradirungcn. ^ Zweite vermehrte Auflage. ^ X Künstlerausgaöe. Größe der Radierungen 35 X 49 em. Drucke aus ächtem Japanpapier in Karton passepartouts vertieft liegend. In neuer origineller Mappe ans Maler leinwand. Preis 45 Rabatt 33'/-"/« bar und 7/6. sein. Das Mannscldsche Rhcinwerk, wel ches mit den 5 neuen, überaus gelungenen Blättern nun als abgeschlossenes und um fassendes Rhein-Album vorliegt, darf wohl den Anspruch erheben, alles, was bisher von Ansichten vom Rhein erschienen ist, an künstlerischem Werte, au Feinheit inne rer und äußerer Ausstattung zu über treffen, während die herrlichen Blätter an sich den Kenner und Kunstfreund als Meisterleistungen der Radierkunst ent zücken. Ä»ch äußerlich präsentiert sich das Uhcinwerk als opulentes prachtwerk, fällt gewichtig in die Hand und erscheint der Preis im Verhältnis zum Werte billig. Bei dem aussallcudc» Mangel a» künstlerisch wertvollen Prachlwcrlcn in diesem Jahre haben alle Firmen, die sich das Werk anschasstc», Erfolge da mit erzielt. Nachbestellungen und Particbeziigc beweise» dies. Ein neuer Abdruck wurde bereits nötig Gröjzcrc Sortimente können dasselbe wohl nicht entbehren. U Die Kritik äußert sich über Mannseld^s Rheinwerk wie folgt. Professor von Aonop in Berlin in seiner dem Künstler gewidmeten Monographie: „Kein Werk Mannfelds läßt den bedeutenden Einfluß der englischen Radierungen bei aller Selbständigkeit seiner Auffassung und Technik deutlicher erkennen als der Cyklus „Vom Rhein", rheinische Städte und Landschaftsbilder. — In diesen Blättern triumphiert seine leichte und schnellsertige Führung der Radiernadel. Die leichten Partieen und Fernen sind zart hinge haucht, die Tiefen dagegen von weichem Schmelz, beide durch ruhig vermittelnde Uebergänge in Einklang gebracht." U A. Scharfer, der in Velhagen L Kla- sings illustrierten Monatsheften 1890 Dezember über die neu erschienenen Kunstwerke referiert, sagt: „Da ist zuerst Bernhard Mannfeld's Mappe „Vom Rhein" Zwanzig Originalradierungen dieses Meisters der Radiernadel, von denen wir das Titelblatt, Germaniadenkmal auf dem Niederwald und den Mäuseturm bei Bingen darstellend in verkleinertem Maßstabe als erste unserer Probe illustrationen wiedergeben. Diese bewunderns wert ausgeführten Blätter sind viel mehr als etwa nur selbst mit dem Maßstabe allervornehm ster Kunst gemessene Nheinlandschaften. — Der ganze Zauber, den Sage, Geschichte und Poesie um den Rhein gesponnen haben, strömt uns aus der Stimmung, die der Künstler seinen Ra dierungen zu geben verstanden hat, entgegen. —" Professor Ariedrich Z*echt, Kunst für Alle 1890, Dezember, sagt, nachdem er von dem trotzigen Ernste des Böhmerwaldes ge- prochen: Um so heiterer ist der schöne Band „Bom Rhein", auf dessen zwanzig Blättern uns Bernhard Mannfeld behaglich an Burgen, Ab teien und Städten vorbei von Mainz bis Köln treiben läßt, uns also jene herrlichen Strom ufer vorführt, die ihresgleichen nirgends in der Welt finden. In ihrer unermeßlichen Fülle des reizendsten architektonischen wie landschaftlichen Details sind sie für die Radiernadel wie ge schaffen, wenn es dieselbe versteht, uns noch mehr ahnen als sehen zu lassen und man darf dem Künstler das Zeugnis geben, daß er diese Vorteile voll auszunützen verstanden und uns falls dem Besten, was wir vom Rhein be sitzen, würdig anschließt. 86. Von den ersten „öxrsuvo ä'art- tiste" - Drucken sind noch 3 komplette Exemplare vorhanden, deren Preis auf 3V0 .47 ord. (mit 33>/,"/„) erhöht wnrde. Jedes Blatt dieser Ausgabe hat der Künstler eigenhändig unterzeichnet. Hochachtungsvoll Bonn, Weihnachten 1899. Emil Strauß Verlag. x x X