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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.01.1918
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1918-01-26
- Erscheinungsdatum
- 26.01.1918
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. 22, 26. Januar 1918. sicht der VerlegerverctnS eine besondere Schonung empfohlen werden kann. Eine Anzeige der betr. Firmen im Börsenblatt, in der nur gesagt ist, daß die Ostermeß-Abrechnung wegen Personalmangels usw. nicht pünktlich oder gar nicht erfolgen kann, genügt dagegen nicht; solche Firmen können nicht darauf rechnen, vom Verlegerveretn in die Liste der schonungs bedürftigen Firmen ausgenommen zu werden. In jedem Falle muß aber auch bet diesen Firmen beansprucht werden, daß sie nicht nur das im Jahre 1917 fest Bezogene zur Ostermesse bezahlen, sondern auch für den Absatz aus L cond.-Bezügen eine ent sprechende Zahlung leisten, und daß sie innerhalb der ruhigeren nächsten beiden Monate, keinesfalls später als 29. Juni, die glatte Abrechnung sertigstellen, wenn sie sich nicht den Nachteilen aussetzen wollen, die säumige Zahler treffen. Wir bitten unsere Mitglieder aber auch da, wo es wirklich nottut, den bedrängten BerufSgenossen so weit ent gegenzukommen, als es in ihren Kräften steht. Leipzig, den 12. Januar 1918. Der Vorstand des Deutschen Verlegervereins. Arthur Meiner. Eduard Urban. Fritz-Otto Klasing. vr. Erich Ehlermann. Paul Oldenbourg. Gottfried Spemann. Llrheberrechtseintragsrolle. In der hier geführten Eintragsrolle ist heute folgender Eintrag bewirkt worden: Nr. 531. Die Bremer Gesangbuchsgesellschaft I». b. H. in Bremen meldet an, daß die Herren: 1. Pastor Karl Büttner in Bremen, geboren am 16. Oktober 1867 in Hornberg, Kr. Stade, 2. Muscumsdirektor Professor Erich Kleinhempel in Bremen, geboren am 9. Januar 1877 in Leipzig, 3. Stadtbibliothekar Professor I)r. Heinrich Seedorf in Bre men, geboren am ll. November 1863 in Bremen, 4. Seminarlehrcr Karl Seiffert in Bremen, geboren am 24. April 1856 in Breme», 5. Pastor Paul Tiefenthal in Bremen, geboren am 26. Sep tember 1866 in Wülfrath b. Elberfeld, 6. Pastor Hermann Weingart in Borgfeld bei Bremen, ge boren am 15. Juni 1866 in Gotha, Urheber des im Jahre 1917 in ihrem Verlage unter dem Titel Bremer Gesangbuch anonym erschienenen Werkes seien. Tag der Anmeldung: 22. Oktober 1917. Leipzig, am 15. Januar 1918. - Der Nat der Stadt Leipzig .. . als Kurator der Eintragsrolle. (Unterschrift.) lDeutscher Ncichsanzeiger Rr. 18 vom 22. Januar 1S18.) Was wird aus dem Tenerungszuschlag? Von G g. Schmidt; Hannover. Wenn man den zur Ostermesse im Jahre 1916 geführten! Kampf um den Teuerungszuschlag durch Nachlesen der stenogra phischen Berichte sich ins Gedächtnis zurückruft und damit die kürzlich im Börsenblatt erfolgte Erklärung einer größeren An zahl bedeutender Verleger betreffs des von ihnen einheitlich zu erhebenden Aufschlags vergleicht, sowie die durch juristische Gutachten neuerdings festgestellte Berechtigung des Teuerungs- zuschlags staunend vernimmt, so ist cs schwer, keine Satire dar auf zu schreiben. Damals erklärten fast alle in der Versamm lung des Deutschen Verlegervereins oder in der Delegierten versammlung zu Worte gekommenen Verleger, daß ein Teue- rungszuschlag nichts weiter als eine Abänderung des festen Ladenpreises sei, die »ach K 21 des Verlagsgesetzes nur unter Zustimmung der Autoren vorgenommen werden dürfte. Außer dem wurden einige juristische Gutachten beigebracht, des In halts, daß die Auffassung dieser Herren die allein richtige wäre und daß der Börsenverein einen solchen Teuerungszuschlag nicht schützen könnte. Jetzt - nach etwa zwei Jahren — er folgt unter dem Druck der Verhältnisse die bereits oben er wähnte Erklärung der Verlegergruppc mit Unterschrift der mei sten Herren, die damals den Antrag bekämpft haben. Ein ju ristisches Gutachten behauptet quasi das Gegenteil der damali gen Gutachter, und der Börsenverein geht jetzt damit um, nach SO einer einheitlichen Gestaltung der Teuerungszuschläge ihren Schutz in irgend einer Form herbeizuführen. Tempora mutantur! Jetzt steht also die Einführung des Teuerungszuschlags in der vom Verband Hannover-Braunschweig damals beantragten Form, nur in doppelter Höhe, vor der Tür, nachdem der im Herbst in Goslar beschlossene einseitige Ausschlag des Sorti ments verhältnismäßig glatt durchgesührt worden ist. Aller dings ist dies nicht ohne schwerwiegende Bedenken und manche von mir vorausgesagten Mißstände geschehen. Wohl könnte ich mich jetzt des nunmehrigen Erfolgs unseres Antrags restlos und schweigend freuen und mich einfach als Verleger dieser Erklärung anschließen, wenn durch die damalige Kurzsichtigkeit der widerstrebenden Verleger das Ansehen des festen Laden preises nicht beim Sortimenter und im Publikum stark erschüt tert worden wäre, der in vielen Fällen zweimal erhobene Teuerungszuschlag die Reellität des Buchhandels bei vielen Leuten nicht in Frage gestellt hätte, und wenn ich vor allen Din gen der Überzeugung sein könnte, daß nun Einheitlichkeit, Klar heit und Übersichtlichkeit durch diese neue Erklärung einer Gruppe von Verlegern über die dem Publikum abzuverlangen den Preise geschaffen worden wären. Aber leider ist das keines- Wegs der Fall! Im Gegenteil, schlimmer konnte es kaum kom men. Als damals unser Antrag eingebracht wurde, lagen noch verhältnismäßig wenige Änderungen der Verleger vor, die durch einheitliches Vorgehen des gesamten Buchhandels in Form eines Börsenvereinsbcschlusses mit Leichtigkeit zu besei tigen gewesen wären. Heute ist die Zahl der Ladenpretser- höhungen und der prozentualen Teuerungszuschläge, die zum ! Teil bereits mit den Behörden vereinbart oder doch von ihnen ! genehmigt sind, bereits Legion. Das läßt sich schwer rückgängig machen, obwohl sich eigentlich kein Mensch mehr darin zurccht- finden kann. Die Preise im Sortimentslager sind bereits mehr- fach umgezeichnet worden, und nun kommt nach alledem noch die neue, zwar als Einheitsvorschlag gedachte, aber keineswegs einheitlich festgelegte Erklärung einer Verlegergruppe! Nicht allein die bisherigen Änderungen sollen bestehen bleiben, es sol len daneben auch Ausnahme-Bestimmungen Platz greifen, die nicht allein die Übersicht erschweren, sondern auch dem Sorti ment, das sich den zur Steuerung seiner Not unerläßlichen Igprozentigen Teuerungszuschlag jetzt nach hartem Kampf einigermaßen gesichert hat, einen Teil dieses Nutzens wieder entziehen. Denn da auch der Verlag lg Prozent vom Laden- Preis anrechnen will, so wird damit der Nutzen des Sortiments (Spannung zwischen Ordinär, und Nettopreis) wieder um einige Prozent herabgesetzt. Es soll nicht verkannt werden, daß die einfachere Berechnung und nicht die Herabminderung des Nutzens des Sortiments der Grund dieser Maßnahme gewesen sein wird, aber schmackhafter wird die Bestimmung dadurch für das Sortiment nicht. Und die ganze Bescherung ausgerechnet ^ jetzt vor den Remissionsarbeiten, bei denen der Sortimenter : ohnehin nicht weiß, wie er damit fertig werden soll I Es ist l ein Kuckuckset, das man dem Buchhandel ins Nest gelegt hat.
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