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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.09.1897
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1897-09-16
- Erscheinungsdatum
- 16.09.1897
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- Deutsch
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pH 215. 16. September 1897. MchraMltlcher Teil. 6557 Löhne, 54 Mittelbetriebe mit je 21 bis 99 Arbeitern und zusammen 474 Druck- und 347 Hilfsmaschinen beschäftigen 2663 Arbeiter und zahlen rund 2^ Millionen Mark Löhne. 20 Großbetriebe mit je 100 und mehr Arbeitern und zu sammen 787 Druck- und 909 Hilfsmaschinen beschäftigen 5673 Personen und zahlen rund 6 Millionen Mark Löhne. Der durchschnittliche Lohn pro Arbeiter beträgt bei den Kleinbetrieben rund 900 Mark, bei den Mittel- und Groß betrieben über 1000 Mark. Von den in den 149 Buchdruckereien beschäftigten 5563 Personen sind etwa 2500 Setzer. 1000 Drucker. 2000 Hilfs personen. Die wesentlich gebrauchten Maschinen sind 4 Setz maschinen. 189 Handpressen, 240 Tiegeldruckpressen, 719 Schnell pressen, 52 Doppelschnellpressen. 36 Zweifarbmaschinen, 20 Rotationsmaschinen. Zu verwundern ist die geringe Zahl der bisher einge führten Setzmaschinen, nach dem vorliegenden Bericht 3 Thorne- und eine Empire-Setz- und Ablegemaschine. Dazu würden dann noch die den Hauptanziehungspunkt der Kollektivaus stellung der Innung bildenden drei Maschinen kommen, der Typograph (von L. Loewe L Comp., Berlin), die Linotype (erfunden 1882 von Ottomar Mergenthaler. jetzt auch in Berlin gebaut) und die Monoline (erfunden von W. S. Scudder). Die im »Graphischen Beobachter« 1897 Heft 13—16 enthaltene ausführliche und von Satzproben begleitete Be schreibung dieser Setz- und Gießmaschinen, die auch in unserem Blatte wiederholt besprochen worden sind, fordert die Be wunderung dieser neuen Erfindungen heraus und läßt eine baldige weitere Verbreitung erwarten. Von 52 Druckereien wurden als Jahresproduktion 2835 Werke mit rund 168 000 000 Bogen gemeldet. Ob die da nach auf sämtliche 149 Druckereien übertragene Schätzung vvn 8 50—900 000 000 Bogen Werkdrucke nicht doch etwas zu kühn ist? — In Leipzig erscheinen etwa 700 Zeitschriften und Zei tungen. Es haben aber nur 52 Druckereien 278 Zeitungen mit einer Auflage von rund 16 000 000 und einer Bogenzahl von 43 000 000 gemeldet. Auf Grund der großen Tages zeitungen und anderer Blätter mit gewaltigen Auflagen wird der Zeitungs- und Zeitschriftendruck auf 1500 000 000 Bogen veranschlagt. Diese Ziffer dürfte wohl auch zu hoch ge griffen sein. Accidenzsatz betreiben als Spezialität 50, Jllustrationsdruck 26, Farbendruck 25 Firmen, Wertpapier druck eine Firma. Die Geschicklichkeit und Feinheit der aus den fraglichen Anstalten hervorgehenden Arbeiten ist zur Ge nüge bekannt. (Auf der Ausstellung war ein übersichtliches Bild schwer zu gewinnen, da vieles in den uniformen Kartons der Buchdruckereien versteckt lag, anderes zerstreut in den buchhändlerischen Abteilungen ausgehängt war.) Es mögen nun noch einige Zahlen über die Nebenbetriebe folgen. Die mit den Buchdruckereien verbundenen 58 Buch bindereien beschäftigen insgesamt 1144 Personen, darunter nicht weniger als 648 weibliche Hilfspersonen. 22 verschiedene Maschinen sind mit der Gesamtzahl 550 vertreten, darunter 104 Heft- und 86 Schneidemaschinen. 10 Schriftgießereien beschäftigen 182 Personen und 117 Maschinen in 17 Gattungen. 27 Stereotypieen und galvanoplastische Anstalten beschäftigen 145 Personen und 205 Maschinen verschiedener Art. —- Von sonstigen Nebenbetrieben verdienen besonders noch die litho graphischen Anstalten und Steindruckereien Berücksichtigung. Es giebt deren 24 mit 802 Personen und 323 Maschinen, darunter 138 Handpressen und 113 Schnellpressen. — Ferner bestehen als Nebenbetriebe 5 Kupferdruckereien mit 73 Per sonen und 67 Maschinen und eine kartographische Anstalt mit 26 Personen. — Für die Produkrion von Schriften, Stereotypplatten und iUterundiechziglnr Jahrgang. Klischees sorgen in Leipzig im ganzen 23 galvanoplastische Anstalten, 72 Graveure u. s. w., 6 Messinglinienfabriken, 21 Schriftgießereien und Stereotypieen, 98 Xylographen und 25 zinko- und chemigraphische Anstalten. Eine 1823 gegründete Fabrik von Buch- und Steindruck farben liefert etwa 1 500 000 Kilo. Außerdem bestehen noch einige kleinere Fabriken. — Mit der Fabrikation von Druckerei- Utensilien befassen sich 28 Geschäfte. — 20 Fabriken und Fabrikvertretungen liefern Maschinen für Druckerei und Neben betriebe. Merkwürdigerweise besitzt der Ort, der vielleicht das meiste Papier von allen Orten der Welt konsumiert, keine einzige eigene Papierfabrik; es wird dies den ungünstigen Wasserverhältnissen zugeschrieben. Den Großbetrieb von Papieren u. s. w. besorgen etwa 20 Handlungshäuser. — Für Fabrikation von Glacepapieren, Kartons und Chromo papieren bestehen 5 Fabriken. Die in der zweiten Hauptabteilung der Denkschrift ge gebenen Mitteilungen über die Einrichtungen im Leipziger Buchdruckgewerbe zur Förderung der gewerblichen Interessen und der technischen Erziehung und Fortbildung fassen wir nur summarisch zusammen. Die älteste und wichtigste Einrichtung ist die 1595, viel leicht schon früher, gegründete Innung Leipziger Buchdruckerei besitzer. Einige Jahre nach Einführung der Gewerbefreiheit, 1864, nannte sie sich »Buchdrucker-Genossenschaft«, dann 1872 —1893 »Verein Leipziger Buchdruckereibesitzer«, und seit 25. April 1893 auf Grund einer neuen Verfassung »Innung Leipziger Buchdruckereibesitzer«. An Stiftungen verwaltet sie B. G. Teubners Legat, die Weidemannsche Stiftung, die Friedrich Niessche Stiftung, das Heinrich Brockhaus-Legat und die Succursal-Kasse. — Das Vermögen der Innung betrug 1896 27 026 ^ 73 H. — Es gehören ihr 2 Ehrenmitglieder, 94 Firmen und 114 Mitglieder an. — Geregelte Ein richtungen zu Gunsten der Jnnungsmitglieder, der Gehilfen und Lehrlinge begründen, vielfach ineinandergreifend, eine segenbringende Thätigkeit der Innung. Die Buchdrucker-Lehranstalt wurde, nachdem schon 1869 —1873 eine Fachschule für Buchdruckerlehrlinge bestanden hatte, 1886 auf Anregung des Centraloereins für das ge samte Buchgewerbe gegründet. Die Schülerzahl wuchs von anfangs 74 Schülern in 3 Klassen 1896 auf 415 Schüler in 16 Klassen. Die Königliche Kunstakademie und Kunstgewerbeschule, deren Lehrzwecke das architektonische Kunstgewerbe, die Bild hauerei, das Zeichnen und Malen und das photomechanische Vervielfältigungsverfahren umfaßt, weist insbesondere auch einen Kursus im typographischen Zeichnen für . reifere Typo graphen auf. Der am 24. Oktober 1884 gegründete Centralverein für das gesamte Buchgewerbe bietet in seinen Bestrebungen und Einrichtungen, besonders auch in den kostbaren Sammlungen des Deutschen Buchgewerbemuseums die lehrreichsten und interessantesten Anhaltspunkte. Inkunabeln, Blattsammluugen und Neuerscheinungen gewähren neben alten und neuen Modellen den besten Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Buchdrucks. Die 1877 gegründete Typographische Gesellschaft wirkt befruchtend durch Vorträge, Diskussion über technische Fragen und Drucksachen, Sammlung von Accidenzen und der ge samten Fachlitteratur, Ausstellungen und technische Lehrkurse. Ihre Mitgliederzahl beträgt durchschnittlich 130. Es bestehen ferner ein 55 Mitglieder zählender Faktoren verein, eine Kranken- und Begräbniskasse, eine Jnoalidenkasse, eine Aibeitslosen-llnterstützungskasie, sodann der Verein Leip- 880
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