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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.02.1894
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1894-02-15
- Erscheinungsdatum
- 15.02.1894
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- Deutsch
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38, 1b. Februar 18S4. NichtamÄicher Teil. 987 einer »Lixositiou internationale äu livre et äss inävstriss äu gupisr», die im Jndustriepolast zu Paris in den Tasten vom 23. Juli bis 23. November d. I statlfinden wird. Das Programm der Ausstellung ist von dem Ministerium iliureau äs I'snseiunsmsnt som- msreial st äss erpositions, karis, 80, kue äs Vureonv) zu beziehen. Welt-Ausstellung in Antwerpen 1894. — Der deutsche Ausschuß in Berlin für die Antwerpener Weltausstellung erließ folgenden Aufruf: Die Weltausstellung zu Antwerpen, deren Protektorat Se. Majestät der König der Belgier und deren Ehrenvorsitz Se. König!. Hoheit der Gras von Flandern zu übernehme» allergnädigst geruht haben, wird am 5. Mai 1894 pünktlich eröffnet, nachdem die Ausstellungsgebäude bereits heule sertiggestellt sind. Es wird auch aus dieser Internationalen Ausstellung der deutschen Industrie eine vorzügliche Gelegenheit geboten, nicht allein ihre Leistungs fähigkeit auszuweisen, sondern auch aus einem bisher zu wenig beachteten Gebiete neue Absatzquellen sich zu erschließen. Mit der rapiden Ent wicklung der deutschen Industrie hat der deutsche Export nach Belgien nicht Schritt gehalten; die Werte desselben bewegen sich in den letzten Jahren leider in absteigender Linie, und hier Wandel zu schaffen, ist für Deutschlands Industrielle von eminenter Bedeutung. Insbesondere darf darauf hingewiesen werden, daß die in Aussicht genommene deutsche kunstgewerbliche Kollektiv - Ausstellung bei den diesem Zweige der nationalen Produktion gewährten besondern Ver günstigungen aus einen guten Absatz auf dem belgischen Markte rechnen darf. Die in der Broschüre des deutschen Komitees in Antwerpen ent haltenen und ausführlich begründeten Darlegungen der heutigen, für die deutsche Industrie günstigen Lage des belgischen Marktes sind in weitesten Kreisen bekannt geworden und haben bereits eine Anzahl erster Firmen aus der Industrie und dem Kunstgewerbe trotz der auch gegen diese Ausstellung ins Treffen geführten Ausstellungsmüdigkeit und ungeachtet der damit verbundenen Opfer bewogen, ihre Anmeldungen zu bewirken. Das Unterzeichnete deutsche Central-Komitee ladet alle deutschen Interessenten zur Beschickung dieser Ausstellung hierdurch höflichst ein, und bittet die Anmeldungen möglichst umgehend an den unten bezeichnet?» geschästssührenden Delegierten des deutschen Central- Komitecs zu richten, damit der sür die deutsche Abteilung äußerst günstig gewählte Platz in der Ausstellung auch vollständig für die deutschen Aussteller reserviert bleiben kann. Nach dem 15. März d. I. — dem Anmeldungs-Schlußtermin — können einlaufende Anmeldungen keine Berücksichtigung mehr finden. Von den staatlichen Behörden ist die frachtfreie Rücksendung und die zollfreie Einfuhr der unverkauft ge- bliebenen Ausstellungsgegenstände genehmigt worden. Berlin, im Januar 1894. Deutsches Central-Komitee in Berlin zur Wahrung deutscher Interessen sür die Antwerpener Weltausstellung 1894. Präsident: Prinz Franz von Arenberg, Mitglied des deutschen Reichstags und Landtags. Der geschästssührende Delegierte: C. Romen, Charlottenburg-Berlin. Geschäftsstelle: Charlottenburg, Lützow 11. Unter den Mitgliedern des Central-Komitees befinden sich folgende sür das Papier- und Buchgewerbe: Fabrikbesitzer Karl Faber, in Firma Johann Faber, Nürnberg, Geheimer Kommerzienrat Kröner, Stuttgart, Kommerzienrat Lüdccke, Berlin, Kommerzienrat Mey, Berlin, Leipzig-Plagwitz, Fabrikbesitzer PH. Samhammer, Sonneberg (sür Spielwaren). Die auszustellenden Gegenstände müssen am 25. April aufgestellt sein, das Wiedereinpacken hat in der vom Exekutiv-Komitee anzugebenden Ordnung vor dem 31. Dezeuiber zu erfolgen. Es wird ein internationales Preisgericht eingesetzt, dessen Mitglieder durch die Regierung ihres Landes zu ernennen sind; für die amtlich nicht vertretenen Länder werden die Mitglieder durch die Aussteller dieser Länder vorgeschlagen. Die Arbeiten des Preisgerichts werden durch den General-Kommissar der belgischen Regierung" geleitet. Die Auszeich nungen bestehen in Medaillen oder Diplomen, für den großen Preis in Ehrendiplomcn, sowie in Diplomen für die goldene, silberne, bronzene Medaille und sür ehrenvolle Erwähnung. Das Exekutiv-Komitee wird einen offiziellen, vollständigen Katalog anfertigen lassen; doch haben die Kommissariate der bei der Ausstellung vertretenen Länder das Recht, aus ihre Kosten einen besonder» Katalog der in ihrer nationalen Abteilung ausgestellten Gegenstände zu ver öffentlichen und in ihren Abteilungen zu verkaufen. Die von der belgischen Regierung genehmigte Lotterie darf mehrere Serien, jede zu 1 Million Lose, umfassen. Die Gewinne werden aus schließlich unter den ausgestellten Gegenständen ausgesucht und gekauft. Ausstellung. — Eine Ausstellung für Nutzgeflügel- und Vogel zucht findet im März d. I. in Ravensburg statt. Die Ausstellung der Fachlitteratur besorgt die Dorn'sche Buchhandlung dort. Ein Stammhaus Gutenbcrgs. — Das Kasino .Hof zum Gutenberg» in Mainz, das Stammhaus von Gulenbergs Mutter, ist am 8. Januar in der Frühe ein Raub der Flammen geworden. Der Brand zerstörte das ganze Innere des Gebäudes, mit Ausnahme des Erd geschosses. Der Hof zum Gutenberg war das Stammhaus der Mutter Gulenbergs und hatte im Lause der Zeit mannigfache Veränderungen erlitten. Das Gebäude war in seiner Gestalt, die es vor dem Brande hatte, im Jahre 1661 hergestellt worden, seit 1808 ist es im Besitz einer Kasinogesellschast gewesen. Während eine alte Steintasel, die früher vor dem Hause befestigt und von Ivo Willig im Jahre 1507 errichtet worden war, zu Ende des vorigen Jahrhunderts abhanden gekommen ist, halte die Kasinogesellschaft im Jahre 1827 im Garten des Hauses eine Gedenk tafel ausgestellt, die bis auf unsere Zeit erhalten geblieben ist. Die im Jahre 1890 zur Gutenberg-Gedenkfeier in Mainz erschienenen .Gedcnkblätter- teilen über dieses alte Haus folgendes Nähere mit: »Noch zu Lebzeiten Gutenbergs wurde das Haus nach der Einnahme der Stadt durch den Kurfürsten von Nassau eingezogen, woraus man den Schluß ziehen kann, daß der Besitzer zu den Gegnern Gulenbergs ge hörte. Beiläufig sei hier bemerkt, daß Gutenbergs Mutter die letzte ihres Namens war, daher ihr zweiter Sohn (unser Erfinder) den Namen Guten bergs zu seines Vaters Namen setzte; auch scheint er die Lehen und Be sitzungen seiner Mutter geerbt zu haben. Sie lebte bis 1457. Ihr Vaterhaus fiel später einer Zerstörung der Schweden zum Opfer, und da sich niemand von den Angehörigen fand, der es wieder ausbauen wollte, so erklärte Kursürst Johann Philipp das Eigentum für verfallen und überwies dieNuinen seinem Kanzler Mehl unter der Bedingung, das Haus wiederherstellen zu lassen. Dieser ließ das heute noch stehende Gebäude errichten, das im Jahre 1661 vollendet wurde, wie es auch die an der Außenseite angebrachten eisernen Ziffern angeben. Fünf Jahre nachher kam es an die Universität Mainz, die es zu Hörsälen der juristischen Fakultät und zur Ausstellung ihrer Bibliothek benutzte; darauf ward es Eigentum eines kurfürstlichen Kammerdieners namens Schröder, der es weiter ausbauen, Säle darin einrichten und es zu einem Kaffeehaus umwandeln ließ Seit 1808 ist es im Besitz der Mainzer Kasinogesellschast, die dem denkwürdigen Ge bäude seinen alten Namen .Zum Gutenberg» wiedergegeben hat. Im Hofe befindet sich zu Ehren Gulenbergs ein Gedenkstein.» Bücherversteigerung — Vor kurzem wurde in Paris die Bibliothek eines bekannten Bücherfreundes, des Grasen de Lignerolles, im Hotel Drouot versteigert. Das Gesamterträgnis der sechstägigen Auktion erreichte rund eine halbe Million. Die höchsten Preise erzielten alte Gebet bücher und Meßbücher, Manuskript und Druck, den höchsten, 300Ü0 Frcs , ein »OlLss äs In Ssmains Samte», lateinisch und französisch, Text von Abbe de Bellegarde; Paris, Colombat 1732, Einband roter Maroquin mit dem französischen Königswappen und dem Namenszuge Ludwigs X Vl. Das Buch war der schönen Fürstin de Lamballe zu ihrem Namenstag geschenkt worden. Noch liegen darin drei Blätter mit Glückwünschen des Königs, der Königin Marie Antoinette und ihrer Tochter Marie Therese, der ipäte- ren Herzogin von Angouleme. Diese Aulographen machen den Haupt wert des Buches aus. Graf de Lignerolles hatte es sür 2000 Francs gekauft. Es wurde von dem Antiquar Morgard erstanden, nach den einen für den Herzog von Aumale, nach den anderen sür den Baron Rothschild. (Allg. Ztg.) Russische Drucke. — Eine Ausstellung von russischen Farben drucken mit anschließender Besprechung veranstaltete Herr Otto Schlotke im Hamburgischen Kunstgewerbe-Verein in der Sitzung vom 16. Januar d. I. Es waren dies hauptsächlich Drucke aus der Kunst anstalt von A. F. Marcks in St. Petersburg, und zwar Sammelmappen der bekannten russischen belletristischen Zeitschrift -Niwa-, die dem Vor tragenden anläßlich seiner Chicago-Berichte von dem Verleger übersandt waren. Diese schönen Arbeiten erregten allseitiges Interesse. Bußtag. — Der erste diesjährige sächsische Bußtag fällt auf Mittwoch den 21. Februar. Personalnachrichten. Gestorben: am 5. Februar Herr Paul Franke in Habelschwerdt Der Ver storbene stand erst im dreiunddreißigsten Jahre. Er übernahm gemeinsam mit Joseph Wolf am 1. Juni 1884 die Handlung des Vaters Johann Franke, die dieser im Jahre 1868 gegründet hatte. Am 1. Oktober 1892 wurde der Verlag, der sich durch die Herausgabe der Zeitung »der Gebirgsbote- erfreulich entwickelt hatte, vom Sorti ment getrennt und ohne Aenderung der Jnhaberschast sür jeden dieser Geschäftszweige eine besondere Firma geschaffen, am 9. Februar Herr Curt Jacob in Torgau, Inhaber der dortigen Firma Friedr. Jacob, die er am 1. Januar 1889 aus den Händen des Vaters übernommen hatte. Der in jungen Jahren unerwartet Verstorbene war ein hochbegabter und eifriger Arbeiter in seinem Berus, dem er mit Liebe angehörte. In be- 132*
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