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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.10.1865
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1865-10-11
- Erscheinungsdatum
- 11.10.1865
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18651011
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125, 11. Oktober. Nichtamtlicher Theil. 2285 fürstliche Regierung entschlossen ist, der gedachten Uebereinkunft beizutreten, und zu dem Zweck die Vermittelung der Regierung Sr. Majestät des Königs von Preußen nachgesucht hat. Z» dessen Urkund hat der Unterzeichnete die gegenwärtige Erklärung unterschrieben und derselben das Siegel des Departe ments der auswärtigen Angelegenheiten beidrucken lassen. Cassel, den 8. Februar 1865. (1. 8.) Abee. NDer gehörig autvrisirte Minister, Staats-Secretär im De partement der auswärtigenAngelegenheiten Sr. Majestät deS Kai sers der Franzosen, erklärt, daß die Kaiserliche Regierung den ge dachten Beitritt förmlich annimmt, und sich verpflichtet, Sr. Kö nig!. Hoheit dem Kurfürsten von Hessen gegenüber alle in jener Uebereinkunft enthaltenen Bestimmungen zur Ausführung zu bringen. Zu dessen Urkund hat der Unterzeichnete die gegenwärtige Er klärung unterschrieben und dieselbe mit dem Siegel seines Wap pens versehen. Geschehen Paris, den 6. März 1865. (1. 8.) Drvuyn de Lhuys. Damit übereinstimmende Erklärungen sind bekanntlich, wie schon früher berichtet (Nr. 69 u. 79), noch mit zwölf andern Staaten ausgewechselt worden nämlich mit: Sachsen-Weimar, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg, Sachsen-Meiningen, Braunschweig, Oldenburg, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarz- burg-Sondershausen, Reuß ältere iLinie, Reuß jüngere Linie, Waldeck und Hessen-Homburg. Miscellen. Den Bezug deS Börsenblattes betreffend. — Es ist oft genug und mit Recht gegen die Fluch von Circularen po lemisier worden, welche neben den regulären Anzeigen im Börsen blatt vom SorlimentShändler durchzusehen sind. Dieselben tragen indes immer den Charakter einer Privatmittheilung an sich ge genüber unserem Börsenblatt, welches durch die Post jetzt für Jedermann zugänglich ist. Wie pikant die Lectüre und Kennk- nißnahme von übergroßen Rabattverhältnissen für den Laien aber sein muß, ist daraus zu entnehmen, daß dasselbe gegenwärtig z. B. in Astel's Restauration in Breslau öffentlich ausliegt und stark gelesen wird. Zu wünschen wenigstens wäre eS, daß das Publicum außer denOfferten wenig verbreiteter Bücher mit hohem Rabatt auch den geringen Rabatt gesuchter Literatur kennen lernen möchte. Dafür läßt sich indeß mit Erfolg nichts thun, und so ist cs wohl an der Zeit, die Bedingungen für den Bezug des Blattes auf Buchhändler zu beschränken oder zu gewärtigen, daß Bezugsbe dingungen in diesem Organe gar nicht mehr veröffentlicht werden. 0. In einer Einsendung in Nr. 112 d. Bl. spricht ei» l!. von einer fünfzigjährigen „Usance", den Redaktionen von Zei tungen rc. zur Besprechung bestimmte Bücher mit Be rechnung des Preises einzusendcn und dieselben zu ver pflichten (!), im Fall eine Besprechung nicht erfolgt, das Buch zu rcmitlircn oder den Nettopreis dafür zu entrichten. Dem Ein sender dieses, welcher den Verlag einer der bedeutendsten Zeitun gen Deutschlands elf Jahre geleitet hat, ist von einer „Usance" dieser Art niemals etwas bekannt geworden, wohl aber, daß jedes Verlagswerk, welches außer der Bitte um Besprechung von irgend einer Bedingung begleitet war, ohne irgend welche No- tiznahmc wieder zurückgesandt wurde. Die einflußreicherenZeitun- gcn legen auf literarische Einsendungen sehr wenig Gewicht; be deutendere Erscheinungen, welche eine Besprechung räthlich mach ten, wurden seitens unserer Redaction von dem Verleger mit dem Bemerken erbeten, daß ihm event. dafür der Ladenpreis zu Gebote stände, eine Offerte, deren Annahme jedoch immer be scheiden abgelehnt wurde. Die Berliner Vossische Zeitung und außer ihr viele andere fübren den stehenden Satz, daß Einsendun gen, sowohl schriftliche als gedruckte, nicht zurückgegeben werden. Hr. k. würde den Einsender dieses sehr verbinden, wenn er einige Zeitungen, welche sich solche —Anforderung gefallen lassen, nam haft machen wollte. Nach der Angst vor der Verschleuderung an den Antiquar zu urtheilen, muß es eine schöne Sorte sein. Für den Kram, der nicht einmal recensirt werden kan», gibt auch der Antiquar nichts. Der Verlag des Einsenders dieses begleitete jede Bitte um eine Besprechung mit dem Bemerken: „von einer Rücksendung des Werkes sehen wir in jedem Falle ab". Freilich waren es gute Sachen und die Bitte war an „anständige" Re daktionen gerichtet. Hr. 8. hat wohl keine Idee, welche Mühe den Redactionen durch literarische Einsendungen oft bereitet wird und welch geringes Aequivalent das Werk selbst für eine ein gehende Besprechung bietet. Es wäre ebenso nützlich als zeitge mäß, wenn sich Fachmänner einmal über diese für den Verlags buchhändler so wichtige Materie äußern wollten. 1. Herr R. Herrose in Wittenberg versendet unter dem 1. August d. I. „ginnow'S gollhandbuch" und berechnet hierfür 1 Thlr. 25 Ngr. ord. und ITHlr. 11^ Ngr. netto. Ich verschicke das Buch sofort zur Ansicht, erhalte eS aber schon vom ersten Kunden mit der Bemerkung zurück: „er habe.das Buch schon vor einigen Wochen vom König!. Zollamt um 1 Thlr. bezogen und seien ca. 60 Exemplare in der Sladt verbreitet, weshalb ich die Mühe des Versenkens mir ersparen könne, für welche ich ohnedies so viel anrechne". Ich frage nun Hrn. Herrose: Wie können Sie es rechtfertigen, dem Sortimenter nicht nur unnöthige Mühe und Port! verursacht, sondern ihn auch noch auf solche Weise dcm Publicum gegenüber bloßgestellt zu haben? ^ L. F. in U. Entgegnung auf die „Warnung" in Nr. 121 d. Bl. — Dem anonymen Einsender erwidern wir, daß wir vor Ver sendung der Ausgabe „Lenore" unterm 15. Juni 1864 ein Cir cular in 1600 Exemplaren versandten und in demselben mit- lheilten: „Um dem Jrrthumc vorzubeugen, vorstehendes Werk sei ein neues Product des beliebten Verfassers, «heilen Ihnen mit, daß dasselbe eine zweite Ausgabe der im Jahre 1863 bei uns erschienenen Novelle: ,Auf der Universität ist, welche wir mit Bewilligung des Verfassers unter dem obigen Titel veran stalteten." Wir glauben hiermit den Herren Sortimentern gegen über das Mögliche gethan zu haben, um sie vor Schaden zu hüten; sür das Publicum bemerkten wir auf der inneren Seite des Schmutz titels : „Zweike Ausgabe der Novelle, Auf der Univer sität'.", so daß auch dieses vor Schaden gewahrt ist. Zum Schluß bemerken noch, daß eine allgemeine Versendung nicht stattfand; nur auf Verlangen wurde versendet und zwar am 18. September 1864, also nicht in diesem Jahre. Der Redaktion des Börsen blattes sendeten wir das obenerwähnte Circular zur Kennlniß- nahme ein und wird dieselbe unsere Angabe bezeugen. (Geschieht hierdurch. D. R.) Münster, 5. October 1865. E. C. Brunn's Verlag. JmVerlagevonHrn.Gust.Poenickehier ist soebenunter dem Titel: „Die Abenteuer des Schneiders Kakadu" ein bewegliches musikalisches Bilderbuch (Preis 3 Thlr. 25 Ngr.) erschienen, das für den bevorstehenden Christmarkt der besonder» Beachtung des Buchhandels empfohlen zu werden vec-
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