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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.11.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-11-22
- Erscheinungsdatum
- 22.11.1871
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- Deutsch
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Z872 Nichtamtlicher Theil. 270, 22. November- des Innern hat sich deshalb, wie wir hören, neuerdings dahin aus gesprochen , daß auch die Legitimationsscheine der fliegenden Buchhändler nur auf die Dauer des Kalenderjahres gültig sind und nach dessen Ablauf jederzeit einer Erneuerung bedürfen. Selbst verständlich wird dieser jederzeit die Prüfung vorangehen müssen, ob die im §. 57. aufgeführten Bedingungen (welche sich im Wesentlichen neben einem Alter von 21 Jahren und dem festen Wohnsitz inner halb desDcutschen Reichs, auf Abwesenheit eines ekelerregenden oder gesundheitsgefährlichen Aeußcren und einen gewissen Grad der Unbe scholtenheit reduciren) noch vorhanden sind. Die zweite Abtheilung des hiesigen Polizei-Präsidiums ist dem Vernehmen nach bereits da mit beschäftigt, die sämmtlichen bisher ertheilten Legitimationsscheine einer Revision zu unterwerfen und die Inhaber auf die zum 1. Januar 1872 nothwendig werdende Erneuerung noch besonders aufmerksam zu machen." Die Firma F. A. Brockhausin Leipzig wird mit 1. Dec. d. I. eine Zweigniederlassung in Berlin eröffnen (Link-Straße 4), die wesentlich bestimmt ist, die mannichfachen Beziehungen des Hauses zu seinen Geschäftsfreunden in Berlin und Norddeutschland auszu- dchnen, namentlich einen beschleunigter,: Verkehr des Verlagsgeschäfts mit dem Sortimentsbuchhandel anzubahncn. Ganz in ähnlicher Weise hat die Firma schon 1864 in Wien ein Filialgeschäst begrün det, Las sich des besten Erfolges erfreut. Es finden mit der Errich tung dieses BerlinerFilialgeschäfts die öfters inderPresse aufgetauch ten fälschlichen Gerüchte ihre Erledigung, die von gänzlicher oder thcilweiser Verlegung der Firma F. A. Brockhaus nach Berlin, Uebersiedelung der Deutschen Allgemeinen Zeitung, Errichtung einer großen Buchdruckerei daselbst u. s. w. wissen wollten. (Deutsche Allgemeine Zeitung.) Die Leipziger Nachrichten schreiben: „Aus Altenburg wird uns mitgetheilt, daß die dortige Hofbuchdruckerci sammt dem Verlagsrechte des Pierer'schen »Universal-Lerikon« durch Kauf in den Besitz derLeipziger Buchhändler Herren Geibel, Vörstcr und Reisland übergegangen ist, welche das Geschäft vom 1. Januar 1872 ab in vergrößertem Umfange betreiben werden und zur Er richtung eines großen Buchdruckereigebäudes ein umfangreiches Areal an der Lindenaustraße in Altenburg erworben haben. Die bisherigen Besitzer des Geschäftes haben sich den Verlag der H. A. Pierer'schen Verlagshandlung mit Ausnahme des Lexikons Vor behalten." Zweites Stiftungsfest des Wiener „Buchfink". — Der neu erbaute, elegante Saal im „Riedhof" vereinigte am Abend des 4. November die Buchfinken zur Feier ihres zweiten Stiftungs festes. Der Festraum entsprach den Arrangements bezüglich des Raumes — es nahmen etwa 110 Personen an der Feier Theil — in der vorzüglichsten Weise; die Mitglieder waren ziemlich vollständig erschienen, außerdem gewahrten wir viele Chefs und manchen nicht buchhändlerischen Theilnchmer unter den Gästen. Die Feier selbst, reich an Abwechselungen und Ueberraschungen ernster und heiterer Art, verlief in durchaus harmonischer Weise. Trinksprüche auf die Gäste, den Buchhandel, die Chefs, auf die Collegialität, auf einzelne Mitglieder jagten sich in bunter Reihe; telegraphische Glückwünsche von Vereinen und früheren Mitgliedern aus Berlin, Königsberg, Leipzig, Dresden, Krakau, Prag, Linz u.s.w. bekundeten in erheben der Weise die collegiale Theilnahme an dem Feste; Chorgesänge gaben den Sympathien für den Buchhandel, den „Buchfink", das deutsche Vaterland, den Frohsinn kräftigen und beredten Ausdruck; eine Reihe musikalischer Vorträge ernster und heiterer Art, zumeist von den gesanglichen Kräften und den Claviervirtuosen des „Buch fink" ausgeführt, zeigte die Wirksamkeit des Vereins auch nach dieser Richtung hin in erfreulichstem Lichte, während eine speciell für das Fest gedichtete zweiactige Posse: „Die verlorenen Handschriften" durch Inhalt und Darstellung in wirksamster Weise zum letzten Theile des Programms, der „allgemeinen Heiterkeit" hinüberleitete; wie gewissenhaft auch dieser Theil durchgeführt wurde, dafür spricht der Umstand, daß erst die fünfte Morgenstunde den letzten Festgenossen das Heimgeleit gab. Eine Sammlung für den Berliner Unter stützungsverein appcllirte mit vielem Erfolge an den oft bewährten collegialen Sinn, zumal Küche und Keller des „Riedhof" für das zu einer mildthätigen Stimmung unerläßliche Wohlbehagen in vor züglichster Weise gesorgt hatten. Der „Buchfink" hat durch sein zweites Stiftungsfest wiederum bewiesen, baßer rüstigweiter schreitet und vorwärts kommt; wir dürfen ihn schon jetzt mit gutem Gewissen als den Sammelpunkt für alle collegialen Interessen des jüngeren Wiener Buchhandels bezeichnen. — Mit Anfang October sind be reits wieder die winterlichen Lese- und Spiel-Abende des „Buchfink" in's Leben getreten, die jeden Dienstag im Vereinslocale (Restaura tion Dreher, Operngasse) abgehalten werden; die wöchentlichen officiellen Vereinsabende am Freitag werden selbstverständlich da durch nicht alterirt. Die werthvolle Autographensammlung des verstorbenen Generalconsuls Clauß in Leipzig wird am 23. Jan. 1872 in dem Auctionsinstitut von List L Francke hier zur Versteigerung ge langen. Der kürzlich ausgegebene, vortrefflich bearbeiteteKatalog um faßt an 3000 Nummern und verzeichnet eine große Anzahl seltener und gesuchter Namen. Wir wollen nicht unterlassen, auf diese Auction besonders aufmerksam zu machen. /Veuer /ur Lrö/ro^rap^re und ürä/rvt/, 8sr- nusASAobsli von vr.U. kstsiboldt. dalir^. 1871. Hobt 11. ln kalt: llis Ooutsolisn Lortirnontsr und dio Osutsebon Libliotlrolcsn. — 2veitsr NaelltraA su dorn VsrLoiollnioss dsr 8ol>riktoll der HbrroAiu su Laoimen. — 2vsits LoispivkainllllllNA aus dsr k'ranLösmolren LrisAolittsratur. — Inttorntur und NisesIIon. — ^Il^omsino Liblio^rapllis. Personalnachrichlen. Am 4. November feierte die Firma L. Schwann, k. Hofbuch handlung und Buchdruckerei in Neuß das Jubelfest ihres fünfzig jährigen Bestehens. Nachdem am Vorabende die Mitglieder des Geschäftspersonals, denen sich noch viele Freunde des Hauses ange schlossen, ihrem Chef, dem Herrn Franz Schwann einen glänzen den Fackelzug nebst Ständchen gebracht hatten, wurde am Jubeltage selbst die Feier durch einen Dankesgottesdienst in der Münsterkirche, bei welchem sangeskundige Mitglieder der Officin eine vierstimmige Messe aufführten, eingeleitet. Bei der darauf folgenden Gratula tion überreichten das GeschLftspersonal und die verwandten Familien, welche durch eine zahlreiche Deputation vertreten waren, künstlerisch ausgeführte Gedcnkblätter. Des Nachmittags wurde ein Ausflug nach einem Vergnügungslocale in der Umgebung unternommen, während der Abend wiederum sämmtliche Festtheilnehmer in dem prächtig decorirten Hause der Firma zu einem glänzenden Festdiner vereinigt sah, welches auch die Spitzen der Behörden, wie sie auch des Morgens unter den Glückwünschenden nicht gefehlt hatten, mit ihrer Gegenwart beehrten. Zu wohlthätigen Stiftungen schenkte die Firma aus Anlaß des frohen Ereignisses die Summe von 5000 Thalern» darunter 1000 Thaler als Beitrag zur Geschäftskrankencasse. Von der Lehrmittel-Ausstellung in Baden bei Wien ist ferner Herrn Joh. Heinrigs in Cöln ein Ehrendiplom für ausge stellte zweckmäßige Lehrmittel zutheil geworden.
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