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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.09.1865
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1865-09-25
- Erscheinungsdatum
- 25.09.1865
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
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2158 Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 118, 25. September. poii4/> Beachteuswerth für ncuetablirtc Handlungen und sol che, die wenig Verwendung für Ju gendschriften haben. Hierdurch erlaube ich mir zu Nutz und Frommen des gesammkcn Sortimentsbuch handels ein kleines Factum mitzutheilen, das ich seines ganz aparten Charakters we gen meinen Herren Collegen nicht vorent halten zu müssen glaubte. Nach dem Spruche: „ksots loquuntur" lasse ich also ohneZuthatdiesen „schönen Fall" selbst erzählen: Am 1. August d. I. verlangte ich zur Completirung meines Lagers von Herrn Rud. Chelius in Stuttgart je 3 Ex. seiner Abc- Bücher s cond. Zu meinem nicht geringen Erstaunen folgt kurz darauf der Zettel mit ver höchst lakonischen Bemerkung: „Ihr Absatz ist zu gering" (!) zurück. Obwohl mit den Eigcnthümlichkeitcn der originellen Geschäfts führung des Herrn CheliuS bekannt, konnte ich doch nicht umhin, da mir diese — kurze Antwort denn doch etwas zu „spanisch" vor kam, folgendes Schreiben an denselben zu richten: Wien, den 29. August 1865. „Herrn R- Chelius in Stuttgart. Am I.d. verlangte ich, weit ich mich mit Vorliebe bisher für Ihren Verlag, be sonders Ihre netten Abcbüchcr ver wandte, eine Auswahl der letzteren, da mein Borrath zu Ende war. Zu meinem nicht ge ringen Erstaunen kommt mein Zettel mit der höchst — lakonischen Bemerkung: „Ihr Ab satz ist zu gering" (!?) zurück. Da mir die sonderbare Logik neu ist, daß man einer jun gen strebsamen Handlung, die nicht gleich im ersten Jahre Tausende aus einem Ver lage absetzt, durch Verweigerung einer s cond.- Scndung es ja geradezu unmöglich macht Absatz zu haben, so erlaube ich mir nun die Anfrage, ob Sie noch ferner gesonnen sind, mir mir in Verbindung zu bleiben oder nicht? Mein Geschäft hat eine vorwicg end wissen schaftliche Richtung und wird mein Bedarf an Jugendschriflen nie ein riesiger sein. Daß aber ein „Geschäftsmann" in unfern wahrhaf tig nicht goldenen Zeiten kleinere Geschäfte zurückweist, kommt mir, offen gestanden, wenig kaufmännisch vor. Mein Saldo O.-M. 65 betrug übrigens 16 ^ 29 N/ bei einem Transport von 74,/s 1l N-f, also doch im mer beinahe U des Gesandten. Nun wahrlich, wertbester Herr Chelius, der Ver leger müßte sehr bald zum Millionär werden, dem jeder Sortimenter im weiten Reiche des Buchhandels auch nur halb soviel alle Messen zahlt! Doch genug; Ihre eigenthümlichen Ge schäftsnormen sind im Buchhandel ja sattsam bekannt und ich bin weit davon entfernt, an diesen „Grundsätzen" zu rütteln, nur wie derhole ich meine Frage, ob ich noch an nehmen kann, daß wir mit einander in Rechnung stehen oder nicht. Wennnicht, so sende ich Ihnen umgehend alle Dispo- nenden zurück. Es gibt Gott sei Dank noch andere Jugendschriften, für die man sich gern und mit Erfolg verwenden kann. Baldige Anwort erwartend Ergebenst K. Cz." Das „Urtheil" auf diesen Brief lautete ohne irgend eine Bemerkung: „Ist zu lang, um Alles durchlesen zu können, erbitte Alles zurück. (!!!) 11/9 65. Rud. Chelius." Ich überlasse nun dieses in seiner Art gewiß einzige (d. h. nur bei Herrn Chelius mögliche) Verfahren der Be- urtheilung jedes Unbefangenen, welcher mir gewiß zugeben wird, daß dasselbe weder den einfachsten Regeln gebildeter Lebensart, noch weniger aber je nen des kaufmännischen Tactes eütspr! cht. Ob sich Herr Chelius auf dieseWeise nützt undderAbsatz seines Ver lages gefördert wird — mag er selbst ent scheiden; das ab er ist gewiß, daß die Tage des „Monopols" auf Ju- gendschriftcn längst vorüber sind und daß es, wie schon bemerkt, noch viele, sehr viele andere Verleger gibt, welche in dieser Richtung ebensoviel und —noch mehr bieten als Herr Chelius; dies möge er einer gefälligen Berücksichtigung würdigen,wenn auch dies Alles „ zu lang" sein dürfte, um gelesen zu werden. Viel leicht liest es doch so Mancher und damit bin ich zufrieden. Lspisnti sst! Wien, 19. September 1865. Karl Czermak. (20115.) 8oeben erscdienen und «leben auf Verlangen eu Diensten: Xntiqu.-Ost. dir. 06XXXII. Libliolksoa sn- tomologios. 6s. 1000 öds. — do. Xr. 66XXXVI. u. 66XXXVII. 6uri- oss. 6a. 1500 Lds. — do. blr. 66XXXVIII. öibliolbova roolo- gios st botanies. (kntb. wvrtkvolls Wsrlcs s. d. Kobists äer Zoologie u. Lo- tsnib.) — do. 5!r. 66XXXIX. Lekristvn über älag- nvtismus, 8omnsmbu>ismus, Xlobxmis, Istsgia eto. 6s. 400 öde. Halle a/8-, 8eptember 1865. n. HV. 8eI»»»i«It 8 Xntiguariat. k. MMstfät io Lriissel (20116.) empüebll sieb eur Lesorgung von Leltzisetiem 8ortim6»t ru den billigsten Deäingungen. Die Expedition gesckiekt in vröckentli- cken Lilsenllungen franco 1-eiprig. SiLvisodes Sortiment (20117.) besorgt schnellstens und billigst L. ILr»8pr«xv!vie in 1-eiprig. (20118.) Zu Begegnung vielfacher Anfragen hierdurch zur Nachricht, daß Friedlein's Circulnndcn - Expedition befördert: 2900 Ex. an alle Handlungen für 1 2100 Ex. an alle Sortimenter f. 1700 Ex. an alle Verleger f. (20119.) Den geehrten Sortiments- und An- tiqu.-Buchhandlungen zur gef. Notiz, daß der Unterzeichnete sich sehr gern mit der Besor gung von Aufträgen aus hiesigen Auktionen befaßt und stets gewissenhaft, prompt und billigst bedient. Um gef. zahlreiche Aufträge bittet erge benst Leipzig, 7. Sept. 1865. Ernst Heyne. (20120.) Herr Ferdinand Schmidt in Ol denburg kündigt im Börsenblatt und Wahl- zettel an, daß bei ihm erscheinen werde: Vooadulaire szrstomatiyiie LUI- KrauilltLire kkaoxrike ^ 1'ii8ÄA6 äös ^.11emg,li6.8 pse üuxtzns Lorsl. Ich finde mich nun, um Irrungen, die durch Nichtnennung des Verfassers entstehen könnten, veranlaßt zu erklären, daß Herr Prof. Eugene Borel in keiner Beziehung zu obiger Erscheinung steht. Stuttgart, 20. September 1865. Paul Neff. (20121.) Ich ersuche die Herren Verleger land- wirthfchaftlicher Werke oder technologischer Bücher, welche auf die Landwirthschaft Bezug haben, mir, womöglich noch vor, sicher aber bei Erscheinen derselben 200 Prospekte, am liebsten mit meiner Firma, unaufgefordert über Leipzig senden zu wollen. Ebenso willkom men sind mir Prospecte in gleicher Anzahl über Illustrationen oder Photographien aus dem Gebiete der Viehzucht und Ockonomie, wie aus dem Felde des Waidhandwerks, da sich mir für jene Zweige der Literatur und diese Zweige der Kunst ein besonders günstiges Absatzfeld darbietet. Breslau, den l7. September 1865. Julius Haiuanor. Dringende Güte! (20122.) — Zu einer größeren wissenschaftlichen Arbeit werden alle jene Werke über Kometen gesucht, welche besonders die physikalische Beschaffenheit derselben behandeln. Ich ersuche daher um schleunige Ein sendung je 1 Exemplars s cond-, resp. um Titclangaben; letzteres gilt namentlich für die Verleger des ferneren Auslandes, die ich cbensalls in ihrem Interesse er suche, diese Anzeige nicht unberücksichtigt zu lassen. Wien, im September 1865. Karl Czermak. Verpackte Remittrndrn. (20123.) Bei meinen O -M.-Remittcndcn wurden leider 3 Hefte „Der Verfluchte" und 105 Hefte „Phantom Polens", Verlag von F. Scherl in Berlin, verpackt; ich ersuche diejenige Hand lung, welcher dieselben zugckommcn fein soll ten, um gef. Benachrichtigung und baldige Remission. Pest, September 1865. Geibel'sche Buchhandlg.
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