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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.09.1889
- Strukturtyp
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- 1889-09-30
- Erscheinungsdatum
- 30.09.1889
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- Deutsch
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4934 Nichtamtlicher Teil. 228, 30. September 1889. Beispiel dafür ist ein hervorragendes Lehrbuch der politischen Oekonomie in seinen verschiedenen Auflagen. De» Titel dieses Werkes in all seinen Phasen hier zu verfolgen, müssen wir uns versagen, empfehlen aber den Lesern, ihn im Katalog Bd. I, p. 73 f. nachzuschlagen. Die Korrektur des Kataloges ist, wie bei der ganzen Art der Bearbeitung nicht anders zu erwarten, eine außerordentlich sorgfältige gewesen, so daß sehr wenig in Betracht kommende Fehler stehen geblieben sind. Kleinlich müßte es erscheinen, wollte man solcher zufällig aufgefundener Erwähnung thun, denn vollkommen fehlerfrei ein derartiges Werk herzustellen, ist einfach unmöglich. Daß aber der sogenannte Druckfehlerteufel auch dem sorgsamsten und aufmerksamsten Korrektor manchmal einen Schabernack spielt, bei dem man sich nachträglich wundert, ihn nicht entdeckt und vermiede» zu haben, ist eine stets wiederkehrende Erscheinung. Wenn ich einen solchen Fall hier erwähne, so geschieht es, nicht um mäkeln zu wollen, sondern nur um die Wahrheit dieser Be hauptung zu erweisen und an den speziellen Fall einige Reflexionen zu knüpfen. Wie bereits allgemein in lexikalischen Werken und überhaupt bei alphabetischer Anordnung die Gepflogenheit besteht, den Vokal i, I von dem Konsonanten j, I (ck), vollständig zu trennen, und zwar den Vokal dem Konsonanten voranzustellen, so ist es auch in dem Register vorliegenden Kataloges geschehen. Da hat sich nun der Druckfehlerteufel einen Scherz gemacht und als Ueber- schrift des Buchstaben I im Sachregister des zweiten Katalogs den Konsonanten ck hingepflanzt, der mit einer Harmlosigkeit da steht, als müsse es nur so sein. — Nun, das ist ja nicht schlimm, bringt mich aber auf etwas, was zwar eigentlich nicht hierher gehört, aber, wenn auch nicht neu, doch, wie ich glaube, immer hin einer Erwähnung wert ist. Es betrifft einen Mangel unserer deutschen Druckschrift. Wir besitzen nämlich keine Type zur Unterscheidung von I und ä, sodaß bei den großen Buchstaben meist dasselbe Zeichen bald als Vokal, bald als Konsonant gelten muß, während bei den kleinen Buchstaben die Unterscheidung i und j vorhanden ist. In der Antiqua da gegen ist die Scheidung zwischen Vokal und Konsonant voll ständig durchgeführt. Es würde sich in der That dringend em pfehle», den Vorschlag des hochverdienten Prof. Daniel Sanders zu berücksichtigen und in der Fraktur einen dem kleinen j ent sprechende» großen Buchstaben einzufiihren. Wir erwähnten bereits, daß die Bibliothek am 30. Juni 1888 einen Gesamtbestand von 62l3 Bücher-, Zeitschriften- und Broschüren-Titeln besaß, welcher aus zusammen 13448 Bänden und Heften bestand, und bemerken dabei, daß Sammelschrifte», sowie solche, welche wiederkehren, wie Jahresberichte re., stets nur als einfache Zahl ausgenommen sind. Diese Titel verteilen sich auf die einzelnen Abteilungen wie folgt: V. allgemeine Hand bücher, Gesamtausgaben, Sammelwerke, Zeitschriften 425. — 8. Staats- und Rechtswissenschaft im allgemeinen 767. — 6. Volkswirtschaftslehre und Gesellschaftswissenschaft 582. — v. Finanzwissenschaft, Zoll- und Steuerwesen 623. — 8. Handels und Gewerbe-Recht, Handels- und Gewerbe-Politik 791. — 8. Versicherungswesen, Sparkassen 196. — 6. Urheberrecht, Verlags recht, Marken-, Muster- und Patentschutz 163. — U. Maaß und Gewicht, Geld-, Bank- und Kreditwesen, Börse 582. — I. Aus stellungswesen, Messen und Märkte, Lagerhäuser 203. — L. Ver kehrs-Anstalten: Posten und Telegraphen; Eisenbahnen; Wasser straßen und Häfen 517. — 8. Wirtschaftliche Jntcressen-Ver- tretung, Vereine und Genossenschaften, Bildungs-Anstalten 591. — U. Geschichte 259. — dl. Länder- und Völkerkunde 184. — 0. Statistik 181. — 8. Gewerkslehre, insbesondere Handels kunde und Technologie 149. — Alles in allem stellt sich der Katalog in seiner Vollendung nicht nur als ein unentbehrliches Hilfsmittel bei Benützung der Bibliothek dar, er gewährt auch durch die Art und Weise seiner durchdachten und musterhaften Einrichtung dem Bücherfreund den besten Ueberblick über die in ihm vertretenen Zweige der Lit- teratur und bildet ebenso einen litterarischen Markstein auf dem Wege, den die Handelskammer zu Leipzig zur geistigen Förderung des von ihr vertretenen Standes in zielbewußter Weise schreitet, als ein Werk deutscher Gründlichkeit und deutschen Fleißes. Urmck kntnIoK' «1«8 8oi>timvnt6i'8 kür »nck Luiitlsll- verüelrr. Vorrsiostni88 einer VuLvatil littorurisoüor Lroollei- nuiiAen äer letzten oa. 25 ckabre naeli 8et>1aAvorken ^soräuot unter 8srüoIi8i6bti§unF äer pralctwoben 8eäürlm88v. Herauo- §6Asben von Hermann 1Vsi88dg.LÜ. Vierte Vukluxo äer »Hilketadelle äes 8ortimentör8 kür 8agsr unä Xunäsnverlcsllr. « zVeimar 1889, Verlag- von H. IVsissbuoü. 8röi8 gebunäeu 7 ^ 50 H Es war im Jahre 1883, als Herr H. Weißbach in Weimar zum ersten Male dem in seinem Verlage erscheinenden Buchhändlerkalcnder in der »Hilfstabellc des Sortimenters« ein nach Schlagworten geordnetes Verzeichnis der hervorragendsten Erscheinungen der Litteratur cinvcrleibtc. Seitdem sind sechs Jahre verstrichen, innerhalb welcher Zeit das kleine, überaus praktische Hilfsmittel zweimal in vermehrter und verbessertcr Ausgabe neu aufgelegt worden ist. Aus der kleinen »Hilfstabelle«, die als erster nach Schlagwortcn geordneter allgemeiner Büchcrkatalog an gesehen werden muß, ist nun in der soeben erschienenen vierten Auslage ein stattlicher Handkatalog entstanden, der als ein neuer Beweis dafür gelten mag, was ausdauernde, fleißige Arbeit zu leisten vermag. Häufig genug wird der Sortimenter befragt, welche bedeutenderen Werke über diesen oder jenen Gegenstand erschienen sind; in solchen Fällen wird der vorliegende Handkatalog die Lenkbar besten Dienste leisten. Zu seinen Vorzügen gehört in erster Linie, daß er nicht eine gewöhnliche Zusammenstellung der Schriften über den betreffenden Gegen stand u. dergl. enthält, sondern vielmehr nur die wirklich bedeutenden Werke aufführt und von diesen wieder nur die Erscheinungen der letzten fünfundzwanzig Jahre berücksichtigt. Durch die Ausschließung alles dessen, was in früherer Zeit erschienen, somit zum größten Teile längst vergriffen und nur noch auf antiquarischem Wege zu erlangen ist, sowie durch die Weglassung aller weniger wichtigen Erscheinungen, ist dem Sortimenter erspart worden, unnötigen und hinderlichen Ballast mit in Kauf nehmen zu müssen; anderseits sind auch Umfang und Preis dadurch so mäßige geworden, daß sie der Anschaffung nicht im Wege stehen. Freilich mag es keine geringe Aufgabe sein, in der Litteratur die Spreu vom Weizen zu scheiden und zu bestimmen, welches Werk der Aufnahme würdig ist, welches nicht; aber auch in dieser Hinsicht kann dem Herausgeber das Zeugnis gegeben werden, daß er das vorgestecktc Ziel, ein praktisches Hilfsmittel zu schaffen, wie es der Buchhandel bisher noch nicht besaß, vollkommen erreicht hat. Die Auswahl ist in der That eine gute. Man wird, selbst bei eifrigsten Vergleichungen mit anderen Katalogen, nicht leicht einen Titel finden, der hätte ausgenommen werden müssen, wenn man berücksichtigt, daß eben nur eine Auswahl und nicht Erschöpfendes geboten werdcnsoll. »Ich bin«, sagt der Herausgeber im Vorwort, -bei der Zusammenstellung der einzelnen Schlagworte von dem Bestreben geleitet worden, das Beste und Wichtigste des betreffenden Gebiets zu liefern; wenn mir dies nicht über all gleichmäßig gelungen ist, so ergiebt sich das begreiflicherweise aus der Natur bibliographischer Kenntnisse.« Den praktischen Bedürfnissen kommt jedoch der Katalog in der vorliegenden Gestalt entgegen, wie der vorur teilslose Beurteiler, der nicht durchaus Fehler und Mängel entdecken will, gewiß zugeben wird. Es ist oben gesagt worden, daß man nicht leicht Titel bedeutender Erscheinungen vermissen wird; anders dagegen verhält es sich bei Durch sicht der Schlagworte. Hier dürfte bei einer neuen Auflage eine erheb liche Vermehrung an: Platze sein, und zwar müßte auch, abgesehen von dem bis dahin neu Hinzukommenden, eine ganze Reihe von Namen ein geschaltet werden. Wie unter »Goethe« und »Schiller« die wichtigsten Werke aufgesührt sind, so hätte auch »Scheffel« als Schlagwort aufge stellt und darunter nicht nur dessen Werke, sondern auch die Biographieen von Pilz, Prölß und Ruhemann genannt werden müssen. Wie dcr Herausgeber ganz richtig sagt, kann man, wenn man durchaus will, Fehlendes Nachweisen; aber die Hauptsache bleibt doch, daß das Buch die hauptsächlichsten Erscheinungen umsaßt, also nicht Wert loses mit Wertvollem zusammen enthält, und daß der Sortimenter, der doch in den meisten Fällen nur nach den hervorragenden Werken befragt wird und nur ganz selten über die gesamten Erscheinungen sich unterrichten muß (für welche Zwecke dann natürlich nur Spczial-Biblio- graphieen dienen können), in dem vorliegenden -Hand-Katalog» ein praktisch brauchbares Hilfsmittel erhält. Menschenwcrk bleibt ja stets Stückwerk; aber bei dem Zusammenarbeiten Vieler läßt sich mit der Zeit doch eine Vollständigkeit erreichen, die auch den strengsten Anforderungen genügen'(kann. Wenn daher Verleger und Sortimenter sich durch Ein-
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