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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.03.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-03-03
- Erscheinungsdatum
- 03.03.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
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Redaktioneller Teil. S1, 3. März 1914. Professor Frischeisen-Köhler über Philosophie, Professor Naumann über Freimaurerei, vr. Hans Helmolt über Ge schichte, Alexander von Gleich en-Rutztvurm über Schöne Literatur, W. v. Humboldt, Goethe und den Wei marer Kreis, Professor Basch in über Erd-, Völker- und Meereskunde, Professor Manes über Volkswirtschaft, vr. Scheel über Höheres Unterrichtswesen, Theodor Blum über Kaufmännisches und gewerbliches Unterrichtswesen und Richard Nordhausen über Jungdeutschland berichten. Die Festschrift ist kein Verlagskatalog, und es ist in diesem engen Rahmen unmöglich, die bedeutendsten Erscheinungen des Verlags auch nur mit annähernder Vollständigkeit auszuzählen. Einige der bekanntesten Werke sind schon angeführt worden. Braucht erst an die Publikationen des Großen Generalstabes über die letzten Kriege von 1884, 1868 und 1870/71, die Kriege Fried richs des Großen, Moltkes Werke, die Schriften Fr. von Bern hardts, von Blumes, von Boguslawskis, von Conradys, des Prinzen Kraft zu Hohenlohe-Jngelfingen, Meckels, Vcrdy du Vernois', des Feldmarschalls v. d. Goltz, Bronsart v. Schellen dorffs, von Lettow-Vorbecks, von Freytag-Loringhovens u. a., an die amtlichen Dienstvorschriften für Armee und Marine, an den Nauticus, die Segelhandbücher, an Eislers »Wörterbuch der phi losophischen Begriffe«, an Überwegs Grundriß der Geschichte der Philosophie, an Hopf und Paulsieks Lesebuch, an Dietrich Schäfers Weltgeschichte der Neuzeit, an Jork v. Wartenburgs Weltgeschichte in Umrissen, an das Lebensbild »Gabriele v. Bülow«, an Wilhelm Bades Goethegeschichten erinnert zu werden? Nur eines sei noch hcrvorgehoben. Am 18. Januar 1911 erst ist die Jugendbe wegung in Fluß geraten: der Verlag Ernst Siegfried Mittler und Sohn hat ihre Bedeutung sofort erkannt und für ihre litera rische Unterstützung und Ausgestaltung gesorgt: ich nenne nur die illustrierte Halbmonatsschrift »Der Jungdcutschland-Bund« (2. Jahrg. 1913) und die vom Jungdeutschlandbund und der deut schen Turnerschaft gemeinsam herausgegebene illustrierte Wochen schrift »Jungdeutschland-Post«. Die Festschrift ist geschmückt mit den Bildnissen Wilhelm Die- tericis, Ernst Siegfried Mittlers, vr. Theodor Toeche-Mittlers — das des tatkräftigen Juniorchefs vr. Konrad Toeche-Mittlcr fehlt leider — und mit zahlreichen Ansichten der Ge schäftshäuser und Betriebsräumc. Auf 52 Tafeln er scheinen in 469 Porträts die Autoren der letzten fünf undzwanzig Jahre: 5 Generalfeldmarschälle (Moltke, Wälder- see, Schlieffen, Haeseler, von der Goltz), 252 Vertreter der Kriegswissenschasten, 68 der Marine- und Koloniallite ratur, 135 aus den übrigen Verlagsgebieten; die 8 Schriftleiter des Militärwochenblatts fehlen natürlich auch nicht. 28 Spalten des Namenverzeichnisses gestatten eine schnelle Orientierung. In dem Geleitwort zur Festschrift beim hundertjährigen Jubiläum heißt es: »Ja, ist es schon ein beachtenswerter Vor zug, daß ein Geschäftshaus in dem Wandel menschlicher Dinge ein Jahrhundert hindurch im Besitze ein und derselben Familie verbleibt und deren Lebensstellung bildet, so prägt sich ein solches Geschäftshaus vollends zu einer Eigenart, zu einer geistigen Individualität aus, wenn die Lebensauffassung, fast sogar das Temperament der Besitzer das gleiche bleibt, dieselben Grund sätze, dieselben Zielpunkte daher auch im Geschäftshause ein Jahrhundert hindurch wie ein Erbgut walten.« Das gilt heute, ein Vierteljahrhundert später, noch genau so. Die Firma ge hört jetzt in fünf Generationen ein und derselben Familie zu, und bei allen Wandlungen und Erweiterungen, die der Verlag erfah ren hat, hat man doch beim Durchblättern dieser Verlagsberichte den überzeugenden Eindruck, daß es der gleichmäßige Fortbe stand überlieferter Anschauungen ist, nach denen die Besitzer die Leitung führen. Das läßt sicher in die Zukunft blicken. Mit dem gesamten deutschen Buchhandel bringt auch das Börsenblatt seine besten Wünsche zur weiteren gedeihlichen Entwicklung des Verlags Ernst Siegfried Mittler und Sohn dar. Für seine Tätig keit hat Felix Dahn den kurzen und prägnanten Wahl- und Sinnspruch geprägt: »Die Wissenschaft eine Waffe, Die Waffe eine Wissenschaft!« Die Reklamemarke im Buchhandel. (Fortsetzung zu Nr. 49 u. KO.) Das Reklameproblem wird einfacher, sobald sich die Propa- ganda nicht auf Sammelwerke, Verlagsgruppen, Verlagsrich- tung usw., sondern lediglich auf ein einzelnes Buch erstreckt. Ein bequemer und oft beschrittener Weg ist die Benutzung der verklei nerten Umschlagbildcr. Diese Art der Lösung muß als sehr zweck entsprechend angesehen werden, weil in den meisten Fällen in den Umschlagbildern die gleiche Werbeabsicht bereits vorhanden, das Reklameproblem also schon gelöst ist. Es würde nun zu weit führen, alle Einzelfälle kritisch zu untersuchen und ans Zweck und Wirkung hin zu prüfen, weil sich schon von Anfang an eine ge wisse Gleichmäßigkeit ergibt, und man viele Bilder als bekannt voraussetzen darf. Vorangestellt soll die Serie des Verlags der Karl May-Stiftung in Radebcul bei Dresden wer den, weil sie auf die geschilderte Weise nicht für das einzelne Buch, sondern ausdrücklich auch auf jeder einzelnen Marke für die Schriften Mahs überhaupt wirbt. Am Kopfe befindet sich — wie bei den Büchern — der Einzeltitel, währeüd am Fuße ein Feld ausgcspart ist für folgende Wortreklame: »Wer ein Buch liest, wird alle lesen! Karl May's gesammelte Werke, Verlag der Karl May-Stiftung, Nadebeul-Dresden«, in besonderem kleiüen Felde: »Preis -tk 4.— geb.«. Die Serie besteht aus 24 Blatt und wird in Packungen von 168 Serien an den Reklamemarkcn-Engroshan- del für kk 3.50 abgegeben. Der Preis im Wiederverkauf soll mög lichst nicht billiger als 6 Stück für 5 4 angesetzt werden. Von den in drei Farben ausgeführten Marken sind innerhalb von zwei Monaten rund 250 000 abgesetzt worden, davon 200 000 gegen Bezahlung Die Nachfrage soll, obgleich anderwärts ein Rückgang des Interesses dafür behauptet wird, laut Mitteilung des Verlags eine ganz außerordentliche sein. In Österreich sei der Absatz gering, doch sei neuerdings ebenfalls Interesse zu verspü ren. Die Art derReklame habe sich bewährt, wobei zu berücksichtigen sei, daß die Schriften Karl Mays hauptsächlich von denjenigen Volkskreisen gekauft würden, die auch als Hauptabnehmer und Sammler von Reklamemarken in Frage kämen. In ausgiebiger Weise hat sich der junge Verlag von Hans Hübner in Prien am Chiemsee (kürzlich nach München verlegt) die Re klamemarke zunutze gemacht. Die Umschlagbilder der drei Werke Franz W. Scherers »Minnedank«, »Meister Heinrich« und »Der Stainer am Stein« erscheinen in einfarbigem Druck, aber in der Farbe variierend auf weißem, grünem, ziegelrotem, rosafarbigem und gelbem Papier. Ebenfalls als Reklamemarke auf verschiedenfarbigem Papier gedruckt ist das limschlagbild des »Kllchenbreviers für Hagestolze« von Hans Withalm, im Verlage des Art. Instituts Orell Fützli in Zürich erschienen. Die Firma A u g u st S ch e r l G. m. b. H., B e r l i n, bringt die Umschlagbilder der drei Werke Kaiser Wilhelm ll. und die Ma rine, Neuer deutscher Märchenschatz, Scherls Jungdeutschland- Buch in sehr hübscher farbiger Ausführung. Die Marken wer den in erster Linie zu Reklamezwecken verbreitet und je nach Be darf unberechnet, an Händler aber für 1.50 das Tausend gelie fert. Sehr wirkungsvoll und zweckmäßig ist auch das verkleinerte Umschlagbild des Buches von Albert Kunze: »Bliemchen auf der Iba« im Verlage von Abel L Müller in Leipzig, ferner das der Schrift von Hans Wegener: »Das nächste Geschlecht« im Verlage von Alfred Töpelmann in Gießen (schon vor 5 Jahren erschienen) und der beiden Breviere von Koebncr- Leonard und F. W. Kocbner: »Tanzbrevier« und »Der Gentle man« imVerlagderLustigenBlätterinBerlin. Die Firma G. A. Gloeckn er in Leipzig bringt das in Briefmar- kcngröße verkleinerte Umschlagbild von »Rothschilds Taschenbuch für Kaufleute« als Reklamemarke einfarbig gedruckt (braun, vio lett, grün, blau und rot) heraus und benutzt es als Briefver- schlußmarke und Einlage in einzelne Vcrlagswerke. Die Firma Karl Siegismund in Berlin führt eine verkleinerte Ab bildung ihres Grotz-Berliner Kalenders als Werbemarke, wäh rend Erich Leonhardi Nachf. in D re s d en-Blascwitz zur Reklame des Dresdner Kalenders nur eine Verkleinerung des Umschlagbildcs benutzt. In derselben Weise wirbt die Firma Expedition von Hendschels Telegraph in Frank-
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