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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.10.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-10-24
- Erscheinungsdatum
- 24.10.1871
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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246, 24. October. Vermischte Anzeigen. 3431 Herr Franz Ebhardt in Paris resp. Berlin (32262.) bat, nachdem ich gemäß meinen An zeigen im Börsenblatt? Nr. 217 :c. ihm die Ge legenbeit gegeben, meine Fordernng an ihn durch Zahlung der Hälfte des Betrages zu tilgen, es nicht zu unterlassen vermocht, nach wirklich ge schehenem Ankauf dieser Forderung zu guter Letzt nochmals einen ehrenrührigen Artikel gegen mich im Börsenblatt Nr. 239 losznschleudern. Mit Widerwillen nur gehe ich an die Beantwor tung dieses Artikels, wie auch nur meine Abnei gung, mit einem Manne von der Handlungs- und Gcsinnungöweise des Herrn Ebhardt noch irgend wie in Beziehungen zu stehen, der Grund war, meine Fordernng an ihn mit einem so bedeuten den Verluste loszuschlagen und auf eine gericht liche Verfolgung ganz zu verzichten. Auch erst die kürzlich erfolgte llcbcrsicdclnng des Herrn Ebhardt nach Berlin hätte mir die Gelegen heit gegeben zu einer Klage, welche in Paris an- zustellen bei der Lage der politischen Verhältnisse bisher wenigstens fast eine Unmöglichkeit war. Wie schon einmal in meinem Circular vom 11. April c. (siehe Börsenblatt v. 17. April), muß ich auch die neuen Ansckmldigungen des Herrn Ebhardt als eine absichtliche Entstellung der Thatsachcn bezeichnen. Meiner damaligen Erklärung, gegründet auf einfache Facta, ver- ! mochte Herr Ebhardt kein Wort der Widerle gung entgegenzusetzen, und wenn er cS jetzt von neuem versucht, meine Ebre anzutastcn, so wer den alle seine Anschuldigungen, zu denen er die kräftigsten Ausdrücke nicht scheut, von neuem durch die Thalsachen in ihrer vollen Nichtigkeit dargelegt. 1) Die Gesammt-Forderung an Herrn Eb hardt betrug 1108? ^ 9 S-( 7 H, davon 8500 ^ aus Wechsel und 2588 ^ 9 S-( 7 2, als ferner verbliebene, längst fällige Buch- sorderung; ich habe dieses Guthaben für die Hälfte ausgeboten, und nachdem dasselbe mit 5044 ^ 4 S-l 9 A bezahlt worden, das Conto des Herrn Ebhardt gelöscht und mein Inserat sofort zurückgezogen. ES ist also eine unnöthige Sorge seitens des Herrn Ebhardt, daß ich noch eine weitere Forderung geltend zu machen beabsichtige, und seine Warnung vor dem Ankauf einer solchen nichts als eine gänzlich uninotivirte gehässige Phrase. 2) Mein erstes, unterem 15. Mai 1867 mit Herrn Ebhardt geschlossenes Associo-Ver- hältniß ist schon vor dein Erscheinen irgend einer Nummer der „Saison" aufgehoben worden, worüber die beiden folgenden Briefe genügenden Ausweis liefern. n. Herrn Franz Ebhardt in Paris. Berlin, 22. November 1867. Ihre vorgestrige Zuschrift hat den Anschein, daß Sic schon etwas ruhiger über unsere gegen seitige Stellung denken. Da die Zeit drängt, will ich Ihnen deshalb sofort mittheilen, daß ich nach wie vor geneigt bin, an unseren letzten Ab machungen fcstzubaltcn, daß ich aber bei Ihrem, in Gcschäftssachcn oft sehr ungeschäftlichen Ver fahren, sowie bei Ihrer großen Hinneigung zum Verschwenden — Ihre Cassa-Auszüge, besonders die letzten, geben einen schlagenden Beweis hier von — einige Bedingungen stellen muß, die ich dem gegenüber mir selbst und meiner Familie schuldig bin. 1) Daö Verlagsrecht der ,,Saison" gehört mir; für Frankreich jedoch sowie für den Einzelvertrieb nach dem Anslande, haben Sie allein die Agentur, solange Sie den untenstehenden Verpflichtung (3 und 4) entsprechen. 2) Alles, was durch den deutschen Buch handel verlangt wird, aber auch nur die ses, erpedirc ich für meine Rechnung. 3) Das Ihnen gegebene Darlehen von 2000 Thlr. ist zinsenfrei; es ist zur einen Hälfte am I. Januar 1870, zur andern am 1. Januar 1871 zurückzuzahlen. 4) Meine Waarcn-Lieferungen für den ersten Jahrgang der „Saison" bezahlen Sie sechs Monate nach Ausstellung meiner Rech nungen, vom zweiten Jahrgange ab drei Monate nach Ausstellung derselben, später nach vier Wochen. 5) Alle Sendungen geschehen gegenseitig franco und spesenfrei, mit Ausnahme der Auflagen an Prospeclcn, Nummern, Bei lagen, sowie Ihrerseits an Modenbildern rc. rc. gez. Franz Lipperheide. b. Herrn Franz Lipperheide in Berlin. Paris, 25. November 1867. Ihre wertken Zeilen vom 22. d. Mts. haben sich mit meinen gestrigen gekreuzt. Wie ich es vorausgeschen, hat der Geist der wahren Huma nität in Jlmen gesiegt, was mich umsomehr freut, als Sic mir cntgcgenkommen, ehe Sie die persönliche Genugthuung von mir erhalten haben. Nicht allein Redensarten sollen es indessen sein, durch welche ich Sie überzeugen will von dem aufrichtigen Wunsche, unser srühdreS freund schaftliches Verhältniß wieder anzübahnen; son dern die hiermit ausgesprochene unbedingte Annahme Ihrer letzten Propositionen voni 22. d. Mts. in Betreff der Modification unseres ContracteS möge Ihnen den factischcu Beweis dasür liefern rc. rc. (gez.) Franz Ebhardt. 3) Daß ich Herrn Ebhardt drei Jahre lang „jede Factur und jeden Rechnungsauszug vorenthalten", ist gemäß den Notizen in meinen Büchern eine grobe Unwahrheit. Herr Ebhardt konnte, wenn er wollte, außerdem den Stand seiner Schuld recht gut ermessen, denn ich habe ihm keine Sendung gemacht, deren Preise nicht vorder contractlich oder brief lich vereinbart gewesen wären. Herr Ebhardt aber vergißt sehr vieles; er vergaß es sogar, die ihm zinsfrei geliehenen 2000 Thlr. zurück zuzahlen oder auch nur deswegen sich zu ent schuldigen. 4) Wenn ich statt des vereinbarten ein- bis sechsmonatlichen CreditS letzteren auf zum Theil länger als vier Jahre ansdchnte, so konnte dies wohl nur geschehen, um Herrn Ebhardt in mehr als loyaler Weise Ge legenheit zu geben, oie schlimmen Folgen seiner, von säst fürstlichem Auswand beglei teten Lebensweise von sich abzuwenden. 5) Wegen der Gründe, die mich schließlich dennoch veranlaßtcn, Herrn Ebhardt die Agentur aufzukündigcn, und wegen der durch mich ins Werk gesetzten Weiterführung der „Saison" kann ich füglich aus meine Auf klärungen im Börsenblatt vom 17. April cr. verweisen, die Herr Ebbardt, wie schon gesagt, in keiner Weise zu widerlegen ver mocht noch vcrsuckit hat. Recht bezeichnend für die GesinnungSweisc des Herrn Ebhardt ist eö endlich, daß er die Titel- Vignette zur „Saison", die ich habe zeichnen lassen und die ich allein in Zeichnung wie Holzschnitt bezahlt habe, jetzt auch für sein deutsches Blatt „Haus uno Welt" anwendet. Leider habe ich s. Z. unterlassen, diese Vignette als mein Eigen thum cintragen zu lassen; sie gilt nun als bloße Buchdrucker-Vignette, die Jeder gebrauchen kann, wenn auch im Deutschen Buchhandel einer solchen Freiheit meines Wissens bisher Niemand anders als Herr Ebhardt sich bedient hat. Berlin, 19. October 1871. Franz Lipperheide. Äic Lehrer-Zeitung für die Provinz P2263.) Preußen, welche bisher monatlich 2 mal ausgegeben wurde, erscheint vom 1. Januar 1872 wöchentlich. Der freisinnige und unabhängige Standpunkt dieses Blattes, welches gleichzeitig alleiniges Organ des Pestalozzi-Vereins und des Lehrcr-Emeriten- Vcreius für die Provinz Ost- und Westpreußen ist, und deshalb nicht nur von den 4000 Mit gliedern, sondern auch von allen Lehrern und Schul-Behördcn der Provinz fast ausschließlich gelesen wird, trägt zur Verbreitung desselben in allen gebildeten Kreisen wesentlich bei. Literarische Anzeigen, Bekanntmachungen von Behörden, Schulvorständen, Patronaten und namentlich über Lehrervacanzen finden in dem Jnseraten-Thcil der Lehrer-Zeitung eine weite und wirksame Verbreitung; gleichzeitig werden Bei lagen literarischen und anderen Inhalt« angenommen und billigst berechnet. Annoncen werden angenommen von allen soliden Annoncen- Bureaur, namentlich von der Annoncen-Ervcdi- tion von Haasenstein L Vogler in Leipzig sötvic von der Expedition der Lehrer-Zeitung f. die Provinz Preußen in Pillkallen. (32264.) Obschon ich vor der Ostcrmesse d. I. im Börscnblatte auf das dringendste gebeten habe, mir von Nissen, Unterredungen über die biblischen Geschichten. 2 Bde. 11. Ausl, keine Exemplare zur Disposition zu stellen, so ist doch diese Bitte von einer großen Anzahl von Handlungen völlig ignorirt. Ich habe in jedem einzelnen Falle die Disponenden dieses Buches gestrichen und zurückverlangt; da aber auch dies von vielen Handlungen unbeachtet geblieben ist, so sehe ich mich zu der bestimmten Erklärung veranlaßt, daß ich alle nach Ende November d. I. in Leipzig eingehenden Exemplare unter Bezug nahme auf diese meine Anzeige zurückweisen werde. Ferner zeige ich hierdurch an, daß ich das kürzlich bei mir erschienene Buch: Kardel, Aufgaben zum Kopfrechnen. 2 Hfie. nicht mehr 4 cond., sondern nur noch fest liefern kann. Sollten Exemplare davon ohne Aussicht auf Absatz lagern, so würde man mir durch baldige Remission derselben einen großen Gefallen erzeigen. Kiel, den 19. October 1871. Ernst Hamann. Dringende Bitte an die Herren Verleger Süddcutschlands. (32265.) Wir bitten alle die Herren Verleger Süddeutjchlands. mit denen wir bisher über Stuttgart verkehrten, unsere Firma, wenn es nicht bereits geschehen, auch auf die Leipziger AuslicferungSliste zu setzen. Nur so ist cs möglich, rasch und in wenigen Tagen Bestelltes aus dem Verlage der nicht in Stuttgart Lager haltenden Handlungen zu erhal ten, während andernfalls regelmäßig verschiedene. Wochen und mehr darüber lnngehen. Jurany L Hcnscl in Wiesbaden,
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