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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.02.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-02-21
- Erscheinungsdatum
- 21.02.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 43, 21. Februar 1914. G e h a l t s z a h l u n g. Um die Höhe der einzelnen Gehälter nicht ohne weiteres auch Unberufenen darzutun, empfiehlt es sich, nur die Gesamtsumme im Tagebuch einzutragen, die Einzelauf stellung aber in einem kleinen Beibuche, dem Gehaltbuch, zu machen. Buchungsvorgang: Kassenkonto-Gutschrift, Unkosten konto-Belastung. — Abzug für Angestelltenversiche rung an den Gehältern. Es gilt hier das bereits unterm 4./1. über Krankenkassen- und Jnvaliditätsbeiträge Gesagie. — Die Bezahlung des Gesamtbetrages an die Reichsversiche- rungsanstalt durch die Firma erwirkt Kassenausgang und Belastung des Unkostenkontos. Bei Firmen, die die volle Bei tragsleistung für diese sozialen Einrichtungen übernommen haben, gestaltet sich die Verbuchung durch Wegfallen der Abzüge ein facher. — Die viertel- oder halbjährlich eingezogenen Pauschal« gebühren für Telephonbenutzung sowie die monatlich er hobenen Beträge für telephonische Ferngespräche sind, soweit sie nicht in Ausnahmesällen einem besonderen Konto zur Last ge schrieben werden, als reine Unkosten zu betrachten und deren Konto zu belasten. — Gas und Elektrizität zu Beleuch- tungs- und Krastzweckcn belasten das Unkostenkonto. — Da Bar eingänge durch Kommissionär bereits jeweils nach Einlauf mit der Avissumme dem Kommissionärkonto gutgebracht wurden und Barrsmittenden unter die Monatsbuchungen eingestellt wer den, so bleiben von der monatlichen Kommissionärab rechnung nur noch einzelne Posten zu verbuchen übrig, so z. B. seine Belastung für Portoausgaben, Fracht, Rollgeld, Ver packung für geleistete Zahlungen usw., ebenso seine Gutschrif ten für empfangene Zahlungen. — Zur Gewinnung klarer Aus weise über die einzelnen Aufwendungen ist es empfehlenswert, die Vertriebsportokosten von denjenigen reinen Un kostencharakters zu trennen. Soweit nicht Einzelkonten für Un kosten und für Vertrieb geführt werden, geschieht diese Verteilung — die für die Buchführung an sich nicht notwendig ist — im Unkostenbuch (s. Beispiel). Dagegen ist eine Umbuchung der Portoausgaben erforderlich, die den Beziehern berechnet wurden. Diese sind dem Unkostenkonto gutzubringen und den betreffenden Abteilungskonten zu belasten. Schon um deswillen, weil diese vergüteten Portoaufwendungen ein Gegengewicht gegen die in den Einnahmesummen mitenthaltenen Portobeträge dar stellen. Ohne diese Scheidung würden die Unkosten eine unrecht mäßige Höhe erreichen, während die Abteilungskonten als Ge winnungskonten durch die in den Einnahmen mitenthaltenen Porti einen zu Unrecht bestehenden Gewinn erzielen würden. Die zu dieser Trennung notwendigen Zahlenunterlagen sind leicht zu erhalten. Die gebräuchlichen Portobllcher führen meist zwei Zahlenreihen: eine für Unkostenporti <als vom Geschäft selbst zu tragende Spesen) und eine für berechnete Portoaufwendungen. Wird nun auf den Postausgängcn von dem abfertigenden Per sona! diese Trennung unter kurzer Bezeichnung der Abteilung durchgeführt, so liegt dem die Portokasse — die für alle Abtei lungen gemeinsam geführt wird — verwaltenden Angestellten nur der richtige Eintrag ob. Bei jeder Seitenaddition ergeben sich so die Aufwendungen beider Arten von selbst. Die Unterscheidung nach den einzelnen Abteilungen müßte allerdings durch Aufstel lung gewonnen werden, da es zu weit führen würde, diese Grup pierung in nebeneinanderstehender Tabellenform zu geben. Monatsbuchungen. Es sind darunter diejenigen Buchungen verstanden, die wegen Vereinfachung des Buchwerkes jeweils nur am Monatsschlutz in einer Summe übernommen wer den. Für das Sortiment kommen hier in Frage: das Kommis sionsgut nach dem Kommissions-Eingangsbuch, der feste Bezug lt. Sondereintrag im Bareingangsbuch, die Kommissions- und Barremittenden sowie die Lieferungen an Kunden in Rechnung, wie sie das Kundenbuch gibt. Die im Ansichtsbuch verzeichneten Posten bleiben bis zur Meldung des Behaltens oder bis zum Ab lauf des für Ansichtssendungen geltenden Termins bestehen, um dann als Festabnahme im Kundenbuch kurz notiert zu werden. Am Geschäftsjahresschlutz sind die noch offenen Ansichtssendungen je nach der Art der betreffenden Artikel als Bestand des festen oder Kommissionslagers anzusehen. Für die übrigen Abteilun gen sind es ebenfalls die in Rechnung gestellten Leistungen. 292 Die bereits erwähnten monatlichen Verrechnungen der einzel nen Abteilungen untereinander bilden, wie das Tagebuchbeispiel zeigt, den Schluß der monatlichen Eintragungen. Ihr Wesen er klärt sich aus dem für die doppelte Buchführung allein möglichen Grundsatz: Gutschrift des gebenden und Belastung des empfangen- den Kontos. Die Monatsumsätzeder einzelnen Konten sind mit deren Addition gegeben. Diese, in Soll- und Habenspalten getrennt gegeneinander ausgerechnet, zeigen bei Übereinstimmung die Rich tigkeit der Buchungen. Um sich vor schwer auffindbaren und lang wierigen Differenzen nach Möglichkeit zu bewahren, ist es empfeh lenswert, diese Richtigkeitsprobe bei jeder Buchseite vor dem Übertragen auf die nächste vorzunehmen. Der Monats ab- schlutz wird nur durch Aufrechnung der Kontenspalten gebildet, so daß ein »Saldoziehen« im Tagebuch nicht erfolgt. Die Ge samtsummen aller einzelnen Konten werden vielmehr am Monats- schlutz in das Monatsbuch übertragen, das sich in seiner Liniaturanordnung dem Tagebuch durchaus anschlietzt. Da die Buchungen im Monatsbuch wenig Raum beanspruchen, so braucht dieses nicht umfangreich zu sein. Wer auf ein besonderes Buch für diese Zusammenstellungen ver zichten will, kann auch die letzten Seiten des Tagebuchs zum Eintrag der Monatssummen und zum Abschluß am Jahresende verwenden. Die Saldovorträge aus dem verflossenen Ge schäftsjahr bilden den ersten Eintrag in dieser Aufstellung der Monatssummen, d. h. man wird für diese Vorträge je nach Be darf eine oder zwei Zeilen frei lassen bis nach Beendigung des vorangegangenen Abschlusses. Die Ergebnisse der einzelnen Kon ten reihen sich Monat für Monat an. Das beigegebene Beispiel des Monatsbuches enthält der Raumersparnis wegen die Konten summen der Monate Februar bis Dezember in je einem Betrage zusammengezogen. Die getrennte Aufnahme einzelner Wertgruppen innerhalb der Abteilungskontcn bereitet keine Schwierigkeit, während deren Unterscheidung eine klare Übersicht schafft. So sind bei den Vor trägen der Erfolgkonten die einzelnen Wertgruppen aus gewiesen, z. B. Sortimentskonto I: -K 5928.30 — festes Lager an Büchern, Musikalien, Schreibwaren, -4k 20 185.80 — Kommissions gut ; Sortimcntskonto II: «kk 1850.10 — Lager an Kunstgegenstän den und Lehrmitteln, -kk 1207.— — Leihbibliothek; Druckereikonto -kk 15 237.50 — Schriften und Schriftenmaterial, -T 1821.85 — Materialien wie Werkzeuge, Farben, Selbstkosten für am Jahres- schluß noch in Herstellung befindliche Arbeiten; Zeitungskonto: -4k 8500.——das durch Abschreibungen bis auf diese Summe herabgesetzte, vom Vorbesitzer gekaufte Verlagsrecht der Zeitung, -kk 395.40 — Materialbestände, wie Druckpapier, eigene Klischees der Zeitung, Makulaturvorräte usw. Die in der Sollspalte des Gläubigerkonios II (Kommissionsrechnung) enthaltene Summe bezeichnet die auf Kommissionskonto bei Verlegern aus Oster messe 1912 stehenden Guthaben, die Summe der Habenspalte die Forderung der Verleger für Kommissionsgut. Der Unterschied zwischen dieser Forderungssumme von -4k 23 165.15, und dem durch die Inventur ermittelten Bestand von ^k 20 185.60, wie ihn das Sortimentskonto I ausweist, ergibt den Nettofakturenbc- trag der vom Kommissionsgut verkauften und nicht bar nachbezo genen Artikel. Die Jahresremittenden werden, wie schon be sprochen, jeweils monatlich verbucht. Bei den Remittenden der Ostermesse kann es über die Dauer der fraglichenMonate ebenso ge halten werden, wenn man sie nicht nach Beendigung der Remission in einer Summe eintragen will. Die Disponenden dagegen bleiben besser bis zum Jahresschlutz unberücksichtigt. Genau genommen müssen auch diese zum gleichen Zeitpunkt dieselbe Verbuchung er fahren. Da aber die Schulden für die disponierten Bücher auch weiterhin bestehen, so wäre der Betrag für die Disponenden so fort dem Gläubigerkonto II wieder gutzubringen und dem Sorti- mentskonio I zu belasten. Diese erschwerende Zwischenbuchung kann man sich ersparen. Die Zahlungen zur Ostermesse nach der Hauptzahlungsliste sind, da die Übermittlung des Betrags vielfach von der Bank aus an den Kommissionär erfolgt, in diesem Falle in zwei Teilen zu
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