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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.05.1922
- Strukturtyp
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- 1922-05-10
- Erscheinungsdatum
- 10.05.1922
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- Deutsch
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x° 108, 10, Mat 1922, Redaktioneller Teil, Börsenblatt f. p. Llschn. Buchhandel den Mitglieds Geheimrat Prof, vr, Seeliger wurde Gehsimrat Prof, vr, Brandenburg gewählt, zu dessen Stellvertreter Gehelmrat Prof, vr, Schulde in Leipzig. Im vergangenen Jahre hat die Kommission die von Prof, Hecker In Dresden bearbeiteten Schriften Melchiors von Ossa nebst einer darstellenden Einleitung veröffentlicht, die für die Verfassungs», Rechts- und Wirtschaftsgeschichte Sachsens im 18, Jahrhundert von großer Bedeutung sind. Dis Fortführung der Ar beiten der Kommission ist bei der schwierigen Lage im Buchhandel zur zeit sehr erschwert, obschon die vom Staat dazu zur Verfügung ge stellten Mittel eine Erhöhung erfahren haben. Vor allem soll ein neuer Band der Bibliographie der Sächsischen Geschichte, die vr, Bem- mann-DrcSdcn bearbeitet, in nächster Zeit hcransgebracht werden. Auch steht die Veröisentlichung eines ersten Bandes der Bauernkriegsakten in Mitteldeutschland aus dem Nachlaß von Archivrat vr, Merr bevor. Nahezu abgeschlossen ist eine Darstellung von vr, W, Görlid-Niesky, welche die Ausgabe der Ständeakten für die Zeit Herzog Georgs ein leiten soll: In Aussicht genommen wird eine Veröffentlichung einer neuen Lieferung des von Prof, Flechsig-Brannschweig bearbeiteten Werkes über die sächsische Bildhauerei und Maleret vom 14, Jahr hundert bis zur ResormationSzeit, Besonders weit gefördert sind die Arbeiten zur historischen Landeskunde, doch ist bei ihnen wie auch bei anderen Arbeiten der Kommission die Drucklegung bei den bestehenden schwierigen Verhältnissen zurzeit noch nicht gesichert. Es wäre drin gend erwünscht, daß die Kommission, die während der ersten LS Jahre ihres Bestehens die sächsische Geschichte wesentlich hat fördern können, durch die Kreise der Bevölkerung selbst Unterstützung findet, um ihre Arbeit trotz der Not der Zeit kräftig fortführen zu können. Postkartcniormat. — Die für den inneren deutschen Verkehr zu gelassenen nichtamtlich hergcstellten Postkarten bis zur Größe von 18,7: 18,7 cm können jetzt auch im Verkehr mit Österreich verwendet werden, Ausfuhrabgabengcsetz, — Dem Reichstag ist der Entwurf eines Ausfuhrabgabengesetzes nebst Begründung zur Beschluß fassung zugegangen. Die wichtigsten der vorgeschlagenen Bestimmungen sind folgende: Bon dem Ausfuhrwerte der Waren, die über die Zollgrenze des Deutseben Reiches ausgeführt werden sollen, werden Ansfnhrabgaben nach Maßgabe des Ansfuhrabgabsntarifs erhoben. Die Reichsregierung kann mit Zustimmung des Reichsrats allgemeine Ausnahmen von dieser Vorschrift zulasfen: ferner kann sie in besonderen Fällen Anord nungen über den Erlaß oder die Ermäßigung der Abgaben treffen. Die Rkichsregierung erläßt mit Zustimmung des Reichsrats die nähe ren Vorschriften über die Berechnung des Ausfuhrwerts. Sie setzt mit Zustimmung des Reichsrats den Tarif fest. Bis zum Inkrafttreten des Tarifs wird die AuSfnhrabgabc nach dem der Bekanntmachung vom L7, Oktober 1921 sDeutscher Reichsanzeiger Nr. 284 vom 29, Ok tober 1921s anliegenden Tarif erhoben, für dessen Abänderung die Be stimmungen des 8 9 Abs, 1 erster Satz und Abs, 3 der Ausführnngs- bestimmungen zu der Verordnung über di« Außenhandelskontrolle vom 8, Avril 1928 sRGBl, S, S88s maßgebend bleiben. Im Falle einer Erhöhung der Tarifsätze ist der Abgabepflichtige berechtigt, die Ansfuhrabgabe nach Maßgabe der Ausflihrungsbestlmmungen zu dem zur Zeit des Geschäftsabschlusses geltenden Tarifsatz zu entrichten. Die Reichsregierung bestimmt mit Zustimmung des Reichsrats die zur Festsetzung und zur Erhebung der Aussuhrabgabe zuständigen Stellen, Sie regelt auch mit Zustimmung des Reichsrats daS Verfahren, Waren, die bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes einer Ausfuhrbewilligung nicht bedürfen und auf Grund von Rechtsgeschäften anSaesührt werden, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes abge schlossen sind, werden nach Maßgabe der AuSflihrnngsbesttmmunqen von der Ansfuhrabgabe befreit. Die Reickisregicrung kann von den Vor schriften dieses Gesetzes abweichende Bestimmungen erlassen. Bis zum Erlaß dieser Bestimmungen, die der Zustimmung des Reichsrats be dürfen, bewendet es bei den bisherigen Vorschriften, Die ReichSregic- rnng erläßt mit Zustimmung des Reichsrats di« Ausflihrnngsbcstim- mnngcn. Zum 89, Jahrestag der deutschen Universität in Straßburg, — Am 1. Mai 1922 waren es 88 Jahre, daß in S t r a ß b u r g die K a i I e r Wilhelm-Universität gegründet wurde. Mit der Gründung der Straßburger Universität im Jahre 1872 wollte Deutschland im Elsaß gleichsam ein Denkmal des deutschen Geistes errichten und zu gleich bas enge geistige und völkische Band zwischen der Heimat und den Retchslanden stärken. Während es 1872 den Lehrern der damaligen französischen Akademie frei blieb, in die neue Universität überzutreten, zeigte 1918 die xrsncks Nation ihre cultnrs, indem sie kurzerhand all« deutschen Lehrer verjagte. Hervorragende deutsche Gelehrte haben dis Kaiser Wilhelm-Universität zu hohem Ansehen gebracht. Sohm, Schmol- ler, Knapp, Brentano, Spahn und viele andere lehrten in Straßburg, und auch der Leipziger Universitätsprofessor Geheimrat vr, Goetz war einige Zeit dort tätig. Im vorigen Jahre konnte die Straßburger Universität, die 1821 von Ferdinand II, gegründet wurde und seitdem ein recht wechselvolles Schicksal erlebt hat, ihr 588jährigcS Jubiläum feiern. Aus das Mache des Friedenspreises ist der Preis für Rotations- Druckpapier ab 1, Mai gestiegen, Noch im März 1922 zahlten die Zeitungsverlage für 1 ßg Druckpapier 8,25 Mk, Im April kletterte der Preis auf 12,88 Mk, und steigt ab 1, Mat auf bi« ungeheure, selbst bei pessimistischer Beurteilung der Lage des Zeitungsgewerbes nicht befürchtete Höhe von 18,98 Mk,, das ist gegenüber dem März- vreise ein- Erhöhung von fast 188 Prozent, Daß schon die März- und Aprtlvreise vom Zciinngsgewerbe nicht getragen werden können, zeigt ein Blick in den soeben ausgegcbenen achten Nachtrag zur amtlichen Zeitungsvreisliste. Danach haben in der Zeit vom 28, März bis zum 28, April 188periodtsche Druckschriften thrErschetnen eingestellt, abgesehen von den zahlreichen Verschmelzungen meh rerer Blätter. Betroffen sind 43 Tageszeitungen und 117 Kelchblätter, Rach der neuen, katastrovhalen Preiserhöhung für Druckpapier wird das »Sterben im Blätterwalde« weiter um sich greifen, und dann wird auch wohl unsere Reichsregierung endlich begreifen, daß die geplante Hilfs aktion für die Presse nur bann noch einen Zweck haben kann: wenn sie unverzüglich und mit großzügigen, der Bedeutung der Sache ent sprechenden Mitteln cinsetzt. Inzwischen bleibt den Tageszeitungen nichts anderes übrig, als an die Einsicht ihrer Leser und Inserenten zu appellieren, daß sie einen Teil der Mehrbelastungen mit tragen müssen und ihrer Zeitung in dieser schweren Zeit treu bleiben. Das große Zeitunassterben, — Unaufhörlich klopft die Not an die Türen der deutschen Zeitungen, Eine beträchtliche Zahl von deutschen Blättern hat bereits das Erscheinen einstellen müssen. Andere kommen nicht mehr täglich, sondern nur noch dreimal in der Woche heraus. Diese bedauerliche Entwicklung ist leider noch nicht einmal abgeschlossen. Das Beispiel Deutsch-Österreichs sollte in dieser Beziehung eine War nung für Deutschland sein. Dort belaufen sich die Bezugspreise für Blätter auf tausend und mehr Kronen für den Monat, und einzelne Nummern kosten bereits mehrere hundert Kronen, Die Folgen sind ein schneller Rückgang der Großstadtblätter und ein Eingehen des größten Teiles der Provinzpresfe, ebenso wie der Wochenblätter und Fach- zeitungcn. Wir eilen mit Riesenschritten ähnlichen Zuständen zu, wenn nicht von den Regierungen endlich einmal statt freundlicher Worte auch Taten geschehen und durchgreifende Maßnahmen ge troffen werben, um die Existenz dir deutschen Blätter nicht weiter zu untergraben. Die geradezu katastrophale Verteuerung der Herstellungs kosten der Tageszeitungen zwingt alle deutschen Zeitungsverlage zu weiteren Erhöhungen der Bezugs- und Anzeigenpreise, um ihre Be triebe aufrecht erhalten zu können. Ob cs möglich sein wird, dem weiteren Zeitungssterben in Deutschland Einhalt zu tun, wird davon abhängcn, ob die Rcichsregicrung endlich wirksame Maßnahmen zum Schuhe der Presse ergreifen wird. Mäßiges Zahlnngszlel, — Der Gesamtansschuß der Fachgruppen der Papierindustrie hat an den Bund deutscher Vereine des Druck- gewerbcs, Verlags und der Papierverarbeitung das nachfolgende Schreiben gerichtet: »In de» letzten KonventionSsitzungen wurde des öfteren erwähnt, daß die Zahlungsweise mancher Abnehmer schleppend geworben sei. Bekanntlich gewähren fast sämtliche Konventionen mit ein, zwei Aus nahmen 38 Tage Ziel, obwohl die Papierfabriken Ihrerseits fast sämtliche Roh- und Hilfsstoffe sofort oder innerhalb 14 Tagen zu zahlen haben. In vielen Fällen verlangt man von der Industrie sogar Vorauszahlung, Ilm zu vermeiden, daß die Konventionen sich gezwungen sehen, das Zahlnngsziel auf 14 Tage zu kürzen, bitte ich dringend, die hinter Ihnen stehenden Firmen zur pünktlichen Zah lung der Papierlicferungen innerhalb 38 Tagen anzuhaltcn. Die Konventionen -sind vorläufig gewillt, das 38tägige Zahlungsziel auf recht zu erhalten, müssen aber, um hierdurch nicht in Schwierigkeiten zu kommen, unbedingt verlangen, daß man die 38 Tage nicht über schreitet, E, Hag « r.« LuruSstcuer, — Das Leipziger Tageblatt vom 4, Mal veröffent licht folgende Bekanntmachung, Luxusstcuer betreffend: Die Frist zur Einreichung der Steuererklärungen für die L»r»ssicn«r und die sonsti gen erhöhten Umsatzsteuern ist am 88, April 1922 abgelaufen. Die «71
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