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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.03.1922
- Strukturtyp
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- 1922-03-30
- Erscheinungsdatum
- 30.03.1922
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- Deutsch
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vdrsendlatt s. d. Dtschu. vuchhanbel. Redaktioneller Teil. X- 78, 30. März 1922. Die vorstehende Tabelle zeigt außer in den Technischen und Handelslvissenschaften (->-17), Pädagogik (->-14), Theologie (->-9), Landwirtschaft (->-4) und Erdkunde (->-3) überall eine Abnahme, die besonders auffällig in der Medizin (—503) uns in der Rechtswissenschaft (—345) ist, wo im vorigen Jahre eine besonders auffällige Zunahme beobachtet wurde. Wahrschein lich wurden die Studenten durch den Dienst im Heere verhindert, ihre Dokioracbeitcn einzureichen, und beeilten sich, sobald sie ins Zivilleben zurückgekehrt waren, ihr Staatsexamen zu machen, und nach dem durch die Wiederaufnahme der Studien hervor gerufenen Andrang nahmen die Dissertationen ab, sodaß die Zahl der normalen Jahre voraussichtlich für lange nicht mehr erreicht werden wird. Der vom Leiter der Deutschen Bücherei an Verleger und Buchhändler erlassene Aufruf, ihn in seinem Vorhaben der Ver einigung sämtlicher deutschen Veröffentlichungen in der Bücherei zu unterstützen, hat im Jahre 1920 einen Erfolg gehabt, der alle Erwartungen llbertraf. Nicht weniger als 488 neue Buchhändler und Verleger haben sich verpflichtet, ihre Veröffentlichungen der Deutschen Bücherei kosten- und bedingungslos zuzustellen, sodaß sich die Zahl der deutschen Verleger, die die Anstalt durch ihre unentgeltlichen Sendungen begünstigen, gegenwärtig auf 3775 erhebt. Daher nimmt nicht wunder, wenn der Leiter der Bü cherei in seinem Bericht an die Hauptversammlung des Böcscn- vereins der Deutschen Buchhändler vom 24. April 1921 sagen konnte'), das Jahr 1920 sei dasjenige gewesen, wo die Bücherei die meisten Eingänge gehabt habe. Die erhaltenen Drucksachen überschritten die Zahl 56 000, und hierunter befanden sich 2 193 neue Zeitschriften; 860 Zeitschriften erschienen zum ersten Male. Fügt man noch 300 Zeitschriften hinzu, die die Bücherei noch nicht erhielt, deren Titel sie aber lennt, so kommt man auf 1200 neugegründete Zeitschriften, also im Durchschnitt über drei täg lich. Hiervon beschäftigen sich 250 mit dem Buche, mit Biblio graphie, Buchhandel, Statistik und literarischer Kritik, sodaß ein Bibliothekar oder ein Buchhändler, wenn er auf dem laufenden alles dessen bleiben will, was in seinem Fache Neues erscheint, sich in die Notwendigkeit versetzt sehen kann, 250 Zeitschriften durchzustudteren. Neben ihrer Sammlertätigkeit betreibt die Bücherei lebhaft die Schaffung eines bibliographischen Systems, das in einheit licher Weise in allen deutschen Bibliotheken angewendct werden und dadurch Vergleiche und Gcsamtstudien erleichtern soll. Im »Börsenblatt- Nr. 78 vom 5. und Nr. 81 vom 8. April 1921 ver öffentlichte vr. Wilhelm Frels in zwei Teilen einen Aufsatz, worin er bestimmte Vorschläge betreffs der Herstellung der Kata loge und bibliographischen Verzeichnisse machte und als muster gültig bezeichnete, wie man in der Deutschen Bücherei zu Werke geht. Die Tagespresse hatte im Jahre 1920 eine große Krise zu überwinden. Da die Herstellungskosten um das Zehnfache stie gen, sahen sich die Verleger gezwungen, einen guten Teil dieser Erhöhung zu tragen. Wenn sie nicht den Verkauf in einem unge heuerlichen Verhältnis verringern wollten, konnten sie den Ver kaufspreis ihrer Veröffentlichungen nicht in dem Maße erhöhen, wie es notwendig gewesen wäre, um ihre Mehrkosten zu decken. Sie hatten auch nicht die Möglichkeit, sich durch die Anzeigen preise zu entschädigen, denn je höhere Preise sie nahmen, desto mehr ging die Zahl der Anzeigen zurück. Und nur dank einem Nachlassen der Preise für die Rohstoffe und einem Aufleben des Geschäftsganges in der ersten Hälfte des Jahres konnten sich manche Zeitungen über Wasser halten. Die Gesamtzahl der periodischen Veröffentlichungen kann nicht angegeben werden, weder für dieses Jahr noch für das vorige. Nach dem Bericht des Vereins der Fachpresse ist Deutschland das an Fachzeitschriften reichste Land. Er verzeichnet deren 6250 im Jahre 1913. Während des Krieges hörten 1900 auf zu erscheinen, wovon 905° für immer, sodaß die Zahl dieser Zeitschriften gegen wärtig 4300 beträgt. Die meisten erscheinen in Berlin, Leipzig, München und Frankfurt a. M."). *) Siehe die Rede von Pros. vr. Mtnde-Pouet im Bbl. Nr. 139 vom 17. Juni 1921. "> Siehe Bbl. Nr. 85 vom 11. Februar 1921. 406 Das Adreßbuch des Deutschen Buchhandels nennt 13 049 Fir men für 1920, gegen 12 475 im Jahre 1919, also eine Zunahme von 895. Von diesen Firmen beschäftigen sich 4 287 (1919: 3262) mit Verlag und 8 762 (7 426) mit Sortimentsbuchhandel. Ge gründet wurden 895 neue Firmen (1919: 723) und gestrichen im Adreßbuch 386 (1919: 184). Am 1. Oktober 1920 betrug die Zahl der Mitglieder des Börsenvereins 4227. Von den 13 049 Buchhändlerftrmen befinden sich 9901 in Deutschland, 494 in Österreich, 375 in der Schweiz, 2005 in den übrigen Ländern Europas, 208 in Amerika, 24 in Afrika, 34 in Asien und 8 in Australien. (Fortsetzung folgt.) 5 Jahre Gesellschaft zur Förderung der buchhändlerischen Fachbildung in Schlesien (Sitz Breslau). Als der Sommer 1916 zur Neige ging und im Buchhandel, wie ja auch in allen anderen Berufen, der Nachwuchs nicht mehr den An sprüchen genügte (eine Kriegserscheinung, der man auf irgendeine Weise begegnen mußte), kamen einige ältere Buchhändler — die jüngeren Berussgenossen kämpften in Ost und West, Nord und Süd für Deutsch lands Ehre und Ruhm — zusammen, um eine Bereinigung zu grün den, die dem Zweck bienen sollte, dem Jungbuchhandel auch außer den Geschäftsstunden durch Vorträge, Führungen durch buchgewcrb- lichc Betriebe, Werkunterricht und bnchgewerbliche Kurse in seiner Fort bildung behilflich zu sein, de» Nachwuchs wieder zu brauchbaren Mit arbeitern zu machen. Die Herren, die an dieses Unternehmen hcrangingen und die sich in den Dienst einer guten Sache stellen wollten, waren die des Buchhändlervereins »Rübezahl», der zwar selbst, bald SO Jahre, Sehnsucht nach einem Töchterchen hatte. Dieses wurde ihm am 21. No vember 1916 geschenkt, es erhielt den Namen »Kommission zur Förderung der buchhänbleri scheu Fachbildung in Schlesien (Sitz Breslau)», doch wurde etwas später das Wort »Kommission» in »Gesellschaft» geändert. Die Herren Artur Bettler i. H. W. G. Korn, Max Bernau i. Fa. I. U. Kern's Verlag, Carl Müller i. Fa. Victor Zimmer und Konrad Schneider i. H. Schlesische Zeitung sind die Gründer der »Gesellschaft», doch auch noch andere Mitglieder des »Rübezahl« trugen zu dem Zustandekommen bei. Leicht war die Ar beit nicht, die geleistet werden sollte, und viele Schwierigkeiten waren zu bekämpfen, besonders legten die knappen Geldmittel oft einen Hemm schuh an. Von mancher Veranstaltung mußte Abstand genommen wer de», und erst als der Börscnvcrein, der Proviuzialverci» der Schlesische» Buchhändler, der Breslauer Buchhändlerverein, der Buchhändlerveretn Rübezahl und noch andere Gönner halsen, konnten die Veranstaltungen auSgcbaut werden. Die Mltgliedcrzahl am Ende des ersten Vereins jahres betrug 58, und zwar 49 ordentliche Mitglieder (davon 15 Chefs und 84 Gehilfen und Gehilfinnen), 4 unterstützende und 5 Mitglieder der Jugcndabteilung, und wuchs auf 175 Mitglieder, und zwar 13V ordentliche (davon 61 Chess und 69 Gehilfen und Gehilfinnen), 8 un terstützende und 37 Mitglieder der Jugendabteilung. Es ist ein stän diges Wachsen zu sehen, ein Zeichen, daß das, was vom geschästs- sührenbcn Vorstand geleistet wird, auch Anerkennung findet. Kurz nach dem Zusammenbruch 1918 war ein Abflauen des Interesses seitens der jüngeren Mitarbeiter vorhanden und hielt eine Zeitlang an; doch hat sich dies in dem letzten Jahre wieder wesentlich gebessert. I» den fünf abgelausenen Jahren wurde vielerlei unternommen. Um ein Gesamtbild zu geben, nachstehend eine Übersicht der Ver anstaltungen: Vorträge, die teils im Hörsaal des städtischen Schulmuseums, teils i» de» Bortragsräumcn der städtischen kaufmännischen Fortbil dungsschule gehalten wurden: Der Buchhandel und die Binbekunst (Herr Expeditionsvorsteher Kon rad Schneider); Die Freude am Einband (Herr Kunsthändler Barkemeyer); Aus meiner Lehrzeit (Herr Vcrlagsbuchhändler Bernau); Das Schriftwesen in seinem Urzustände und im klassischen Altertum (Herr Buchhändler Carl Müller); Schule und Schüler Im Pharaoncnlande (Derselbe); Michelangelo (Frl. Betty Bock); Goethes Aufenthalt in Breslau und in Schlesien im Jahre 1799 (Herr Walter Noeldner); Meine Erlebnisse als Feldbuchhändler (Herr Carl Lorenz); Der Kupferstich uni die Radierimg (Herr Barkemeyer); Heinrich von Kleist (Herr Walter Knippe!); Über die Literatur der Musikgeschichte (Herr vsator prim. Fuchs); Poesie und Phantasie in der Romantik (Frl. Vera Golla);
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