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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.08.1893
- Strukturtyp
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- 1893-08-21
- Erscheinungsdatum
- 21.08.1893
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- Deutsch
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4800 Nichtamtlicher Teil. IS 3, 21 August 1893. Jos. KSsel'sch« «u<Hha»dlung tn »«npten. 4810 Jllustrirter Wörishofener Kneipp-Kalender für das Jahr 1894. Otto v«n, in Leiplig. ISO» Lippold, Erinnerungen e. alten Leipzigers. Naruschk« » »«reodt tn vreSIau. «8>o Coester, Der Trichinenfinder. Paul Par«, in «rrltn. 4812 Lusbiläaax aoä krükaog der pisussisepen l^anäiusessr u. Laitnr- teetrnilcsr. 2. ^aü. > Milde. «ott,»'« verlas in N»rd»n. 48 >2 Bussmann, fülle Stunden an der See. Sengelmann, Abendklänge. Frerichs, Dido. Ein Trauerspiel. veeuhaed Mauchultz in lSridltg. 4812 kbilipg, Oas Korer Luovra. <TaacIiaitr oä. voia. 2931/32.) >»»rg Lhiem« in Lriptig. 48ia Löruor'a Rsieka-LloäjoivLl-Xaloväsr 1894. Tneii 1. Nichtamtl Zur Geschichte des Buchgewerbes in Hessen. Unter all den Ausstellungen, die 1890 in Deutschland zur Feier des 460 jährigen Jubiläums der Erfindung der Buch druckerkunst veranstaltet worden sind, dürste wohl keine einen nachhaltigeren Einfluß ausgeübt haben, als die, welche der Zweig verein Marburg des Hessischen Geschichtsvereins in dem großen Rittersaale des Schlosses zu Marburg veranstaltet hat. Die Ausstellung (wir haben ausführlicher darüber im Börsenblatt 1890 Nr. 184 S. 4208 berichtet) hatte es sich zur Aufgabe gestellt, die Entwickelung des Buchgewerbes in Hessen in einer sorgfältig ausgewählten Sammlung von Büchern, Einbänden re. rc. vor Augen zu führen, und fand mit. dieser Idee, die auf das glücklichste und sorgfältigste durchgesührt war, nicht allein den lebhaftesten Anklang bei der Bevölkerung von ganz Heften, die an ihrem speziellen Vaterlande mit besonderer Liebe hängt, sondern ist auch Veranlassung zu einigen Publikationen gewesen, die es sich zur Ausgabe gestellt haben, einzelne Teile der Ge schichte des Buchgewerbes in Hessen zu durchforschen und auf zuklären. An erster Stelle nennen wir das große Prachtwerk von dem Konservator der Kunstdenkmäler in Hessen-Kassel und Ehrendoktor der Universität Marburg L. Bickell: Buchein bände des 15.—18. Jahrhunderts aus hessischen Biblio theken, verschiedenen Klöstern und Stiften, der Palatina und der Landgräfl. Hess. Privatbibliothek entstammend (Leipzig, Ver lag von Karl W. Hiersemann). gr. Fol. Mit 53 Lichtdrucken auf 42 Tafeln (nur in 100 Exemplaren gedruckt. Vor kurzem erschien auch eine englische Ausgabe in demselben Verlage, eben falls nur in 100 Exemplaren). Bickell hatte gelegentlich der Vorarbeiten zur Ausstellung den ganzen Bestand der hessischen Bibliotheken (Marburg, Kassel, Fulda, Gießen) an älteren Einbänden durchgesehen und über 501 Stück in der Ausstellung nach stilistisch und chronologisch geordneten Gruppen vereinigt. So war es ihm gelungen, nicht allein die Thätigkeit der hessischen Buchbindereien mit einer großen Zahl von nachweisbar aus ihnen hervorgcgangenen Einbänden zu belegen, sonder» auch eine große Anzahl wichtiger Einbände aus fremden Werkstätten aufzufinden. Aus der großen Zahl von über 250 Aufnahmen, die Bickell bei dieser Gelegenheit gemacht hat, sind hier vorläufig nur 53 wiedergegeben; wir machen hier ganz besonders auf die ältesten Einbände aus dem 15. Jahrhundert aufmerksam. Der kritische Text giebt außer einer kurzen Ge schichte der vier erwähnten Bibliotheken eine Beschreibung der Tafeln mit Untersuchungen über den Stil und die Herkunft der abgebildeten Einbände, die aus das wohlthuendste von der viel fach so nichtssagenden Beschreibung bei anderen ähnlichen Werken ab sticht. Wir können nicht des näheren darauf eingehen, sondern müssen unsere Leser auf das Werk selbst verweisen.— Die Ausstattung ist ganz vortrefflich. Die Ausführung der von Bickell selbst auf- gcnommenen Tafeln ist in der Kunstanstalt von Sinsel L Co. in Leipzig erfolgt und reiht sich den Leistungen dieser, gerade auf dem Gebiete des Lichtdruckes so hervorragend thätigen Firma würdig an; die Tafeln geben alle Feinheiten des Originals, die ichcr Teil. Narben des Leders rc. auf das genaueste wieder. Erst auf Grund derartiger Publikationen, wie sie uns hier vorliegen, wird es möglich sein, eine Geschichte der Buchbinderei in Deutschland zu schreiben. Eine zweite Publikation erschien unter dem Titel: Die ältesten Drucke aus Marburg in Hessen 1527 —1566 von vr. A. v. Dommer. (Marburg, N. G. Elwert'sche Verlagsbuchhandlung) 1892. 8°. X, 182 Seiten. Der um die Lutherbibliographie so hochverdiente Verfasser, der jetzt den Abend seines Lebens in wohlverdienter Ruhe in Marburg zubringt, hat darin mit unermüdlicher Sorgfalt und Genauigkeit die Geschichte und Bibliographie der ersten 39 Jahre des hessischen Buchdrucks, von Errichtung der ersten hessischen Buchdruckerei in Marburg bei der Gründung der Universität 1527 bis zur Veröffentlichung der hessischen Kirchenordnung von 1566, eingehend behandelt. Der erste Teil giebt auf 32 Seiten Nachrichten von den Druckern, die wir um so freudiger begrüßen, als gerade das 16. Jahrhundert nach dieser Seite hin noch so wenig genügend bearbeitet ist. Der erste Drucker Johann Lörsseld kam von Erfurt, wo er wahrscheinlich die Trutebulsche Buchdruckerei 1525 über nommen hatte, im Jahre 1527 nach Marburg, ist jedoch nur noch 1528 dort thätig und verschwindet dann vollständig. Francisc-us Rhode druckte in der Zeit von 1528—34 gegen sechzig Schriften, zog aber dann nach Hamburg und 1538 nach Danzig, wo er 1559 starb. Eucharius Cervicornus, der bekannte Kölner Buch drucker, arbeitete vom November 1535 bis September 1538 auch in Marburg, wo er eine Filiale seiner Kölner Druckerei errichtete. Auch sein Nachfolger Christian Egenolph, der bekannte Frankfurter Buchdrucker, Verleger, Formschneider und Schrift- gicßer, behielt seine Druckerei in Frankfurt bei und errichtete in Marburg aus Veranlassung des Landgrafen Philipp nur eine Filiale, die Andreas Kolbe bis 1543 als Egenolphs Faktor leitete, von da ab aber unter eigener Firma weiterführte. Daneben treten vereinzelt noch einige Buchdrucker auf und zwar 1544—45 Antonius Tirolt, 1553 Johannes Rhe nanus, von denen sich Drucke Nachweisen lassen. Einen Druck des Hermann Bastian von 1543 weist Dommer dem Lau rentius von der Mülen in Köln zu. Das letzte Kapitel behandelt eine Anzahl von Drucken, die unter dem Impressum »Lmprsntoä at Llarlbororv in tds lanäe ok Hösss b^ ms Haus I-uMr oder ähnlich in den Jahren 1527—35 erschienen sind. Es sind dies Schriften von William Tyndale, John Früh und Luther, die aber sicher nicht in Mar burg oder in Wittenberg oder überhaupt in Deutschland her gestellt sind. Nach den zwei ihm vorliegenden Drucken hält Dommer es nicht für unwahrscheinlich, daß sie in den Nieder landen hergestellt sind. An 1>ie Nachrichten über die Drucker schließt sich die biblio graphische Beschreibung von 377 Drucken an, von denen aber Dommer 52 nicht selbst gesehen, sondern nur citiert gefunden hat. Die Beschreibung der einzelnen Drucke ist genau wie bei den Luther-
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