Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.03.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-03-06
- Erscheinungsdatum
- 06.03.1922
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19220306
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192203063
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19220306
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1922
- Monat1922-03
- Tag1922-03-06
- Monat1922-03
- Jahr1922
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
SS, 6. März 1922. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. schriftlichen Überlieferungen, die Äußerungen der alten Schriftsteller, andererseits die Anschauung, die tatsächlichen Angaben iiber die große» Papyrussunde der letzten Jahrzehnte, unter denen die ziemlich zahl reichen Darstellungen in der Plastik wie aus Vasen an Bedeutung weit Zurückbleiben. Es ist staunenswert, welche Fülle von Einzelheiten wir über das Buch im Altertum ersahren können, die nicht bloß sür die Kulturgeschichte im allgemeinen, sondern auch speziell für die Ge schichte der Literatur und des geistigen Lebens, des Buchhandels und nicht zuletzt der Technik von Bedeutung sind. Der Stoff ist übersichtlich in vier Kapitel gegliedert t das Schreib material, worunter alles zum Schreiben Erforderliche verstanden wird, also nicht bloß das Schreibgerät, sondern auch das die Schrift tragende Material, ferner die Buchrolle, sodann der Kodex und zuletzt dlc Vervielfältigung und der Buchhandel. Bei den noch ungeklärte» Punk ten beobachtet der Verfasser, auch wenn er eine eigene Ansicht vertritt, eine vorsichtige Zurückhaltung. Das gelehrte Beiwerk mit Zitaten ist in die Anmerkungen des Anhangs verwiesen, denen aber auch der nicht wissenschaftlich gebildete Leser noch manches Interessante zu ent nehmen vermag. Eine Reihe guter Bilder belebt und veranschaulicht de» Text. Der Buchhändler und Verleger, der sich über die Ansänge seines Gewerbes unterrichten will, wird das Buch sicher mtt lebhafter Teil nahme lesent er möge aber auch nicht versäumen, es der heute schon erfreulicherweise recht großen Zahl von Bücherfreunde» zu empfehlen, die nicht bloß schöne Bücher sammeln, sondern auch etwas tiefer in die Geschichte des Buchwesens eindringen wollen. Tony Kelle». Mine Mitteilungen. Preiserhöhungen und Prcisändcrungcn im Verlagsbuchhandel. — Um dem Sortiment das Beachten und die Verzeichnung der gerade jetzt sehr zahlreichen vom Verlagsbuchhandel im Börsenblatt veröffentlichten Preiserhöhungen und Preisänderungen etwas zu erleichtern, haben wir, besonders auf Anregung des Vereins Stuttgarter Sorti ment s b u ch h ä n d l e r, in der heutigen Nummer des Börsenblattes zum ersten Male am Schluß des »Bibliographischen Teils« ein Ver zeichnis aller der Anzeigen, die in der vergangenen Woche <27. Februar bis 4. März) im Börsenblatt über P r e i s e r h ö h u n - g e n erfolgt sind, veröffentlicht. Der Sortimenter kann also nach dieser Zusammenfassung aller Anzeigen bei der Preisauszeichnung der Lagcrbestände arbeiten oder sie wenigstens als Kontrolle benutzen, damit ihm kein Inserat im Börsen blatt entgeht. Findet diese Liste Anklang und Benutzung beim Sorti ment, so soll sie für die Zeit der häufigen Preisänderungen wöchentlich bearbeitet und veröffentlicht werden. Red. Postbezug des Börsenblattes ist in folgenden Staaten wieder mög lich: Belgien, Dänemark, Deutschöstcrreich, Estland, Finnland, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, Tschecho slowakei und Ungarn. Unsere Bezieher in diesen Ländern werden im eigenen Interesse zwecks Ersparnis des teuren Kreuzbandbezugs und der schnelleren Zustellung wegen schon heute gebeten, vom I.Juli ab bei ihrem Postamt den Bezug zu erneuern, bzw. vorzunehmen. Wir zahlen bei Einsendung der Postquittung den Mitgliedern, die das Bör senblatt in einem Stück kostenlos erhalten, den vollen Betrag, allen andern Beziehern und auf die weiteren von Mitgliedern bezogenen Stücke die entsprechend anteiligen Beträge zurück. Firmen, die dem Buchhandel nicht angeschlossen sind, haben auf anteilige Rückzahlung des Postbezugspreises keinen Anspruch. Börsenblatt-Expedition. Ausstellung »Das schöne Buch« in Düsseldorf. — Nachdem Mit glieder der Stadtverwaltung und der Stadtverordnetenversammlung unter Führung von Professor Koetschau die Ausstellung »Das schöne Buch« eingehend besichtigt hatten, hat der Finanzausschuß der Stadt verordneten beschlossen, Mk. 10 000.— zum G a r a n t i e f o n d s der Ausstellung zu zeichnen. Ausstellung von Lehrbüchern für gewerbliche Pflicht- und Fach schulen in Frankfurt a. M. — Pfingsten 1922 findet in Frankfurt a. M. eine deutsche Gewerbe schultagung statt, mit der eine Hoch schulwoche zur Fortbildung der Lehrenden und eine umfangreiche Aus stellung von Schülerarbeiten und Lehrmitteln verbunden ist. Dieser soll auch eine Schau von Lehrbüchern sür gewerbliche Pflicht- und Fachschulen aller Art und für die Ausbildung der Gewerbelehrer unge gliedert werden. Die Geschäftsstelle für die Ausstellung befindet sich in Frankfurt a. M., Moltkeallee 23. Verleger einschlägiger Literatur- werke wollen alles Nähere aus der Anzeige in Nr. 51 des Börsen blattes, S. 2421, ersehen. Die Universität Leipzig im Wintersemester 1921/22. — Die Uni versität Leipzig weist im gegenwärtigen Semester eine Besuchsziffer von 5660 immatrikulierten Studierenden auf, worunter sich 415 Frauen befinden. Nach Hinzurechnung von 1224 Personen (einschließlich 200 Frauen), die, ohne immatrikuliert zu sein, Erlaubnis zum Besuch der akademischen Vorlesungen erhalten haben, beläuft sich die Zahl der gesamten Hörerschaft auf 6884, darunter 615 Frauen. Von den 5660 immatrikulierten Studierenden entfallen auf die theologische Fakultät 352 (4 Frauen), auf die juristische Fakultät 1258 (17 Frauen), auf die medizinische Fakultät 811 (81 Frauen), auf die Zahnheilkunde Studierenden 361 (23 Frauen) und auf die philo sophische Fakultät 2878 (290 Frauen). An den in diesem Semester vorgenommenen Ncuimmatrikulationen waren die theologische Fakultät mit 124, die Juristcnfakultät mit 344, die medizinische Fakultät mit 222, die Studierenden der Zahnheilkunde mit 50 und die einzelnen Disziplinen der philosophischen Fakultät mit 666 Studierenden beteiligt. Von den 2878 Angehörigen der philosophischen Fakultät studieren 51 Pharmazie, 160 Naturwissenschaften, 436 Chemie, 401 Philosophie, 65 Pädagogik, 454 Philologie, 176 neuere Sprachen, 167 Mathematik, 414 Landwirtschaft, 554 Staatswissenschaften. Von den 5175 (369 Frauen) Studierenden deutscher Staatsange hörigkeit gehören 3271 (235 Frauen) dem Freistaat Sachsen und 1263 (88 Frauen) dem Freistaat Preußen an, 541 verteilen sich auf alle deutschen Freistaaten, während 12 zum Teil Reichsdeutsche, Danziger, bzw. Elsaß-Lothringer sind. Von den außereuropäischen Staaten sind Argentinien, Aserbeidschan, Brasilien, Britisch-Jndien und China mit einem, Ägypten und Japan mit zwei und die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit vier, zusammen also mit 13 Studierenden vertreten. Neugegründet wurde als akademisches Institut das Englisch- armenische Seminar unter Leitung der Direktoren Prof. Or. Förster und Prof. vr. Becker, während als Bibliothekar Studicnrat vr. ptiil. Ebisch fungiert. Studcntcnelcnd in Paris. — Man spricht und schreibt heutzutage so viel über über das Elend der deutschen Studenten, und das sicher mit Recht. Da mutet es uns eigen an, wenn wir auch aus den aus diesem Weltkriege »siegreich« hervorgegangenen Ländern ähnliches hören. In Frankreich, hauptsächlich in Paris, soll das Elend der Stu denten nicht geringer sein als das der deutschen. Dem Briefe eines alten Professors an die Köln. Volkszcitung entnehmen wir, daß der Pariser Student das Lachen verlernt habe und daß sein Leben sich unter den größten Schwierigkeiten abwickle. Die Zimmer seien unbezahlbar: das Vordrängen der Ausländer, die von günstiger Va luta profitieren, sei für die französischen Studenten geradezu kata strophal. Sie kämen nur in Spelunken unter. Die Bücherpreise seien unerschwinglich, die gesuchtesten Werke unauffindbar. Die Immatriku lation, die Kleidung, die Reisen, das Taschengeld, alles zusammcn- genommen, ringe den Eltern Niesensummcn ab. Wenn das so weitcr- gehe, würden die Söhne der verarmten französischen Bourgeoisie all mählich ausbleiben. Dann werde nur noch der neue Reiche herrschen: bei seiner Mittellosigkeit würde der Bürger seinen Nachwuchs anderen Berufen zuführen, in denen er schneller zu Verdienst komme. Dann werde bei ihm die Jagd nach dem Gelde in brutaler Form cinsetzen. Es werde dann bald keine uninteressierten Wissenschaftler mehr geben. Noch einige Jahre so weiter gewirtschaftet, und es werde die Ver nichtung der französischen Wissenschaft sicher sein. Wcltwandcrung der Studenten. - Im »4apan iUaZaLiue«, das in Tokio erscheint, schreibt vr. Motoda über die Weltwanderunq der Studenten. Er will drei Strömungen unterschieden missen: 1. orien talische Studenten, die nach Japan, Amerika, England und Frankreich gehen; 2. slawische Studenten, die von Rußland und Polen aus die Universitäten Deutschlands, der Schweiz, Österreichs, Frankreichs und Belgiens besuchen; 3. die Bewegung von Latcinamerika nach Nord amerika und einigen europäischen Ländern. — Motoda behauptet ferner, daß 9000 Chinesen auswärts seien. Von den 2500 augenblicklich im Ausland weilenden japanischen Studenten seien nur recht wenige in England oder anderen europäischen Ländern, aber ihre Zahl nehme mit jedem Monat zu. Aus Indien kämen nur wenige Studenten nach Japan, hingegen durchschnittlich 1000 indische Studenten nach England. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika schätzt man die Zahl der ausländischen Studenten auf rund 8000, die über 100 Nationalitäten und Nassen angchören. An Großbritanniens 10 Universitäten studieren 3000 Ausländer. Oxford und Cambridge haben neben Orientalen aller Länder hauptsächlich Ägypter, Westindier. Afrikaner, Amerikaner und 289
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder