Heftrand Künftig erscheinende Bücher. .Xi 38, lk>. Februar 1922. Was jage ich über Rikola Erscheinungen? Ein Merkblatt für die Kollegen im Sortiment Nr. i Meyrink, Bücher der Magie Der Käufer: Der Verkäufer: Was? Schon wieder einmal okkultistische Bücher? Da kann ich Ihnen nur zeigen, was ein Berufener, Gustav Meyrink selbst darüber sagt: „Die Dinge, die ins Reich des Übersinnlichen gehören! Oft scheinen sie tot zu liegen wie die Götter des alten Griechenland, dann — meist gegen Schluß jedes Jahrhunderts — sind sie plötz lich wieder das niemand weiß, wer sie erweckt hat, aber sie leben. Sieleben, den Schulmeistern aller Zeiten, aller Völker und jeglicher Färbung zum Trotz... Man nenne mir eine andere Macht, ein anderes Ideal, das ähnlich starke, magnetisch ziehende Kräfte hätte!" (Ramakrischna Vorwort, Seite 6 und ff.) Der Käufer: Dürfen wir Deutschen uns aber in der heutigen Zeit niit unwirklichen Dingen befassen? Der Verkäufer: Auch darauf gibt Meyrink Antwort: „glaube nur ja keiner, daß er durch die Lektüre derartiger Bücher den Boden der Wirklichkeit unter den Füßen zu verlieren Gefahr liefe. . . Ich sage und glaube fest: nur jemand, in dem ein glühendes Interesse lebt für alles und jedes, was mit den Dingen des Übersinnlichen zusammen hängt ... nur und ausschließlich ein solcher kann bis in die Tiefen von Büchern wie Faust eindringen. Daß ein Prophet, größer als Mohammed, in unseren Tagen gelebt hat, das wurde uns vorenthalten!"*) Der Käufer: Aber was haben gerade diese magischen Bücher vor anderen voraus? Daß wir hier endlich einmal historisch beglaubigte Der Verkäufer: Werke vor uns haben, statt des üblen apokryphen Geschwätzes, welches nur eine sogenannte „okkul tistische Konjunktur" ausschrotet! Wer anders als Meyrink wäre dazu berufen, es uns in so inter essanter und fesselnder Form darzubieten? Ist er doch der Verfasser der weltbekannten Romane: „Der Golem", „Das grüne Gesicht", „Walpurgis nacht" und „Der weiße Dominikaner!" *) Sri Ramakrischna geb 20. II. 1833 in Bengalen, gest. 16. VIII. 1888 im Tempel zu Dakschinawar.