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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 01.02.1922
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- 1922-02-01
- Erscheinungsdatum
- 01.02.1922
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- Deutsch
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27. l. Februar IS22. Redaktioneller Teil. — Sprechfaul. vvrsniblatl f. d. DUcha. vrichbanl»«!. aller Dienststellen sollen Einfachheit, Wirtschaftlichkeit. Einschränknng -cs Schreibwerks, ausgedehntere Verwendung mechanischer Hilfsmittel, Beseitigung jeder überflüssigen Arbeit, überhaupt Vermeidung jedes irgendwie entbehrlichen Aufwandes die Richtschnur bilden. Verschiedene Betriebszweige, wie der Briesabscrtigungsdicnst in Städten, der Bahu- postdicnst, das Poslsuhrwesen, das Kassen- und Rechnungswesen, der Postogcnlnrbciricb sollen ohne Schaden für die Leistung vereinfacht, der Landbcstclldieust ohne Nachteil für die Landbewohner wirtschaft licher gestaltet werden. Dem großen Mehrbedarf an Personal ist schon durch eine Verfügung vom September 1921 cntgcgengcwirkt, wonach Dicnstbcreitschast nur zur Hälfte als Arbeitszeit zu bewer ten ist. Ein schwaches Dementi. — Die Nachricht von dem Rückgang des Postvcrkehrs hat das Ncichspostministerium zu dem Dementi veranlaßt, »daß allgemeine Ermittlungen beim Bricfverkchr vorderhand nicht in Aussicht genommen sind, weil erfahrungsgemäß der erste an eine Gc- bührcnerhöhuug anschließende Monat zuverlässige Unterlagen über den Umfang des Briefverkehrs nicht zu liefern vermag. Bei den Tele grammen, die im Gegensatz zu den Bricfscndungen fortlaufend gezählt werden, ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von etwa 15 v. H. scstgestellt, sodaß jetzt der Kriegsstand erreicht ist. Beim Fernsprech verkehr stellt sich der Rückgang im Ortsverkehr aus 13 v. H. und im Mit diesem ^Dementi gibt die Post einen tatsächlichen Rückgang zu. Der Kampf gegen die deutsche Schule in der Tschccho-Slowakei. — Den Tageszeitungen entnehmen wir folgende Nachricht, die unsere Leser besonders interessieren dürfte: In Silbcrbcrg bei TauS wurde die deutsche Schule aufgelöst. Das Gebäude wurde der tschechischen Schule zugcwiesen. Die Deutschen wandten sich aber dagegen und erklärten, unter keinen Umständen die Übergabe des Gebäudes an die Tschechen zu gestatten. Erst als die Bezirtshaupt- Mannschaft von Taus 20 Gendarmen nach Silbcrbcrg schickte, konnten die Tschechen die Schule überuchmen. Zehn Gendarmen wurden im Orte belassen, um eventuelle deutsche Ausschreitungen zu verhindern. Eine evangelisch-theologische Fakultät an der Frankfurter Universi tät. — Die seit dem Bestehen der Frankfurter Universität von ver schiedenen Gelehrten erhobene Forderung, daß an der Universität Frankfurt eine evangelisch-theologische Fakultät errichtet werde, steht nunmehr vor ihrer Verwirklichung. In der kürzlich abgehaltenen Be- zirksslinode wurden bereits Einzelheiten über den Plan bekanntge- gcbcn. Die Synode hat die Universität ersucht, dahin zu wirken, daß der theologische Unterricht so eingerichtet wird, daß das Frankfurter Studium als vollwertig zur Anrechnung kommt. Es sollen nun neben dem bereits vorliandcnen Lehrstuhl von Prof. l)r. Förster noch Lehr stühle eingerichtet werden für 1. Neues Testament, 2. Rellgionspäda- gogik, und 3. Systematische Theologie. Wie weiter mitgetcilt wurde, beabsichtigen auch die Methodisten mit amerikanischer Hilfe die Er richtung eines Lehrstuhles an der Universität. Gestorben ferner: am 28. Januar nach kurzer Krankheit im 75. Lebensjahre Herr Christian Otto Bender, Angestellter in der Expedition des Börsenblattes zu Leipzig. Der Verstorbene, ein geborener Frankfurter, hatte-^sich zunächst dem Eisenhandel zugewandt und erst später den Buchhandel als Beruf ergriffen. Beudcr ist lange Zeit in Rußland gewesen, wo er auch seine» Hausstand gegründet hat. Nach Deutschland zurückgekchrt, war er 13 Jahre bei Louis Naumann in Leipzig als T^arpaketkassierer tätig und hat dann in den Firmen K. F. Koehler und Paul Stiehl gearbeitet. Am 2. Juli 1901 ist Bender in die Expedition des Börsenblattes ein- getreten, in der er über 20 Jahre mit emsigem Fleiß gearbeitet hat. Er war eine liebenswürdige Persönlichkeit, die allen freundlich gegen- übertrat. Alle seine Kollegen werden ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahren. Sir William bhristic f. — Der berühmte englisch« Astronom Sir William C h r i st i e ist, wie aus L o n d o n gemeldet wird, im Alter von 77 Jahren gestorben. 1881 wurde er Nachfolger AiryS im Amte des königlichen Astronomen und wurde in dieser Eigenschaft zum Direktor des weltberühmten Observatoriums in Greenwich be rufen. Diese Stätte der astronomischen Wissenscl)-ast. deren Leitung Christie nahezu 50 Jahre innehatte, verdankt ihm im wesentlichen den Ausbau der Sternwarte zu einem Institut, das an Gcbändcumjang und Ausstattung mit modernen wissenschaftlichen Instrumenten tanm von einem anderen Observatorium der Welt erreicht wird. Besonders große Erfolge erzielte der verstorbene Astronom auf dem Gebiete der Stcrnphotographie, der Spektroskopie und der Beobachtung von Son nenfinsternissen. Seit 1871 gehörte er der königl. Astronomischcn Gesellschaft an. Alfred Gcrcke ch. — Im 02. Lebensjahre ist in Breslau der ordentliche Professor der klassischen Philologie Herr Geheimer Re gierungsrat l)r. püil. AlfrcdGercke gestorben. Er lehrte seit 1909 au der Breslauer Hochschule und hat sich besonders dem Studium der griechischen und lateiniscl-en Sprache und Literatur gewidmet. Von seinen Schriften seien genannt: Lki-^ippes (1885), Sencca-Stndicn (1895), Griechische Literaturgeschichte mit Berücksichtigung der Ge schichte der Wissenschaften (1898, 3. Ausl. 1911, II. 1. Neudruck 1913), Oe quibusckam Oaertii OioZenw sucloridrw (1899), Ltuckia ^nnaeuna (1900), Abriß der griechischen Lautlehre (1902), Pkeockorus Oares (1903), Die Entstehung der Aeneis(1913). Der Verstorbene gab heraus: 1k60püi-38t08 Tr"/' (1896), Platons ausgcwä'hlte Dialoge. 111. Bändchen (1897), Imeii ^nnaei Senecae opers, quse 8uper8unt. Vol. II: dlaturslium quse8tiove8 Iibrv8 III (1907), Einleitung ui die Altertumswissenschaft smit Eduard Norden) (1910—1912, 2. Ausl. 1912—1914). Das 1. Heft des 1. Bandes der 3. Auflage ist im Oktober vorigen Jahres erschienen. Die Verlegung der deutschen Hochschulen aus Prag. (Vgl. auch Bbl. Nr. 25.) — Entsprechend dem Antrag über die Verlegung der deutschen Universität von Prag nach Neichenbcrg ist auch ein Antrag eingcbrach» worden über die Verlegung der deutschen Technischen Hoch schule nach Aussig und der deutschen Kunstakademie nach Neichenbcrg. Verbotene Druckschriften. — Durch rechtskräftige Urteile der Strafkammer .2 .des Landgerichts Bochum vom 9. Dezember Isttzj ist auf Unbrauchbarmachung sämtlicher Exemplare nebst Formen und Platten folgender unzüchtiger Bücher gemäß §§ 180 Ziffer 4, 41. 42 StrGB. erkannt: »S chisfbruch im Hasen«, von M. Gontard-Schuck, Verlage von Werner Dietsch und Vogel L Vogel in Leipzig. 5 I Giovanni Verga ch. — Am 27. Januar ist in N o m L-er Novellist Giovanni Verga gestorben. Eine seiner Novellen, Oavalleria ru8tieanL, lieferte das Libretto für Mascagnis gleichnamige Oper. Hans Wilczek ch. — Aus Wien wird gemeldet, daß GrafHans Wilczek, einer der bekanntesten Männer des alten Österreich, Kunst- mäzcn, Ausgestaltcr des an Schätzen und Sammlungen reichen Schlosses Kreuzcnstein, Urheber der österreichischen Nordpolexpcdition. M:- gründer der Wiewer Freiwilligen Nettungsgesellschaft und führendes Mitglied des Roten Kreuzes, dort im 84. Lebensjahre gestorben ist. 1034/21, »Zwischen den Geschlechtern«, Roman einer geächteten Leidenschaft, vom Homunculus-Verlag »Es werde Licht« in Berlin. 5 I 1036/21. Bochnm, 18. Januar 1922. Der Oberstaatsanwalt. (Deutsches Fahndungsblatt. 24. Jahrg., Stück 6897, 27. Jan. 1922.) PeMnalnaAIlhIen. Gestorben: am SS. Januar im Alter von Sk Jahren Herr Eugen H. Stifel in Stuttgart, Verlagsdirektor der Firma Deutscher In dustrie-Katalog Verlagsgcsellfchast m. b. H,, ebenda, deren Auf bau er geleitet und die er in zielbewusster Arbeit weilergeführt hat. Sein Ableben reiht eine grobe Lücke, die sich lange fühlbar machen wird; SpreMaal. Herstellungskofien-Verleger. Von Rud, Birnbach. HerstellungSkosten-Berlegerl — Eine Bezeichnung, die den gleichen zweideutigen Begriff in sich schlicht wie etwa das Wort »Winkel advokat., Wer denkt da nicht an den famosen Lenien-Verlag, der ja nun feine Rolle ausgefpiclt zu haben scheint. Wenige find sich aber im Klaren, bah der Hcrstellungskostcnverlcger eine Gefahr für den Ge- famtbuchhandel in mancherlei Beziehung ist, wenn sie sich auch nicht offensichtlich bemerkbar macht, Kollegen, die den Anzeigenteil von lite rarisch mehr oder minder wertvollen Zeitschriften einer eingehenden ISS
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