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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.01.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-01-23
- Erscheinungsdatum
- 23.01.1922
- Sprache
- Deutsch
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^ 19, 23. Januar 1922. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtsch«. BuchhavbeL- ergötzlicheS Sammelsurium vou ernsten buchkundlichen Aufsätzen, schalk haften Skizzen und phantastischen Erzählungen, die stosslich irgendwie mit der schwarzen Kunst Zusammenhängen. Zwischen Schramme Aus satz über Gltnther Zainer, Zeltlers Arbeit über die Biedermeier- Illustration und Breuers Bericht über eine Bibliothekskartci aus der Rokolozeit findet man Bogeng mit einer besonderen Zeugkiste, -Der Druckfehlertcusel« betitelt; ganz zu schweigen vom »Erotischen Bücher wurm«, vom »zeitgemäßen Verlagsprospekt« sdes Halb-Jnselverlags>, von den teilweise vermoderten Vuchdruckerweisheiten und verschie denen Glossen und Geschichtchen mit und ohne Pointen. Bemerkenswert ist die Engel-Hardtsch« »groteske« Novell« -Die Omega-Strahlen«, eine kühne Phantasie, di« des interessanten Hinter grundes nicht entbehrt. Sie behandelt die elektrisch« Drmkidec, das Perpetuum mobile des Buchdruckers, in novellistischer Form. Die Idee, den elektrischen Funken im Sekundcnbruchteil durch Tausende von Papierbogen knistern und drucken zu lassen, die zwar schon in drei deutschkn Reichspatenten geschützt, aber noch niemals praktisch ausgesiihrt worden ist. Zur Belebung des Textes ist eine Anzahl farbiger Tafeln beige geben, die sich dem Zeugkistenrahmen unpassen. Prächtige Aktzetchnun- gen des Illustrators Curt Opitz, greuliche Fabeltiere und schließlich der Druckfehlertcusel in eigener Person, der mit virtuosem Handgelenk von G. Krctzschmar ganz samos präsentiert wird. Daneben ist auch Gelegenheit, die Vielseitigkeit des Herausgebers Rudolf Engel-Hardt zu bewundern, der nicht nur Schriften zeichnet, in die ticssten Schluch ten wissenschaftlicher Farbuntersuchungen untcrtaucht, Novellen dichtet und sachkundige Börsenblattartikel schreibt, sondern auch Landschaften und nackte Mädchenkörper <l) malt. Durch bas Ganze kichert der Ulk. Mögen sich viele Leser frohe Stunden mit dieser Zeugkiste bereiten, damit der Verleger Mut und Kraft zu einer regelmäßigen jährlichen Ncuausgabe finde! Karl Kleischhack. Mine Mitteilungen. Verein der Deutschen Musikalienhändler zu Leipzig. — Die dies jährige ordentliche Hauptversammlung dieses Vereins findet, laut Beschluß der letzten Hauptversammlung, nicht zu Kan tate, sondern in der B u g ra - M e ß w o ch e, Sonnabend, den 11. März 1922, nachmittags pünktlich 3 Uhr, im Guten bergsaale des Deutschen Buchgewcrbehauses statt. Anträge von Mit gliedern für die Tagesordnung sind laut ß 14e der Satzung spätestens vier Wochen vor der Hauptversammlung (in diesem Jahre also bis spätestens zum 11. Februar 1922) dem Vorsteher schriftlich einzu reichen. Später cingebrachte Anträge bedürfen der Unterstützung durch mindestens zehn Mitglieder und der Zustimmung des Vorstands. Ferner findet am Tage vorher, Freitag, den 19. März 1922, eine Versammlung von Delegierten der Orts-, bzw. Kreisvcreine des Musi- kalienhandels, gleichfalls in der Gutenberghalle des Deutschen Buch gewcrbehauses in Leipzig, statt, zu der seitens des Kreisvereins der Rheinisch-Westfälischen Musikalienhändler (Vorsitzender Herr P. I. Tanger in Köln a. Nh.) Einladungen ergehen werden. Zur Buchpropaganda. — Die im Börsenblatt schon öfter erwähnten Aufsätze von vr. Franz Leppmann, »Warum wir Bücher kaufen sollen« und I)r. Gerhard Menz, »Sind Bücher teuer?« sind jetzt in einem kleinen Son derdruck zusammcngestcllt in 2. Auflage erschienen und können wieder vom Verlag des Börsen Vereins für 35 Pfg. das Stück (jedoch nicht unter 10 Stück) bezogen werden. Es empfiehlt sich, diesen Sonderdruck besonders an alle Kunden im Laden zu geben, die sich mit den jetzigen Büchcrpreisen noch nicht abfindcn können. Es ist eines der besten Mittel, sic ohne viel Reden von der Wohlfeilheit der Bücher zu Überzengen, da auch genaue statistische Zahlen zur Frage der Bücherpreise die Ausführungen unterstützen. Die Verwendung Ist laufend jederzeit möglich, da die Aufsätze allgemein gehalten sind, ohne auf bestimmte Gelegenheiten Bezug zu nehmen. Literarische Vereinigung »Exlibris« in Leipzig. — Der am ver- gangen-en Donnerstag, dem 19. Januar, im Großen Saale des Gesell schaftshauses »Friedrichshallen« zu Leipzig-Connewitz veranstaltete 6. Theater-Abend stand unter einem ungünstigen Stern: am gleichen Tage traten nämlich die Straßenbahner Leipzigs in den Streik, wodurch wohl viele Anhänger vom Besuch abgehalten wurden, und außerdem hatte die Spielleitung bei der Einstudierung mit Schwierig keiten zu kämpfen, da verschiedene Mitwirkende erkrankt waren. Die Erschienenen brauchten aber ihr Kommen nicht zu bereuen, denn alle kamen voll und ganz auf ihre Rechnung imd verlebten einige frohe Stunden. Der Abend war diesmal der heiteren Muse gewidmet. Mit Ser Aufführung des Stückes: Pension Schüller, Posse in drei Aufzügen von Carl Laufs, nach einer Idee von W. Jacoby, in Szene gesetzt von Fritz Ziegler, hatte die Spielleitung das Nich tige getroffen. Dieses Lustspiel ist so recht geeignet, die Lachmuskeln in Bewegung zu setzen, und es verfehlte denn auch seine Wirkung auf die Zuhörer nicht. Von den Mitwirkenden verdient besonders Herr Fritz Ziegler hervorgehoben zu werden, der als Philipp Klapp- roth eine Glanzleistung bot. — Ein anschließendes Tänzchen hielt die Anwesenden noch lange m gemütlichster Stimmung beisammen. C. Str. Großes Wohltätigkcitsfcst für den Berliner Buchhandel (vgl. Bbl. Nr. 12). — Das Programm des Festes, das der Verein Erholungs heim für Deutsche Buchhändler E. V. zu Gunsten seines Ahlbecker Ostseeheims und zur Gründung eines neuen Heims im Ge birge Donnerstag, den 26. d. M., abends 7)4Uhr in den Kammersälen in Berlin, Teltowerstraße 1, veranstaltet, steht nun endgültig fest. Nam hafte Künstler, wie Emmy Heckmann-Bettendorf und Kammersänger Cornelis Bronsgeest von der Staatsoper in Berlin, Herr Hofkapell meister Clemens Schmalstich und Herr Werner Heckmann vom Schwe riner Staatstheater, haben ihre Mitwirkung zugesagt und werden Opern-Arien, klassische Lieder und Rezitationen zum Vortrag bringen und damit einen ganz außergewöhnlichen künstlerischen Genuß ver bürgen. Das dem Konzert sich anschließende gesellige Beisammensein mit Tanzfcstlichkeit wird sicher nicht nur von der Jugend lebhaft be grüßt werden. Der Vorverkauf zu den ermäßigten Preisen von ^ 7.50 und 10.— wird am Mittwochabend geschlossen. Karten im Vorver kauf sind erhältlich auf der Geschäftsstelle des Erholungsheims, Link straße 16 (bei Herrn Heinrich Heise i. Fa. Franz Wahlen Verlag), auf der Geschäftsstelle der Berliner Bestellanstalt, Wilhclmstraße 48, und in H. Noscnbergs Buchhandlung, Potsdamerstratze 20. H. G. »Bastei«, Verein jüngerer Buchhändler in Dresden. — Am Don nerstag, dem 26. Januar, abends 8 Uhr, hält Herr Hofbuchhändler Franz Schaede r-Drcsden im Vereinslokal Hotel »Stadt Weimar«, Waisenhausstraße, einen Vortrag: »Alsstuäiant in Grenoble, als Gehilfe in Paris«. Ter Vorstand des Vereins gibt bekannt, daß es selbstverständlich Ehrenpflicht eines jeden Mitglieds ist, an diesem Abend nicht nur selbst zu erscheinen und jeden erreichbaren Be- russgenossen mitzubringen, sondern auch vor allem den Dresdner Jung buchhandel zum Besuch des Vortrags zu veranlassen. Drei Masken Verlag Aktien-Gesellschaft. München. — Rechnungtzablchluß auf den 30. Juni I92l (für die Zeit vom 2. April 1921 bis -um 30. Juni 1921). Kasse Guthaben beim Postscheckamt .... Wechsel Außenstände Waren: ») Vorräte b) Werke in Vorbereitung Abdrucks-, Verlags- und Tanticmercchte Kautionen Einrichtung Schulden. 3 521 927.44 376 758,56 12 679 06 6 35'< 91 36 261 64 4 403 S60 4ö 3 898 686 489 219 70 10 340 — 9 — 8 öS?413 76 Aktienkapital Schilden Verteilung des Remgew'nns: Zuweisung zum ges glichen Reservefonds . 5000.— Vortrag aus neue Rechnung ... . „ 73 <0.96 12370.96 4L L» 0 00< — 4 845 042 >0 12 37. 96 8857 413 76 Gewinn- und Verlu^trechnunq auf den 30 Juni 1921 (für die Zeit vom Süll. 2 Avril 1921 bis ^um 30 Juni I92N. Hiben. 4L § 4L I 275 82? 25 Bruttogewinn. . . 1 610 663 66 253 424 95 Zinsen 69<U0 50 Gewinn 12 37" 96 1 610 663 66 1 6l>> 663 66 (Deutscher Reichsanzeiger Nr 13 vom 16. Januar 1922 ) 97
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