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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.01.1893
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1893-01-26
- Erscheinungsdatum
- 26.01.1893
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- Deutsch
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Aufruf hat eine über alles Erwarten sympathische Aufnahme bei den Beteiligten gefunden. Es sind bis jetzt fast 2000 Anmeldungen erfolgt, annähernd so viel, wie die Berliner Gewerbe-Ausstellung 1879 Teil nehmer hatte; dabei ist zu berücksichtigen, daß bis jetzt nur der Ausruf mit Anmeldeschein versandt und irgend eine andere Thätigkeit, um Aussteller zu erhalten, absichtlich nicht entfaltet ist. Der geschäfts führende Ausschuß wollte sich zunächst nur Gewißheit verschaffen, ob sein Vorhaben der Zustimmung der Berliner Gewerbetreibenden sicher sei Ueberraschend, selbst für die Eingeweihten, war dabei die Wahrnehmung, daß besonders der Berliner Maschinenbau relativ die stärkste Beteiligung ergab; schon jetzt ist für diesen Zweig unseres gewerblichen Lebens ein fast vollständiges Bild seines Könnens und eine Ausstellung, wie sie Berlin noch nie gesehen hat, gesichert. Auch die chemische Groß-Jndustrie hat ihre vollen Sympathieen dem Unternehmen bereits entgegengebracht; daß Kunsthandwerk und Verarbeiter unedler Metalle ganz und voll dabei sein werden, war von vornherein anzunehmen. Nachdem nun diese Frage in glänzender Weise ihre Erledigung ge funden, hält der geschäftssührende Ausschuß eine große Ausstellung unserer Heimatstadt unbedingt gesichert nnd geht sofort mit Energie und ganzer Hingebung an die Arbeit. Zunächst wird der geschäftssührende Ausschuß sich verstärken und dabei naturgemäß in erster Reihe seine Blicke auf die bewährten Mitarbeiter früherer Ausstellungen richten, sodann ist die Frage des Garantiefonds zu lösen. Nachdem diese Aufgabe erfüllt, sind die Vorarbeiten beendet und beginnt dann sofort die schwere aber dank bare Arbeit für die Ausstellung selbst. Wir werden über den Fortgang des Unternehmens weiter berichten. Zunächst nimmt Meldungen zur Be teiligung noch Kommerzienrat Fritz Kühnemann, Nr. 4, Gartenstraße 21 entgegen.» Papier-Ausstellung. — Wie in früheren Jahren, so wird auch während der ersten Tage der nächsten Leipziger Ostermesse der Mitteldeutsche Papier-Verein eine Fachausstellung in den gesamten oberen Räumen des Kaufmännischen Vereinshauses zu Leipzig veranstalten. Die Aussichten für diese Ausstellung sind recht günstig; auf eine vorläufige Umfrage bei einer beschränkten Zahl von Interessenten hat bereits eine stattliche Reihe von Firmen ersten Ranges ihre Beteiligung zugesagt. Der Besuch verspricht — schon in Anbetracht der dieses Mal zur Ver fügung stehenden großen und schönen Räume in bester Stadtlage — eine erhebliche Zunahme gegen früher. Es ist zu wünschen und zu erwarten, daß das allgemeine Interesse, welches dieser Meß-Ausstellung entgegen gebracht wird, dazu führen werde, daß der Mitteldeutsche Papierverein in jeder Ostermesse den kaufenden und verkaufenden Fachgenassen einen der artigen Sammelpunkt biete, dem sich anzuschließen auch manche derjenigen Firmen für nützlich erachten dürften, welche die Messen jetzt regelmäßig mit Musterlagern beschicken. Die Einladungen zur Beteiligung ergehen demnächst. Anmeldungen, welche schon jetzt gern entgegengenommen werden, sind an Herrn Bruno Nestmann in Firma Carl Nestmann, Leipzig, zu richten, dem der Vorsitz in dem aus sechs Mitgliedern bestehen den Ausstellungs-Ausschusse übertragen wurde. Allgemeiner deutscher Journalisten- und Schriftsteller tag. — Seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern hat das Protektorat über den in diesem Jahre in München zu veranstalten den allgemeinen deutschen Journalisten- und Schriftstellertag übernommen. Ferner hat sich ein aus den hervorragendsten Vertretern der Münchener Litteratur- und Kunstwelt, wie der gesellschaftlich tonangebenden Kreise bestehender Ehrenausschuß gebildet und haben der Skaaisminister Frei herr von Feilitzsch, erster Bürgermeister Dr. I. Ritter v. Widenmayer und Schriftsteller Dr. H. Ritter von Lingg das Ehrenpräsidium über nommen. Die Abhaltung des Tages ist aus die Zeit vom 2. bis 5. Juli festgesetzt. Verantwortung der technischen Hilfsarbeiter beiPreßver- gehen. — lieber einen neuen Fall des Heranziehens des Druckerpersonals durch Staatsanwälte und Gerichte bei Preßvergehen, eine Gesetzesauslegung, wie sie nicht in der Absicht des Gesetzgebers gelegen hat, wird der Vossi- schen Zeitung folgendes aus Siegen berichtet: Der Verleger des Siegener Volksblattes, Herr E. Bommert, stand unter der Anklage der wissentlichen Beihilfe oder der Mitwisserschaft bei der Ausnahme der inkriminierten Artikel, in denen eine Belei digung gesunden wurde. Das Setzerpersonal und der Maschinen meister wurden als Belastungszeugen vernommen. Die Anklage gründete sich darauf, daß der Beschuldigte von den Artikeln, bevor sie durch die Hand des Redakteurs oder Setzers gegangen seien, Kenntnis gehabt habe, oder daß er mindestens bei der Durchsicht der ersten Abzüge zum Zwecke der Revision den Inhalt derselben habe kennen lernen müssen, weshalb er wegen Beihilfe zu bestrafen sei. Der angeschuldigte Verleger war in der glücklichen Lage, Zeugen dafür bei- bringen zu können, daß er während der Zeit, in welcher die betreffenden Artikel erschienen, wegen schwerer rheumatischer Krankheit gezwungen gewesen sei, die Nedaktionsgeschäfle dem verantwortlichen Redakteur völlig selbständig zu überlassen, daß er wiederholt keinen Korrekturabzug er halten habe und seine etwaigen Korrekturen sich lediglich aus technische Sechzigster Jahrgang. Mängel beschränkten. Endlich stellte er auch unter Beweis, daß die Artikel teils von dem Redakteur selbst, teils von dritten Personen geschrieben, einer sogar in seiner Abwesenheit zur Ausnahme gelangt war. Der Metteur wurde nicht vereidigt, da er vom Gericht und dem Staats anwalt als der Mitschuld dringend verdächtig angesehen wurde, weil er das Manuskript zu verteilen und den Satz zu umbrechen habe. Hierbei soll der Metteur Kenutnis von dem beleidigenden Inhalte der Artikel er halten haben, was dieser jedoch bestritt. Ein als Zeuge vernommener Setzer wurde ebenfalls wegen des Verdachtes der Mitlhäterschast erst nach erstatteter Aussage vereidigt, und nur der Umstand, daß dem Beschul digten nicht nachgewiesen werden konnte, an den Artikeln, in denen eine Beleidigung erblickt wurde, in irgend einer Weise vor oder nach dem Druck des Blattes beteiligt gewesen zu sein oder von ihnen gewußt zu haben, führte zu seiner Freisprechung. Der Staatsanwalt hatte eine ziemlich hohe Gefängnisstrafe beantragt. Neue Bücher, Zeitschriften, Gelegenheitsschristen, Kataloge rc. für die Hand- u. Hausbibliothek des Buchhändlers. Wie riobts iob msiusoj lonrnal-Desexirksi praktiseb uuck Asnlnv- brinAeoä ein? Dis DstvinnborsobnunA uuck DioriobtunA von lonroal- Dsssrurksln jslso llmkaiiAgs an xablreiobsn Uustsrformularsn uvck Tabellen orläutort von Daul dlassnte. 8". 23 8. u. 3 Tabellen. Travkkart a/0. 1893, D. Llassntss klokbuebbanllunA. 2s>tssbrikt kür Ditteratur u Oesobiobte cker ötaatswisssnsobalten, brsA. von Dr. Kuno Tranksnstsio. I. öl. 1. Hell. Ar. 8". DsipmA 1893, 6. D. klirsobkell Xus lern lnbalt: II. Kritiken u. ösksrats: örnler, 8taats- Isxikoo. — blvAsl, ckis Dbilosopbie u äis sociale KraAS. — Wie stelle ieb rniob i-ur socialen TraAS? —Tubr, Strakrsebts- PÜSAS u 8omaipolitik. — Ossar, D,s LpeisunA armer 8ebul- kinler — 8ebmickt, Ossob. ä Xrabsraukstanles iu Ostakrilra. — üliseblor, llanlb ck. VsrwaltuoAsstatistik. I. öl. — Wester kamp, 8taatvllbull«1 u. öanlssstaat. — lllsvrsl, ckoatsebss 6s- ßLvltsebaktsvvsssn im Llittelaltsr — ltalisnisobs Dittsratur. — ökanlinavisebe Dittsratur. — klisäerlänl. Dittsratur. — III. öidlio-rapbio: 1. Dolit. Ookouomie. 2. 8katistik. 3 Vsrvral- tuvAslöbis u. VernmItavAsreobt. 4. 8taatsrsebt u. Dolitik. 5. Völksrrocbt. Internat. Verträge. önobAsrverbvblatt, brsA. von K. önrZer, Kustos lss önobgoverbs- mussuws in DsipmA. lickt 4. l-mnar 1893 Dsipris, Verlag ckes önobAsrvsrbsblatts (Kommiss, öroitkopt L Härtel). Inbalt Winke kür ckis öapierprükunA in cker Dralls v W. llsrr- berA. — Die DapiorpriikllNAs-Xustalt ckss öa^srisoksn 6orvsrbs- Uussuws in blürnbsrA. — Oer DsipriAsr öuebbanlel 1891 von l)r. 0. von klass. — Kupksrstiebs uvl llvlrsolinitts alrsr Dloistsr in kiaebbillnnAsn beransASAsben von cker Direktion cker keiobslruokorei unter ülitnlrkunA von Dr. D. Dippmano, Direktor los Kul. Kupkerstiobliabinstts io öerlio. öerlin, keiebslruekorsi. (klisrrn eine Taksl.) — Dis pbotoinsvbauisoksn Vsrlakren von D 8odultx-llenoke. Dbotoxz-lvArapnis (Dort- setranA.) — Das Llast-rdneb cker 6ravisr-Xusta>t unl NsssinA- 8ebrikt-6isssersi von Klm. Koek L 6o. in LlaAlsburA. — 8eklisssrabwsn mit Tormatstäbsn. — Xus ckem Doutsebsn öaob- Aervsrbe Nuseum. — Datentliste. — Kleins dlitteilnnAxn. Sitzungsbericht über die am 30. u. 31. Oktober 1892 zu Leipzig ab gehaltene 23. (außerordentliche) Hauptversammlung des Allge meinen Deutschen Buchhandlungs-Gehilsen-Verbandes. Ausgenommen von Rechtsanwalt G Barth. Angeschlossen: Ver zeichnis der Verbandsmitglieder. Satzungen. Rechnungsabschluß der Fechlanstalt 1890 u. 91. 8 b 130 S. Olassiseke DbilolvAis u. Xltsrtumsknnls. Ditto rata r u. Oolebrton- Assebiekto. öibliotbsksrvossu. öiblioArapbis. Xntig. Kataloge kio. 243 u 244 von Dist L Dranske in DeipxiA. 8". 143, 49 8. 5232, 1166 Kro 8eisooes äs littsraturs et l'bistoirs äs Tranes. XnktionskataloA (24. — 27. lanuar; 27 kus Dronot) von Xlsxaulre dlörs in Daris, 55 tjimi les Oianäs-XuAnstius. 8b 40 8. 622 Uro. 6esebiobte aller Dänler u. Völker. Xvtig. Katalog blo. 7 von Xlolk Wsixel in DoipxiA. 8'. 98 8. 2010 Uro. Ausstellungspreis. — Der Firma Georg Lang i» Leipzig wurde von der unter dem Protektorat der königlichen Landesregierung im vorigen Jahre veranstalteten Lehrmittel-Ausstellung zu Agram das Ehreudiplom zuerkannt. Ausstellungspreis — Der Photogravure - Anstalt von R. Pau lassen in Wien wurde auf der im Dezember v. I. iu Calcutta statlgefuudenen photographischen Ausstellung die goldene Medaille verliehen. 76
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