Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.08.1921
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1921-08-29
- Erscheinungsdatum
- 29.08.1921
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19210829
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-192108292
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19210829
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1921
- Monat1921-08
- Tag1921-08-29
- Monat1921-08
- Jahr1921
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Redaktioneller Teil. ^ 201, 29. August 1921. wie Schriftsteller, Drucker und Buchbinder zusammengenommen«. Warum haben Sie nicht auch gleich noch den Papierfabrikanten mit hineingerechnet ? Vs wäre doch eins so richtig gewesen, wie das andere! Hier würde cs zu weit führen, den Spuren dieses Bären nachzugehen, der Ihnen da anfgebunden worden ist. Und über die kuriosen volks wirtschaftlichen Kenntnisse derer, die sich berufen glauben, deutsche Lande mitznregieren, wundert man sich hentzutagc auch nicht mehr. Über die Stellung des Verlegers in diesem Wtrtschaftsvorgang schwei gen Sie sich aus. Es sei aber doch ausgesprochen, das; unter dem Zwange des freien Wettbewerbs der Privatverlag auf eine außeror dentlich hohe Stufe der Ökonomie gelangt ist. Er arbeitet so sparsam, daß der einzelne Verleger angemessenen Verdienst haben und doch wesentlich billiger erzeugen kann, als jeder Behörden- und Monopol- Verlag. Die Erfahrungen, die in anderen Ländern ans diesem Gebiete gemacht worden sind, müssen jeden überzeugen, der sich überhaupt überzeugen lassen will. Die Sparsamkeit aber, die Sie predigen, ist in Wahrheit nichts anderes als eine Vergeudung des Geldes der Steuer zahler. Vereinigung der S ch u l b u ch v e r l c g e r. I)r. E. Ehlermaun, d. Zt. Vorsitzender. Eine intcruationale Vereinigung geistiger Arbeiter. — Wie die Blätter aus B r ü ssel melden, hat der dort tagende K ongreß der geistigen Arbeiter eine Resolution angenommen, in der es heißt: 1. Der Kongreß erwägt einen Entwurf für eine internationale Vereinigung geistiger Arbeiter. Er gibt 2. der internationalen Arbei- tervcreinigung das Mandat, in den verschiedenen Ländern eine Pro paganda zu unternehmen, damit in jedem Lande eine zentrale Orga nisation geistiger Arbeiter, die der internationalen Vereinigung ange hören, zustandekommt. Er gibt 3. der internationalen Vereinigung den Auftrag, sofort mit den Organisationen des Völkerbundes und des internationalen Arbeitsbureans bezüglich der oben genannten Fragen in Verbindung zu treten. Reue Fernsprechgebühren. — Die auf Grund des 8 12 des Fern- sprcchgebühren-GcsetzeS vom Reichspostministcr mit Zustimmung des Rcichsrats zu erlassende Fernsprechordnung, die die Bedingungen für die Benutzung der Fernsprecheinrichtungen und die Gebühren für den Fernsprechverkehr mit Wirkung vom 1. Oktober ab festsetzt, ist am 25. Angust vom Reichsrat verabschiedet worden. Die Fernsprechteil nehmer sind danach berechtigt, Einrichtungen, deren Gebühren durch die Fernsprechordnung erhöht werden, bis zum 15. September 192t zum 30. September 1921 zu kündigen. Hinsichtlich der Hauptanschlüsse endigt diese Kündigungsfrist nach dem seinerzeit verkündeten Fern- sprcchgebühren-Gesctz am 1. September 1921. Die wichtigsten Gebüh ren der neuen Fernsprechordnung sind folgende: 1. Einmalige Gebühren: Die binrichtungsgebühr beträgt: für einen Hauptanschluß 200 ./?, für einen Nebenanschluß im Gebäude des Hauptanschlusses 100 ./?, für einen Nebenanschluß in einem anderen Gebäude 300 ./?. 2. Laufende I a h r e s g e b ü h r e n: Zuschlag bei Anschlüssen, die mehr als 5 Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt sind, für jede vollen oder angefangcnen nach der Luftlinie gemessenen 100 Meter Doppelleitung außerhalb des 5 Kilometer-Kreises 36 .//; Gebühr für einen reichscigcnen Nebenanschluß mit gewöhnlichem Apparat 126 dazu für jede vollen oder augefangencn nach der Luftlinie gemessenen 100 Meter Doppelleitung zwischen der Haupt- und der Nebenstelle ,6 .//; Gebühr für einen nichtreichseigenen Nebenanschluß 60 .//; Zu schlag für jede Nebenstelle, die sich in den Wohn- oder Geschäftsräumen eines Dritten befindet, 30 ./i; Gebühr für eine Querverbindung zwischen verschiedenen Grundstücken 803 .// (720 .// Pauschbetrag und 32 ./k für jedes bei den beiden Hauptstellcn durch die Querverbindung belegte Anschlnßorgan), dazu für je 100 Meter Doppelleitung 36 .//: Gebühr für Anschlußdosenanlagen, für jede Anschlußdose 12 .//; für jeden außer dem Hauptapparat gewünschten tragbaren Apparat 83 ./i; für jeden mit der Anschlußdosenanlage verbundenen kleinen Wecker 23 für je lOO Meter Anschlnßdosenliuie (Luftlinienentfcrnung) 36 .//. 3. Gesprächsgebühren, Telcgra m mauf n a h m cge - b ü h r e n usw. Gebühren für ein Ortsgespräch von einer öffentlichen Sprechstelle aus 50 ,.Z; für ein Gespräch im Vororts- und Bezirks verkehr 75 für die vorherige Übermittlung des Namens der Person, mit der ein Ferngespräch geführt werden soll, 2 Gebühr für eine Dauerverbindung zwischen zwei Teilnehmersprechstellen desselben Orts netzes während einer Dienstpanse der Vermittlungsstelle 1 .//; Gebühr für die Ausnahme eines Telegramms durch Fernsprecher sür das Wort 10 .Z, mindestens 2 .//. Das Zusprechen angckommener Telegramme durch den Fernsprecher an Teilnehmer geschieht auf Antrag kostenfrei. Der Post- und Geschäftsverkehr mit Samoa. — Aus Samoa ein getroffene Nachrichten von Ende Juni besagen, daß alle aus Deutschland kommenden und nach Deutschland gehenden Korrespondenzen nach wie vor einer strengen Zensur unterworfen sind. Nach einer neuesten Vcr Ordnung der neuseeländischen Negierung werden aus Deutschland kom mcnde Bücher, Zeitungen, Zeitschriften usw. nicht mehr an die Adressaten auf Samoa ausgcliefert. Es ist auch immer noch verboten, mit Deutschland in irgend einer geschäftlichen Sache in Verbindung zu treten. Es dürfen an deutsche Firmen auch keine Zahlungen geleistet werden. Die wenigen Deutschen, die von der Ausweisung aus Samoa verschont geblieben sind, beabsichtigen nach Celebes überzusicdeln, soweit ihnen dazu Mittel zur Verfügung stehen. PkrsonlllnMrllAen. 8V. Geburtstag. — Der Nestor der Berlin e r Buchdruckereibesitzer. Herr Otto Dre per, Kurfürstenstraße 19, vollendete am 27. Angust sein 80. Lebensjahr. Er erfreut sich seltener Rüstigkeit und geistiger Frische; bis in dies hohe Alter hat er sich auch guten Humor bewahrt. Nach der Umwandlung des Blindes der Berliner Buchdruckereibesitzer in einen freien Verein im Jahre 1906 trat er in dessen Vorstand ein und wurde gleichzeitig in den Vorstand der Sektion VIII der Deutschen Buchdrucker-BerusSgenossenschaft gewählt. Beide Ämter hat er noch heute iune. In weiteren Kreisen wurde er als Bürgerdeputierter des Berliner Magistrats bekannt. Im Jahre 1874 erwarb er die Buch- druckerei des bekannten Eisenbahn-Unternehmers Strousberg. Er ver legte sie 1903 in das eigene Fabrikgebäude Kurfürstenstraße 19 und erweiterte den Betrieb durch Augliederuug eines Spezialverlages für Formulare und Geschäftsbücher, insbesondere für das Gastwirts- und Hotelgewerbe, sowie für Kranken- und Sterbckasscn. — Möge es ihm vergönnt sein, sich noch manches Jahr der Früchte seiner Lebensarbeit in der bisherigen geistigen Frische nnd körperlichen Rüstigkeit zu erfreuen. Peter Boborykin f. — In Lugano starb der Nestor der russischen Romanschriftsteller Peter Boborykin im Alter von 86 Jahren. Er hat zahlreiche Werke geschrieben und lebte früher in Nom, Paris oder in der Schweiz als Grandseigneur; sein Leben endete in Not und Ent behrung. Sprechfaul. Deutsche Bezeichnungen. <Vgl. Bbl. Nr. 19v.> Tie Mahnung des Herrn Einsenders ist freudig zu begrüßen und ihre allseitige Beachtung im deutschen Buchhandel (und Buchgewerbe!) zu wünschen. Es sei deshalb daran erinnert, daß der Versuch einer Zusammenstellung guter Verdeutschungen bereits vorliegt in dem vom Sprachausschuß des Deutschen Buchgewcrbevereins herausgegebcnen Verdeutschungsbuch 12 des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins »Das Deutsche Buchgewerbe«. Das Heft bietet gegen 1300 Verdeutschungen für die Fachausdrücke der Buchbinderei, Bnchdruckerei, des Buchhandels, des buchgewerblichen Maschinenwesens, des Papicrsaches, der Schrift gießerei, Steindruckcrei und des Wiedergabeverfahrens. Berlin. G. Siemens. Die Lörracher Gefahr. Ich habe weder für meinen Verlag noch für mein Antiquariat mit dem interessanten Örtchen Lörrach bisher etwas zu tun gehabt. Umso seltsamer sind die häufigen Bestellungen, die jetzt aus dieser Stadt auf mich herabregncu, und die alle meinen »Naturführcr durch die Schweiz« betreffen. Bezüglich desselben hatte ich im Börsenblatt veröffentlicht, daß ich ihn innerhalb Deutschland nur an von mir geprüfte Adressen versenden kann (so sehr ich auch sonst ein entschiedener Gegner eines jeden verlegcrischen Versuches, die Bestcllernamen vom Sortimenter zu verlangen, bin). Aber bei der Leichtigkeit, mit der gerade Reiseführer über die Grenze geschafft werden können, mußte ich, um alle Schiebe reien zu verhindern, zumal bei der großen Spannung zwischen dem deutschen und dem Schweizer Preise, diese Maßregel treffen. Die Be stcllcr aus Lörrach stammen aus den verschiedensten Kreisen: Inge nieure, Bankbeamte nsw. Diese sind, wenn ihnen nicht geliefert wird, was ich nach diesem Ort prinzipiell nicht tue, sehr schlecht auf mich zu sprechen. Das Vorgehen des Magistrats dieser Stadt, das noch in frischem Angedenken sein dürfte, scheint dort Schule zu machen. Also größte Vorsicht bei Lieferung nach Grenzorten! Berlin. W. I u n k. 1296
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder