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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.08.1921
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- 1921-08-24
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- 24.08.1921
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X- IN, 24. August 1921. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Wöchentlich 2mal Sendung nach Leipzig. — Verlag der »Novellen in Gelb«. Eine Sammlung der besten Erzählungen aller Völker. Billiger Preis! Vorzügliche Ausstattung. Literarisch vollwer tiger Inhalt. Leipziger Komm.: w. Volckmar. sDir.j *T r a n s a t l a n t i s ch e r Verlag G. m. b. H., Berlin W. 15, Kurfürstendamm 220. Ztschr.-Verl. Gegr. Jan. 1911. (»--- Stein platz 10 860. — TA.: Transatlantischer Verlag. — V Bank f. Handel u. Industrie, Dep.-Kasse ?, Berlin W. 15, Kurfürsten damm 26. — ^ 26 508.) Geschäftsf.: Fcodor Korber. Leipziger Komm.: a. Thomas Komm. Gesch. (Dir.) Trinks L Heinrich, Buchhandlung, Dresden, ging mit Akt. u. Pass, an eine G. m. b. H. über, die Friedrich Trinks, G. m. b. H., Buchhandlung, firmiert. Zum Geschäftsf. wurde Friedrich Trinks bestellt. sB. 191.s ^Trubitz, Artur, Buchhandlung, Sulau. Buch- u. Paph. Seit Juli 1910. Leipziger Komm.: v. Busch. sB. 188.) vachrom Gesellschaft für F a r b e n p h o t o g r a p h i e m. b. H-, M ü n chen , Nauchstr. 12. Diapositiv-Verl. u. Photochemi sche Abt. Gegr. 1917. (--s> 41011. — TA.: Uvachrom München. — G Bank f. Handel n. Industrie, München. — d' 16 070.) Ge schäftsf.: Dir. Lndw. Preiß u. vr. A. Traube. Zweigniederlassung Stuttgart, Augustenstr. 13. Kunstverl. Seit 1./VII. 1918. Gegr. 1./X. 1911. (st--- 7352. — D Bank f. Handel u. Industrie, Stuttgart, Dep.-Kasse Tübingerstr. — 17 050.) Geschäftsf.: Dir. Herm. Schober. Leipziger Komm.: Kittler. (Dir.) Weber Verlag, Otto, Heilbronn (Neckar). Die Prokura des Wilhelm Stephan ist erloschen. Den Werner Jackstcin u. Erich Wendler wurde Ges.-Proknra erteilt. sH. 13./VIII. 1921.) Zcuner, Johannes, Berlin, erloschen. (Dir.) Kleine Mitteilungen. Zur Kulturabgabe. — Folgende an die »Münchener Neuesten Nach richten« gerichtete Zuschrift, die aber über das Ziel hinausschiesten dürfte, sei hier wiedergegeben: »Bei der Behandlung der Kulturabgabe ist eine ausschlaggebende Überlegung noch nicht angestcllt worden. Diese Überlegung führt in politische Zusammenhänge hinein, in denen auch andere gesetzgeberische Maßnahmen stehen. Die geplante Kulturabgabe auf freie Werke wird von linksstehenden Politikern unterstützt, um durch sie einer Reihe von mehr oder weniger beschäftigungslosen Politikern eine Position zu schaffen und sie so über Wasser zu halten, bzw. für ihre politische Tä tigkeit zu entschädigen. Das; darunter auch begabte Schriftsteller sind, ist keine Frage. In der Kommission, die das Geld zu verteilen hat, werden sic ihre Bedürftigkeit leicht Nachweisen können. Aber es ist noch eine andere Absicht im Spiel. So sagte mir kürzlich ein Unab hängiger: Es wird kein halbes Jahr vergehen, und wir haben in sämt lichen, auch den kleinsten Dorf- und Volksbibliothcken Deutschlands die Werke von Bebel, Liebknecht und womöglich auch die von Marx, und zwar dank der durch die Kulturabgabe vorgesehenen Büchercinkäufe und Bücherverteilungcn. Ich sagte, daß ich es absolut verurteilen würde, wenn das Geld aus der Kulturabgabe zu politischen Zwecken mißbraucht würde, worauf er mir erwiderte, cs handle sich nicht um einen Miß brauch, sondern um die Notwendigkeit, das Volk anfzuklären, und es liege ganz im Sinne unserer Klassiker, wenn die aus ihren Werken herausgezogenen Beträge dazu verwendet würden. Als ich bezweifelte, daß eine Mehrheit für diesen Plan zn haben sei, meinte der Betreffende: In Berlin sei man unter allen Umständen dafür, und die Mehrheit in den Verteilungskommissionen wolle man schon gewinnen, und wenn nicht, gehe man scheinbar paritätisch vor, es müßten eben schließlich als Gegengewicht auch ein paar rechtsstehende Bücher angekauft und verteilt werden. So werden deutsches Schrifttum und deutsche Kultur betreut! Zu Wilhelm Raabcs 90. Geburtstag. — Gelegentlich der Feier des 90. Geburtstages Wilhelm Naabes wird in Magdeburg am Ge- schäftshause der Creutz'schen Buchhandlung — dem »golde nen Weinfaß seines Romans »Unseres Herrgotts Kanzlei« — eine von dem Verein der Presse zu Magdeburg angeregte Gedenktafel an gebracht, die darauf hinweist, daß Wilhelm Raabe hier in den Jahren 1849—53 gelebt hat. Diese Jahre seiner buchhündlerischen Lehrzeit sind für die Entwicklung Naabes znm Schriftsteller von ausschlaggeben der Bedeutung gewesen. Hier in seinem kleinen Stübchen im Hause seines Lehrherrn haben die schweren Kämpfe in seinem Innern statt gefunden, die sich für ihn, den Mittellosen, bei der Entscheidung für einen Berns mit zunächst völlig unsicherer Grundlage ergeben mußten. Alte und neue Preise der Berliner Akademie. — Die philosophisch- historische Klasse der Preußischen Akademie der Wissenschaften hat das E d u a r d - G e r h a r d - S t i p c n d i u m für 1920 im Betrage von 5000 Mark dem I)r. Gottfried von Lücken für seine Arbeiten auf dem Gebiete der frührotfigurigen attischen Wandmalerei zuerkannt. Für 1922 wird das Stipendium mit dem Betrage von 2500 Mark ausge schrieben. — Die Akademie hat auf Vorschlag ihrer Kommission für die Graf-Loubat-Stiftung beschlossen, den für dieses Jahr aus geschriebenen Preis von 3000 Mark Herrn Professor I)r. A. Eekhof in Leiden für seine Werke »De Hervotmde Kerk in Noord-Amerika (1624 —1664)«, 2 Bde. 'sGravenhage 1913, und »Bastiaen Jansz. Krol, Krankenbezoeker, Kommies en Kommandeur von Nieuw-Nederland (1595—1645)«. 'sGravenhage 1910, zuzuerkennen. — In Ausführung der Bestimmungen der P a n l - N i e ß - S t i f t u n g hat die physi kalisch-mathematische Klasse auf Vorschlag des Kuratoriums beschlossen, die diesjährigen Stiftungserträgnisse in Höhe von 8316 Mark an einen Chemiker zu vergeben, und zwar an Professor vr. Adolf Sieverts in Greifswald für seine Arbeiten über die Wechselwirkungen zwischen Me tallen und Gasen. — Aus der E m i l - F i s ch e r - S t i f t u n g hat das Kuratorium der Stiftung mit Zustimmung der physikalisch-mathemati schen Klasse den folgenden früheren Assistenten Emil Fischers nach stehende Beträge zur Fortführung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten be willigt: 8000 Mark einmalig dem Or. Max Bergmann, zurzeit Assi stent am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Faserstoffchemie, 8000 Mark ein malig Ilr. B. Hclferich, zurzeit Assistent am I. Chemischen Institut der Universität Berlin, 4000 Mark einmalig Or. Helmuts) Scheibler, zur zeit Privatdozeüt am organisch-chemischen Laboratorium der Tech nischen Hochschule. Minderung des kriegsabgabcpflichtigcn Bilanzgewinns durch einen als »Rückstellung für Überführung der Betriebe in die Friedenswirt schaft« bezeichncten Passivposten. — Die Bezeichnung des Passivpostens als »Rückstellung« ist zwar irreführend, indem sie auf eine Rücklage von Vermögen auf Kosten des Bilanzgewinns hinweist. Trotzdem kann ihm die Eigenschaft eines Bewcrtungskontos innewohnen, weil hierfür nicht seine Bezeichnung, sondern seine tatsächliche Bedeutung entscheidet. Bcweispflichtig hierfür ist die abgabepflichtige Gesellschaft. Die Möglichkeit, daß ein gewerbliches Unternehmen, das seinen Betrieb auf die Kriegsindustrie eingestellt hatte, wegen der später notwendigen Umstellung ans den Friedensbetricb vor dieser Umänderungen seinem Gesamtwert vermindert sein kann, ist unzweifelhaft. Denn der Kriegs betrieb war etwas Vorübergehendes, und der Wert eines gewerblichen Unternehmens, welcher stets unter der Voraussetzung seines Fortbc- triebs zu ermitteln ist, wird also durch die in kürzerer oder längerer Zeit notwendige Umstellung beeinflußt, weil diese mehr oder minder erhebliche Kosten in Aussicht stellt, welche das Unternehmen belasten und so seinen Verkaufswert Herabdrücken. Die zukünftigen Ausgaben dürfen jedoch nicht voll mit der Summe zum Abzug kommen, die zur Erledigung der späteren Umstellungsarbeiten notwendig ist. Denn der Wert eines gewerblichen Unternehmens kann durch verschiedene Fak toren (z. B. auch durch eine nach dem Kriege erwartete Hochkonjunktur) wieder ganz oder teilweise ausgeglichen werden. (Entsch. d. Ncichsfinanzhofes.) Kulturfeindliches im amerikanischen Zolltarif-Entwurf. — Die »Frankfurter Zeitung« schreibt: In der neuen amerikanischen Zolltarif- Vorlage, die annähernd 350 Seiten umfaßt, werden täglich neue Be stimmungen gefunden, die Kopfschüttcln abnötigen. Unter anderem ist jetzt gefunden worden, daß ein Kultnrfeind am Werk gewesen sein muß, denn der Paragraph, nach welchem Bücher und Zeitschriften in frem den Sprachen zollfrei sein sollten, ist aus der neuen Bill verschwunden, und so sind sie jetzt den in der Landessprache gedruckten gleichgestellt, die einen Zoll von 20 Prozent vom Werte bezahlen müssen. Vom fis kalischen Standpunkte aus gesehen ist die Festsetzung eines Zolles lächerlich, da er für die Bundeskassc nicht ins Gewicht fällt, und ein Schutzzoll kann es auch nicht sein, denn die Herausgeber fremdsprachi ger Bücher und Zeitungen lehnen einhellig jeden Schutz ab. ES dürste die Änderung also einem der Fremdenhasser im Kongreß zur Last zu legen sein, die am Altar des reinen Angelsachsentums opfern. Übrigens ist noch Hoffnung vorhanden, daß im Plenum die Be stimmungen des bisherigen Zolltarifs wieder hergestellt werden. Beschlagnahmtes deutsches Eigentum iu den Vereinigten Staaten. - Wie der D e n t sch - Amcrikani s ch e W i r t s ch a f t s v e r b a n d Fällen die Rückgabe von beschlagnahmten deutschen Geldern genehmigt, und zwar dann, wenn der Beteiligte vor dem Kriege ein »bona kicks resicksnt« der Vereinigten Staaten war, jedoch infolge des Krieges oder 1265
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