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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 11.05.1891
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1891-05-11
- Erscheinungsdatum
- 11.05.1891
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- Deutsch
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2754 Geschäftliche Einrichtungen und Veränderungen. ^ 106, 11. Mai 1891. Herrn Schorß aber wahrscheinlich auch nicht: denn er hat vermutlich nichts davon gewußt. Sagt er ja doch in seinem Artikel selbst, daß ihm der weitere Verlauf des Prozesses trotz einer umständlichen Korrespondenz nicht recht ersichtlich geworden ist. Herr Schorß erwähnt nun in seinem Seriptum auch eine Postkarte, durch welche er mich gemahnt haben will. Er kann aber das Datum derselben, ebenso das für die Streichung der Disponendcn, nicht angcben. Da ich sic nicht erhalten habe, so muß ich vermuten, daß die Post sie vielleicht als ungehörig nicht befördert hat. Es gab ja wohl mal eine Zeit, in der solche Postkarten als Beleidigung ausgcfaßt wurden. In meinem Geschäft sind sic meinen Schuldnern gegenüber auch heute noch nicht Sitte. Zur Sache selbst möchte ich noch bemerken, daß ich bei Eintreffen des Abschlußzettcls des Herrn Schorß meine Verleger-Konten abge schlossen und die Disponendcn vorgctragen hatte. Die disponierten Sachen waren schon wieder tüchtig verschickt, und das fehlende Buch hatte sich leider mit anderen Werken in eine Bibliotheksverwaltung verlausen, die sich über die Anschaffung nickt so schnell schlüssig machen konnte. Ich bedauere aufrichtig, daß ich mich durch Wiederverschickung des Vcrlagsartikels des Herrn Schorß diesen Weitläufigkeiten ausgcsctzt habe. Die mir von Herrn Schorß in die Schuhe geschobene Verschleppung des Bagatellprozesses muß ich aber entschieden abwcisen. Rendsburg, den 2. Mai 1891. W. Berger. Erwiderung. Was Herr Berger mit vorstehenden Auslassungen bezweckt, ist mir unverständlich. Welches Interesse hätte ich wohl daran, irgend einen Teil des Thatbestandes nicht der Wahrheit gemäß wicdcrzugcben. oder auch nur zu entstellen? Wer meine rein sachliche Darstellung des Prozesses in Nr. 89 des Börsenblattes gelesen hat, wird sicher den Eindruck gewonnen haben, daß die ganze Veröffentlichung ohne jeden Nebenzweck nur im Interesse der Vcrkehrsordnung erfolgt ist, um so mehr, da ich es geflissentlich vermieden habe, irgend einen Namen zu nennen, oder Herrn Berger in, irgend einer Weise kenntlich zu machen. Am deutlichsten geht das schon I daraus hervor, daß ich die Anfangsbuchstaben der Städtenamcn ganz fortgelassen, oder, wo das nicht anging, verändert habe. Die Schilderung des Herganges erfolgte auf Grund der mir vor liegenden Briefe meines Anwalts, der als Nichtbuchhändler allerdings nicht recht Herr der Situation war und dadurch indirekt zur Ver schleppung des Prozesses mit beigetragen hat. Das habe ich auch nie mals bestritten, sondern im Gegenteil ausdrücklich hcrvorgehobcn! Ebenso bin ich in meinem Bestreben, Herrn Berger von jeder Schuld frei zu sprechen, bis an die äußersten Grenzen gegangen; denn wer einem Buchhändler zutraut, daß er die einfachen Paragraphen der Verkehrsordnung unabsichtlich falsch auslcgt, gerät in Gefahr, unhöflich zu erscheinen. Auch eine zu gute Meinung kann unter Umständen verletzen! Leider finde ich heute nicht die Zeit, auf Herrn Bergers -Klar stellung- näher cinzugchen. Nur in dem einen Punkt will ich ihm Recht geben, daß ich mich nicht dazu dränge, wegen 5 ^ 50 vor Gericht einen Eid zu leisten, was mir auch wohl niemand verdenken wird. Daß ich in diesem Falle trotzdem bereit war, cs zu thun, geht aus der nachstehenden Abschrift eines Briefes vom 24. Februar 1891 an meinen Anwalt hervor, die mich gleichzeitig von dem Vorwürfe reinigt, Herrn Berger die Disponendcn nicht rechtzeitig gestrichen zu haben: -Als Beweis dafür, daß ich B. die Disponendcn nicht gestattet oder wie es in der Buchhändlersprache heißt, gestrichen habe, bitte dem Gericht Anlage 4 ^desselben Schreibens (vom 29. Sep tember 1890) zu produzieren. Wie käme B. dazu, in letzterer zu schreiben, daß er die beiden Bücher in Kürze zurückschicken wolle, nnd am 21 Juni 1890 lt Anlage 5 auch wirklich 1 Exemplar zu remittieren, wenn ich ihm die Disponendcn n-cht gestrichen hätte? — Genügt das noch nicht, dann bitte ihm den Eid zuzuschicben und im Notfälle für mich resp. meinen Korrespondenten anzu nehmen - Auch ich bcdaure die ganze Sache aufrichtig. Wenn Abschlußzettel dabei im Spiel sind, bewährt sich die alte Regel, daß Schweigen Gold ist,((meist nicht. Ein einziges Wort zur rechten Zeit, und der ganze Streit wäre unterblieben. Berlin, den 5. Mai 1891. M. Schorß. Anzcigeblatt. Geschäftliche Einrichtungen und Veränderimnen. Verlagsveränderung. (18632) Aus dem Verlage von Fr. Crusc's Buchh., hier, ist in den meinigcn übcrgcgangcn: Bitllte, Chorgesangschule. 4. Ausl. Gerkc's Aufgabensammlung aus der dar stellenden Geometrie. 2. Ausl. Kalbe, der Goldene Schnitt. — Schule des Taktschreibens. — Vorlagen. Heft 1 u. 2. 9. Ausl. ^ Othmer's Vademecum des Sortimenters. 3. Ausl. — do. Nachtrag dazu. Hannover. Leopold Ost. Planen, den 25. April 1891. (18567s P- P- Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich den Verlag von A. Hoh mann hier mit Aus nahme des „Wegweiser aus dem Gebiete des Geldwesens" käuflich erworben habe?) In den letzten Jahren ist für den Vertrieb der einzelnen Artikel dieses Verlags nahezu nichts geschehen, und sind fast nur feste Be stellungen cffektuiert worden. Schettler, Turn spiele sürMädchcn undKnaben (der Mäd chen- und Knabcnturnschulc 3. Teil) fehlte seit Spätsommer v. I. gänzlich, die 8. von Schettler »och kurz vor seinem Tode neubearbeitete *) Wird bestätigt. A. H oh manu. Auflage befindet sich jetzt unter der Presse und wird Ende Mai zur Ausgabe gelangen. Für die gangbaren Artikel des früher Hoh- mann'schen Verlages erbitte ich mir aufs neue Ihre freundliche Verwendung, die ich durch kou- lantestes Entgegenkommen dankbar anerkennen werde, auch werde ich, soweit als möglich, ä, cond. ausliefcrn lassen. Hochachtungsvoll F. E. Nenpcrt'S Verlags-Conto. Verkaufsauträge. (18467s kelgien. — Dine seit 30 llabrou io Krüssel destebenäs 8ortimelltsbuok- kauckluog ist wegen plStrliebon 'Dockes ckes vssitrois ru verkaufen. vor bockoutoncko Verlag könnte ovout. mit erworben werden. Krforckorl. Kapital 35—40000 kür Lortiment und Verlag uogokLdr 100 000 vobernabmo kann sofort stattäncken. Vusgsrsiebneis (lelogonlieit, aueb kür 2 Herren mit franrösiseiien Lpiaebkenntnissen. 6ek. Angebots unter Fs Fs. an ckis Vesebllktsstello ckes V.-V. 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