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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.11.1873
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1873-11-03
- Erscheinungsdatum
- 03.11.1873
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18731103
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^ 254', 3. November. Nichtamtlicher Theil. 4039 ruf zur Bildung eines solchen Vereins etwas Bestechendes. Wer sollte nicht gern dazu beitragen wollen, daß immer mehr die Bildung Gemeingut unserer Nation werde und daß Allen die Mittel an die rung des I. und II. Bandes und mit 4 Thlr, bei Lieferung des IV. Bandes (cf. das Vereins-Statut, Anlage II.). Sind wir auch durch die Eigenart des Unternehmens angewiesen, von den Usancen im Buchhandel abzuweichen, so wird doch der geringere Rabatt, den wir Ihnen nur bieten können, einsichtige Motivirung finden im Hinblick auf das für den mäßigen Jahresbeitrag Gebotene: für sieben Werke aus der Feder hervorragender Autoren, elegant ausgestattet und im salonmäßigen Einbände erhalten wir nur 8 Thlr. netto. Zu besonderer Genugthuung würde es uns gereichen, wollten Sie selbst, geehrter Herr College, angeregt von dem Geiste und der Form des Unternehmens, dem Verein als Mitglied beitreten und somit unser Be ginnen thatsächlich fördern. Zu bemerken haben wir noch, daß die Vereins-Publicationen einzeln nicht abgegeben werden und erst später zu wesentlich höheren Preisen als Einzelwcrke in den Buchhandel kommen sollen. . Von den Zwecken des Vereins und dessen Organisation gibt Ihnen das Programni Kenntniß. (Was Sic von letzterem zu wirksamer Ver- theilung bedürfen, belieben Sie auf angehängtem Zettel zu verlangen.) Gefällige Mittheilungen zur Förderung des Vertriebs werden wir dankend entgegennehmen rc. Berlin, im Oktober 1873. A. Hofmann L Co. I. Schon seit einer Reihe von Jahren hat ein Kreis von Literatur freunden die Vorbereitungen zur Ausführung eines Planes getroffen, der den Unterzeichneten mitgetheilt, von ihnen geprüft und so empsehlens- werth gefunden wurde, daß sic nicht nur selbst das Curatorium bereit willigst übernahmen sondern auch bestrebt waren, die hohe Protection zu gewinnen, die in unsrer obigen Ankündigung bezeichnet ist. Das Prinzip der „Kunstvereine" soll mit unsrem Beginnen auf die Literatur über tragen, ein Verein von Literaturfreunden gebildet werden, der sich durch einen Jahresbeitrag verpflichtet, ein ausgewähltes, theilweise durch unsere Aufforderung angeregtes, literargeschichtlich bedeutendes Lesematerial durch unmittelbaren Bezug von unsrem Bureau zu erwerben. Geistvolle, beliebte Autoren sollen durch unsre Vermittlung ihre neuesten Schöpfungen sogleich einem bestimmten Kreise von Lesern verführen, der dieselben zeitiger besitzen wird, als sie im Buchhandel zu haben sein werden. Es wird Vorbehalten bleiben, uns gelegentlich ausführlicher über den Gewinn auszusprechen, der in einem solchen geregelten, sich nicht mehr sporadisch bietenden, meist durch Bestimmungen des Zufalls ver mittelten Litcraturantheil für die Bildung und geistige Erhebung der Mitglieder des Vereins gezogen werden kann. Oft ist die Muße, ein gutes Buch zur Hand zu nehmen, reichlichst vorhanden und es fehlt nur die Entscheidung zu einer passenden Wahl. An kleineren Orten oder gar auf dem Lande ist die Beschaffung eines neuen Werkes an Schwierig keiten gebunden, und nicht selten erlischt, wenn keine Pflege des Inte resses stattfindet, die Neigung gänzlich, selbst von werthvollen literarischen Schöpfungen Kenntniß zu nehmen. Allen diesen Zufälligkeiten will unser Verein begegnen. Nachdem sich die geschästsführende Leitung der Zusagen hervorragendster Namen versichert hat, wird sie im Stande sein, immer im Laufe eines Jahres sieben bis acht Werke den Vereinsgenoffen mittheilcn zu können. Die schönwissenschaftliche Literatur ist (wie schon die ausgeführte Reihe der gewonnenen Mitarbeiter zeigt) vom Plane des Vereins nicht völlig ausgeschlossen, wie überhaupt die geschästsführende Leitung in ihrer Auswahl der betreffenden Schriften und ihren Verständigungen mit den Herren Verfassern darauf bedacht gewesen ist und sein wird, daß die behan delten Gegenstände weder in die abstrakte Sphäre der Wissenschaft, in die der absoluten Theorie, hinüberreichen, noch einer gefälligen, im höheren Sinne populären Darstellung entbehren. Mit Ausschluß der strengen Fachwissenschaften wird den Vereinsgenossen die Behandlung aller der jenigen Disciplinen willkommen sein, die dem Ziel und Streben einer National-Literatur in umfassenderem Sinne entsprechen. Werke der Ge schichte, der Biographie, der Länder- und Völkerkunde, der Naturbeschrei bung, der Naturforschung, der Erzichungskunde, der Lebensweisheit, der Jugend- und Frauenbildung u. s. w. haben im Bereich unserer National- Literatur ihre ehrenvolle Stellung gefunden und werden diese, wenn sie Tiefe des Gedankens mit Klarheit des Ausdrucks verbinden, immer noch finden. Ab und zu soll ein dichterisches Werk aus berufener Feder nicht fehlen. Wir beginnen mit Friedrich Bodenstedt's neuester poetischer' Schöpfung: „Nus dem Nachlasse Mirza-Schaffy's". Wir glauben mit gutem Gewissen das gesammte deutsche Lesepubli-! Hand gegeben werden, sich auf möglichst leichte und billige Weise in den Besitz des Besten zu setzen, was unsere Schriftsteller produciren? Gewiß, jeder deutsche Buchhändler wird mit Freuden seine Kräfte cum auffordern zu dürfen, sich an dem Verein für deutsche Literatur be theiligen zu wollen. Der allmähliche Besitz einer schönen und werthvollen Büchersammlung, einer Zierde jedes Hauses, der Erwerb einer anregenden, gediegenen Lectüre für Familien von Bildung ist durch diesen Beitritt gesichert. Sollte sich, nach Erhoffen, diese Aufforderung eines bedeutenden Anklangs zu erfreuen haben, so können die Vereinsmitglieder versichert sein, daß unser Ziel sich vornehmlich auch dahin richten wird, das Leben und Wirken der Literatur selbst angemessen zu fördern. Für die erste Jahresserie — 1873/74 — erhalten die Vereinsge nossen in zwangloser Reihenfolge 7 Bände (von den nachstehend ausge- sührten Werken); jeder Band soll in Stärke von 20 bis 23 Bogen, in gefälliger Druckausstattung und elegantem Einbande, in 6 bis 8 wöchent lichen Zwischenräumen erscheinen. Für Nicht-Vereinsgenossen werden diese Werke nur zu bedeutend erhöhtem Preise und erst in späterer Zeit abgelassen. Möge denn die Bethciligung an diesem von uns hiermit angekün- digtcn Vereinswirken eine recht zahlreiche sein! Möge die Vereinsmit glieder, wenn sie sich aus allen deutschen Städten und Gauen in einem besonders auszugebenden Mitgliederverzeichniß vereinigt sehen, das Ge fühl erheben, daß hier eine große Anzahl Gebildeter immer durch die selben Ideen, dieselben Schöpfungen des Geistes zu gleicher Zeit angeregt wird! Die Mitglieder des literarischen Vereins stiften durch diesen ihren Bund eine neue Bürgschaft für die geistigen Grundlagen der end lich errungenen vaterländischen Einheit! Das Curatorium. vr. R. Gneist, Ord. Professor an der K. Universität zu Berlin. Or. K. Werder, Geh. Rath und Professor an der K. Universität zu Berlin. Gras Usedom, K. Preuß. Wirkl. Geh. Rath und General-Intendant der Königl. Museen zu Berlin. C. von Dachröden, K. Kämmerer und Schloßhauptmann zu Berlin. Adolf Hagen, Stadtrath und Director der Deutschen Union-Bank. Geschäftsführende Leitung: A. Hofmann, Berlagsbuchhändler in Berlin. vr. L. Lenz, Schriftführer. II. 8- 1. Jeder Literaturfreund, welcher dem „Allgemeinen Verein für deutsche Literatur" als Mitglied beizutreten gedenkt, hat seine desfallsige Erklärung an Herrn Verlagsbuchhändler A. Hofmann in Berlin zu richten, oder durch eine der Buchhandlungen seines Wohnort? dem Genannten zu übermitteln. 8- 2. Jedes Mitglied verpflichtet sich zur Zahlung eines Jahresbei trags von Dreißig Mark R.-W. (Zehn Thaler, 17 Gulden 30 Kr. rhein.). Die Einzahlung hat, falls Vollzahlung nicht vorgezogen wird, in zwei Raten zu geschehen: die erste von 15 Mark (5 Thalern) bei Empfang der ersten Vereins-Publication einer jeden Serie, die letzte Rate von 15 Mark bei Empfang des vierten Werks der betreffenden Serie. 8. 3. Jedes Mitglied erhält in der Serie sieben Werke aus der Feder hervorragender und beliebter Autoren. Jedes dieser Werke 20—23 Bogen umfassend, in gefälliger Druckausstattung und elegantem Einbande. Nur bei poetischen Werken, wie zunächst bei Mirza-Schaffy, wird nicht immer der festgesetzte Umfang der Vereins-Publicationen innezuhalten sein, dafür jedoch diesen Werken eine besonders elegante Ausstattung zugewendet werden. Z. 4. Die Zusendung der Bücher an die Vereinsmitglieder geschieht franco durch das Bureau des Vereins oder dessen Bevollmächtigte. Z. 5. Die Jahresserien beginnen und schließen in der Regel am 1. November. Ein etwaiges Austretenwollen ist spätestens bei Empfang des sechsten Bandes einer jeden Serie dem Bureau des Vereins an zuzeigen. H. 6. Die Geschäftsführung des Vereins leitet Herr Verlagsbuch- händlcr A. Hofmann in Berlin selbständig, sowie ihm auch die Ver tretung des Vereins nach innen und außen obliegt. 8. 7. Den Mitthcilungen des Vereins über dessen weitere Ent- . Wickelung und cvent. noch engere Organisation wird später ein Verzeich- ! niß der Genossen und Förderer des Vereins beigefügt werden. 546"'
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