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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.02.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-02-02
- Erscheinungsdatum
- 02.02.1917
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- Deutsch
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- Saxonica
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Geheimrat Hirschfeld erstattete sodann Bericht über das »Oorpus inseiiptionum bÄtiuurrun«, das großartige von Mommsen begrün dete und in seinem Geiste weitergeführte Werk über lateinische Inschriften, das jetzt fast vollendet ist, soweit das bei dem immer neu zuströmcndcn Material überhaupt möglich ist. Er schloß mit einer Huldigung Mommsens, dessen hundertster Geburtstag am 3V. November- begangen werde» kann. Mit Stolz nennt die Akademie der Wissen schaften und der König!. Akademie. Den Festvortrag hielt Geheimrat Rubens über »das ultrarote Spektrum und seine Bedeutung für die Bestätigung der elektroma gnetischen Lichttheorie«. Er gab in großem Zuge eine Darstellung vom Wesen des Lichtes und der von Maxwell begründeten elektromagnetischen Lichttheorie, au deren Weiterausbau und Festigung Heinrich Hertz so hervorragenden Anteil hat, durch seine Forschungen über die unsicht baren Strahlen, insbesondere über die Strahlen elektrischer Kraft. Auf diesen Arbeiten fußend, hat Geheimrat Rubens die Forschungen fortgesetzt, von denen er seine Arbeiten über die »Reststrahlen« seinen weiteren Ausführungen zugrunde legte, die für die Festigung der neuzeitlichen Anschauungen über clektro - magnetische Lichttheorie so wesentlich geworden sind. Er schloß mit einer Huldigung des Andenkens Friedrichs des Großen und unseres Kaisers als Schirmer der Wissen schaften und der König!. Akademie. Den Jahresbericht erstattete wieder Geheimrat Planck, der an schließend die Ehrungen mitteilte, die die Akademie der Wissenschaften aus Anlaß dieser Festsitzung beschlossen hat. Es erhielten die goldene Helmholtz-Medaille Geheimrat Prof. Or. v. Hertwig, Direktor des Zoologischen Instituts in München, und die Helmholtz-Prämie der Münchener Physiker Dr. Arnold Sommerfeld. Stehend hörte sodann die Versammlung die Worte an, mit denen Geheimrat Planck, die Sitzung schließend, den Kaiser feierte, dem die Akademie eine Drahtung sandte, welche die dankbare Zustimmung zu der Kundgebung des Kaisers ausspricht. tätigung sich gestalten lassen zu einem dauernd wirksamen Erlebnis. — Die Arbeiten sind bis zum 1. Oktober d. I. bei der Weidmanufche» Buchhandlung (Berlin 8^V. 68, Zimmerstraße 04) einzuliefcrn, die alles Nähere mitteilt. Der ausgesetzte Preis beträgt 1000 Mark, Tei lung Vorbehalten. Das Recht der Veröffentlichung der preisgekrönten Arbeit steht der Vereinigung zu. Preisrichter sind die Herren: Ei,. Bruhn, Otto Jmmisch, Alb. Rehm, Otto Schroeder, Ad. Trendelen burg. PersoimlnachrWen. Gestorben: im 68. Lebensjahre Herr Matthias Mitter müller in München, der am 1. Juli 1878 das Antiquariat von Earl von Lama in Salzburg erworben und es zunächst in Salzburg, dann in München weiter betrieben hat. Im Jahre 1904 verkaufte Mittermüller sein Geschäft an Alois Huber und zog sich ins Privatleben zurück. Der Verstorbene mar Inhaber des Ver dienstkreuzes ?ro ecelvLia et pontikiee. Otto Finsch -f. — In Braunschweig ist der Südseeforscher Profes sor Otto Finsch, nach dem einige Inseln in der Südsee ihren Namen erhalten haben, im Alter von 77 Jahren gestorben. Eine systematische Übersicht der Ergebnisse seiner Reisen und seiner schrift stellerischen Tätigkeit (1859/1899) erschien 1899, ein neuer Band »Süt- seearbeiten« 1914. ^ Sprechsaal. ^ Nabatterhöhung t Schweizerfibeln in Antiqua. — Da ich in der Lage bin, den Lesern dieses Blattes auf den gleichen Artikel in Nr. 17 genaue Auskunft zu geben, teile ich auf die öffentliche Aufforderung im Börsenblatt hin gern folgendes mit: In einem Sonderabdruck aus dem Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Schulgesundheitspflege, XVII. Jahrgang 1916, behan delt der Scknndarlehrer I. Gysin aus Basel »Die Schriftverhältnissc der Schulen des Kantons Basel-Stadt«. Dort heißt es auf Seite 243: »Der derzeitige Vorsteher des Er ziehungsdepartements, Negierungsrat Mangold, unter dem Ein drücke einer soeben erschienenen Schrift des bekannten Schreibfedern- Fabrikanten Friedrich Soennecken in Bonn: Fraktur oder Antiqua im ersten Schreibunterricht? benützte diesen Anlaß zur Ausrottung der Frage, ob nicht unsere Schrift und Schreibmethode überhaupt be sprochen und gegebenenfalls geändert werden sollten«. Daß wirkliche Fachleute, also Schreibmethodiker und Pädagogen, wer ein Pamphlet schreibt, ist weder ein Fachmann, noch ein Ge bildeter — über den »erzieherischen Wert der Fraktur für den ersten Unterricht in letzter Zeit« wegen der entgegenstehenden tatsächlichen Verhältnisse niemals urteilen werden, hat jener groß angelegte Ver such der Leipziger Schulbehörde und Leipziger Lehrer mit 2325 Ele- meutarschiilern aus 57 Klassen bewiesen, dessen Endergebnis lautet: »Wir halten demnach den Satz für erwiesen, daß die Antiqua dem An fänger nur den zehnten Teil der Schwierigkeiten bietet als die spitze Schreibschrift«. Gysin zitiert auf Seite 218 noch das Urteil des Schuldirektors Dr. Sommer in Braunschwcig aus neuester Zeit. Darnach urteilt I)r. Sommer über den »erzieherischen Wert der Fraktur« folgendermaßen: »Wenn cs in unserer Macht läge, so würden wir mit einem Schlage die ganze sogenannte deutsche Schrift über Bord werfen und uns auf die sogenannte lateinische beschränken, um dann sofort die Zahl der Lese- und Schreibstunden erheblich cinschränken zu können. Wann werden wir endlich von diesem unglücklichen Geschenk des Mittelalters befreit werden?!« F. Soennecken, Bonn. Die Vereinigung der Freunde des Humanistischen Gymnasiums zu Berlin schreibt folgende Preisaufgabe aus: »Wie läßt sich auf dem Gymnasium im Griechischen und Lateinischen, in Darbietung und Anforderungen, der innere Ertrag des Unterrichts, den Bedürf nissen der Zeit entsprechend, steigern?« Gewünscht werden eingehende Vorschläge, wie auf beiden Gebieten eine stärkere Anteilnahme der Schüler zu erzielen sei, wie insbesondere die letzten Schuljahre durch Heranziehung der Schüler zu umfassenderer und eindringenderer Be- Ju der Hauptversammlung des Münchner Buchhändler-Vereines, die am 27. Januar in München stattfanö, wurde eingehend über die Notwendigkeit der Erhöhung des Verlegerrabatts verhandelt, da die Notlage des Sortiments, des unzweifelhaft schwächeren Teils im Buch handel, offenkundig ist. Der Vorsitzende der Vereinigung Münchner Ver leger deutete an, daß eine Bewegung in diesem Kreise im Gauge sei, den darauf zielenden Wünschen wenigstens teilweise Rechnung zu tra gen. Natürlich müßte eine Anzahl von Erscheinungen, wie wissen schaftliche Monographien, Schulbücher usw., ausgeschlossen bleiben, da bei diesen entsprechende Preiserhöhungen schwer durchführbar seien; doch kann die Mehrzahl neuer Erscheinungen eine Preismehrung wohl ertragen. Wir hoffen darüber bald mehr zu hören. Ein Vorschlag, der von einem Vorstandsmitgliede gemacht wurde, wäre wohl der Erwägung in weiteren Kreisen würdig. In früheren Jahren wurde seitens der Stuttgarter und einer Anzahl süddeutscher Verleger bei Zahlungen zur süddeutschen Messe, die alljährlich am 3. Sonntag im Juni stattfindet, ein Meßagio von 2 "/<, bewilligt, welche Vergütung schon deshalb um so höher angeschlagen werden mußte, weil die Zah lungen erst ca. 5—6 Wochen nach der allgemeinen Ostermesse geleistet wurden. Jetzt gewährt leider der Stuttgarter Verleger auch nur noch 1 °/o, einerlei ob in Leipzig zur Ostermesse oder zur Junimefse in Stutt gart gezahlt wird. Den Sortimentcrklagen könnte dadurch wenigstens teilweise ab geholfen werden, wenn sich die Verleger allgemein zu einer Erhöhung des jetzt gültigen Agios um 4 entschließen würden. Dieses Agio wäre nur den Firmen zuzuwenden, die beim Verleger offenes Konto haben. Wenn das Geld im Kasten klingt, ist ja der Empfänger leich ter für ein Entgegenkommen zu haben; leicht könnten Bestimmungen getroffen werden, daß dieser Vorteil nur denjenigen znteil wird, die sich wirklich für den Verleger einsetzen. Eine Form hierfür könnte bei einiger Überlegung sicher gefunden werden. Diese Begünstigung würde auch in erster Linie dem wirklichen Buchhändler zufallen; die erhöhte Prämie für rechtzeitige Pflichterfüllung würde sicher die Pünktlichkeit der Abrechnung fördern! Manch einer, der durch die ge ringe Entlohnung beim Neuigkeitenvertrieb lässig geworden ist, würde auf diese Weise für diese oberste Aufgabe des richtigen Sortimenters gewonnen werden. Auch der direkte Verkehr zwischen Verleger und Sortimenter, der durch die sonst anerkennenswerte Tätigkeit der Bar- sortimentc verringert wurde, könnte durch eine solche Maßnahme nur gefördert werden. Daß eine Agioerhöhung auch auf die Var- Konti abfärben würde, wäre nur folgerichtig. Für Äußerungen auf diesen Vorschlag wäre dankbar: Der Münchner Buchhändler-Verein. G. N usser, b. Schöppi n g, 1. Vorsitzender. -2^Vorsitzender. Verantwortlicher Redakteur: EmilThomaS. — Verlag: Ter Börsen verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhaus. Druck: Ramm L Seemann. Sämtkch in Leipzig. — Adresse der Redaktion nnd Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 26 (Bnchhändlerhaus).
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