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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.06.1915
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1915-06-07
- Erscheinungsdatum
- 07.06.1915
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- Deutsch
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öV 128, 7, Juni 1915. Redaktioneller Teil. 2. Bericht des Ausschusses. Entlastung des Vorstands und des Ausschusses. 3. Wahl dreier Vorstandsmitglieder für die satzungsmäßig ausscheidenden Herren Heßler, Hofsmann und Pilz, und zweier Ersatzmänner sllr die ausscheidenden Herren Hintzsche und Rossel. Die Wiederwahl ist zulässig. 4. Wahl dreier Ausschußmitglieder für die zum Kriegsdienste eingezogenen Herren Geitel und Herzog, und zweier Ersatzmänner für die Herren Haaske und Jungnickel. 5. Antrag des Vorstandes und Ausschusses: Die Hauptversammlung wolle beschlichen: a) der Z 3 Absatz 8 der Satzung wird, soweit er sich auf Sterbegeld bezieht, sür die Dauer des gegenwärtigen Krieges für die daran teilnehmenden Mitglieder außer Kraft gesetzt. Bei der Berechnung des Sterbegeldes (Z 8 Absatz 1 und 2) wird die Zeit, während deren das Mitglied zum Militär» beziehungsweise Kriegsdienst eingezogen ist, auf die Dauer der Mitgliedschaft nicht angerechnet; b) dieser Beschluß tritt mit Beginn des Krieges in Kraft. 6. Beantwortung etwaiger Anfragen. Wir bitten unsere Mitglieder um recht zahreiches Erscheinen. Leipzig, am 3. Juni 1915. Der Vorstand. Otto Carlsohn. Mich. Hoffmann. Karl Schmidt. Verband evangelischer Buchhändler. Vcrljandlungsbericht über die am Freitag, 30. April 1915, im Saale des Ev. Vereinshauses zu Leipzig abgehaltene 10. Hauptversammlung. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Der Krieg und der christliche Buchhandel. a> Kriegsliteratur. Referent: Herr G. Fick-Leipzig. b) Kleine Berichte aus dem Geschästsleben des evangelischen Buch handels während des Krieges. es Kriegshilse durch Verbreitung von Schriften. Reserent: Herr E. Fischer-Hamburg. 4. Verschiedenes. Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes »Ein' feste Burg ist unser Gott« erösfncte der Vorsitzende, Herr Ulrich Meyer-Berlin, um 4^ Uhr die 10. Hauptversammlung und nimmt das Wort zu Punkt 1: Jahresbericht. (Verkürzt.) Sehr geehrte Herren Kollegen! Es ist in diesem Jahre eine scheinbar leichte Aufgabe, Ihnen einen Jahresbericht zu erstatten, denn was geschehen ist und geschehen konnte, das könnte leicht Raum in wenigen kurzen Sätzen sinden; andererseits aber ist die Ausgabe, einen Jahresbericht zu erstatten, doch eine schwere, wenn wir an die Ursachen denken, die den Vorstand verhinderten, manches auszu- sührcn/was früher hier beschlossen wurde, oder Pläne für neue Auf gaben auszuarbeiten. Der große, heilige Krieg, den unser Volk gegen eine Schar von Feinden zu führen hat, redet eine zu gewaltige Sprache, bringt zu viel Sorgen sür den einzelnen, sür die Familie, sür das ganze Volk, als daß unsere, dem allen gegenüber gering erscheinenden Ausgaben umfangreicher Erörterungen wert wären. Aber dennoch: das ungeheure Bölkerringcn läßt sich auch im Leben und im Berufe jedes einzelnen Staatsbürgers mehr oder weniger deutlich verspüren. So haben denn auch wir evangelischen Buchhändler, abgesehen von dem Eingreifen des Krieges in unsere privaten Verhältnisse, mehr oder weniger den Einfluß des Krieges verspürt. Um den einen her wuchsen von Tag zu Tag mehr die Sorgen, namentlich als ihm die Hilfskräfte entzogen wurden, die sich auf einem größeren Felde, fürs Vaterland, betätigen sollten. Dem anderen mag der Krieg geschäft liche Vorteile gebracht haben. Jedenfalls aber gibt es keinen unter uns, dem nicht angesichts des himmelschreienden Verbrechens, das von den Anstiftern dieses Krieges an der Menschheit begangen wurde, angesichts der zahllosen Opscr dieses blutigen Ringens das Herz weh täte, dessen tägliches Gebet es nicht wäre: »Herr, schenke uns einen ehrenvollen Frieden!« Wie ich in diesen einleitenden Worten bereits andeutete, mußten einzelne Pläne, die wir früher gefaßt hatten, angesichts der großen geschichtlichen Ereignisse zurückgcstellt werden. Ich nenne insbesondere unseren Plan betreffend einen Buchhändlcr-Ferienkursus. Dieser Kursus wurde zwar erst auf den September dieses Jahres angesetzt, aber es ist selbstverständlich, daß wir jetzt an die Ausführung eines solchen Unternehmens nicht denken können. — An den Arbeiten der Kommission für Neugestaltung des »Christlichen Bücherschatzes« haben wir regen Anteil genommen. Bericht darüber tvird in der Sitzung des Verlegcrvcreins erstattet werden. Der Vorstand hatte, um sür künftige Zeiten einen etwas regeren Gedankenaustausch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern herbeiführen zu können, beschlossen, zunächst im Herbst 1914 ein »Nachrichtenblatt für den evangelischen Buchhandel« herauszugeben. Wir hielten diesen Gedanken unseres verehrten Mitgliedes Gustav Fick sür recht beachtenswert und beschlossen darum, den Versuch gerade inmitten der Kriegszeit, in der nach unserer Ansicht das Be- dllrsnis gegenseitiger Aussprache nur lebhafter in die Erscheinung treten mußte, zu wagen. Leider ist nur eiu kleiner Teil der ver ehrten Mitglieder unserer dringenden Aufforderung um Beisteuerung von Material nachgckommen. Wir werden zu gegebener Zeit auf diesen Plan zurückkommcn. Unsere Eingabe an den Reichstag, betreffend den Gesetzentwurf zunr Schutz der Jugend usw., ist uns gegen Ende Mai 1914 wegen Schluß der Session unerledigt zurückgcgeben worden. Wir werden zu geeigneter Zeit die Eingabe natürlich erneuern. Die Frage der Schaffung einer »Wiedcrvcrkäuserordnung für den christlichen Buchhandel« ist in der Kommissionssitzung vom 11. Mai 1914 eingchentr erörtert worden. Eine weitere Behandlung dieser so wichtigen Angelegenheit muß aus begreislichcn Gründen bis nach Friedensschluss vertagt werden. An dem gleich nach Kriegsbeginn gegründeten Gcsamtausschuß zur Verteilung von Lesestoff im Feld und in den Lazaretten ist auch unser Verband beteiligt. Näheres darüber wird in dem Bericht unseres Herrn Schriftführers über die Kriegshilse usw. mitgeteilt werden. An der zweiten Kriegsanleihe hat sich der Verband auf ein mütigen Beschluß des Vorstandes mit 1000 Ui beteiligt. Dieser Gegenstand wird in Punkt 2 der Tagesordnung noch zur Sprache kommen. An der Sitzung des Zentral-Ausschusses für Innere Mission mit den angeschlossenen Verbänden usw., die am 10. und 11. November stattfand, haben sich aus unserem Verband die Herren Brandin, Eger, Fick, Meyer und Warncck beteiligt. . . . Der Preußischen Haupt-Bibelgesellschast hat der Verband zu ihrer Jubelfeier seine Glückwünsche ausgesprochen. Ein Gruß an die Firma E. Biermann in Barmen war uns wegen Unkenntnis des Jubiläumstages nicht möglich. Wir möchten an dieser Stelle unserem verehrten Mitglicde Herrn Julius Biermann noch nachträglich die herzlichsten Segenswünsche sür eine weitere gedeihliche Ent- Wicklung seines segensreichen Unternehmens zum Ausdruck bringen. In eine Reihe Familien unserer Mitglieder hat der Krieg großes Herzeleid gebracht. So beklagen unsere verehrten Mitglieder Gustorsf, Mohn, Kaussmann-Breslau, Wcitbrecht - Stuttgart, Wollermann- Braunschwcig, Morgcnbcsscr - Bremen den Verlust nächster An gehöriger. Der Verband nimmt von Herzen Anteil an ihrem Schmerze. Zum Schluß darf ich den herzlichen Wunsch aussprcchen, daß es bald Friede werde, und daß die offenkundige, starke religiöse Be wegung, die — namentlich im Anfang der Kricgszeit — durch unser gesamtes deutsches Volk flutete, auch nach dem Friedensschlüsse spür bar bleiben und daß dem evangelischen Buchhandel ein großer Teil der wichtigen Ausgabe zufallen möge, jene Bewegung lebendig zu erhalten. Möge er sich dann dieser großen, aussichtsreichen Aufgabe nach jeder Richtung hin gewachsen zeigen! Für eine etwaige Erneuerung der Eingabe an den Reichstag sowie für die zukünftige Erledigung der Wiederverkäufersrage wird vorgeschlagen, Fühlung mit dem katholischen Buchhandel zu nehmen. Punkt 2: Kassenbericht. Der Schatzmeister, Herr Paul Eger, erstattet sodann den. 84?
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