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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.04.1939
- Strukturtyp
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- 1939-04-18
- Erscheinungsdatum
- 18.04.1939
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- Deutsch
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dankbar, daß sie uns Menschen gebar, die uns Bücher von Ewig keitswert geschrieben haben, Bücher, die jedem einzelnen und unserem ganzen Volk unbekannte und stets einsatzbereite Hel fer sind. Unsere besten Forscher, Ingenieure und Techniker haben das heutige Fachbuch geschrieben. Aus der Praxis für die Praxis gesammelt, sind diese schriftlich niedergelegten Erfahrungen be stimmt, in tausendfacher neuer Anwendung Arbeit, Qualität und Leistung zu steigern. Ideen und Erfindungen trägt das Fachbuch weiter, um sie im Einzelfall nutzbar zu machen. So besteht eine lebendige und enge Verbindung zwischen dem Autor eines Buches und jedem schaffenden Volksgenossen, der zum Fachbuch greift. Diese wechselseitige und tätige Verbundenheit wollen wir fördern und pflegen. Unsere Fachbücher stellen ein Volksvermögen dar, und wir können nicht genug tun, um jedem einzelnen möglichst oft und möglichst viele Fachbücher in die Hand zu geben. Es ist unsere Pflicht — die Pflicht jedes einzelnen, dieses Volksgut zu ge brauchen und in sich aufzunehmen. Das Fachbuch ist seinerseits im Zusammenklang von Genialität, Leistung und Erfahrung ent standen und verlangt daher, daß es an jeder Arbeitsstätte, am Schreibtisch und an der Werkbank seinen Platz einnehmen kann. Jeder bemühe sich, fein eigenes Können mittels des Fachbuches zur Meisterschaft zu steigern. Das Fachbuch trug die schöpferische Leistung der Technik, der Wirtschaft — des gesamten werktätigen Lebens durch Jahrzehnte und Jahrhunderte. Möge aber jeder aus diesem Sammelbecken praktischen Wissens für sich so viel schöpfen, als ihm möglich ist. Das Fachbuch muß ein Volksbuch werden. Es soll mit helfen, deutscher Arbeit und deutscher Leistung die Anerken- nungderganzenWeltzuverschaffen. Die Rede von Staatsrat Professor Willi Börger wurde von den Gefolgschaftsmitgliedcrn der Bctriebsgemcinschaft Klöckner- Humboldt-Deutz-A.-G. mit Begeisterung ausgenommen. Die Worte des Redners waren aus dem Leben gegriffen und fanden die uneingeschränkte Zustimmung der begeisterten Zuhörer. Der Betriebsobmann Pg. Willy Palm sprach dem Redner den Dank der Betriebsgemeinschaft aus und schloß die Kund gebung mit dem Gruß an den Führer. Im Anschluß an die Kundgebung besuchten die Ehrengäste die F a ch b u ch a u s st e l l u n g im Museumssaal des Werkes Deutz. In einer übersichtlichen Aufstellung wird ein Einblick in die einschlägige Literatur der Eisenverarbeitung und des Maschi nenbaues gegeben. „Schaffende Jugend und Fachbuch" Eine Kundgebung des Jugendamtes der Deutschen Arbeitsfront Im großen Saal der Berliner Kammerlichtspiele fanden sich am 16. April die jungen Schaffenden der Berliner Betriebe zu einer Großkundgebung im Rahmen der Fachbuchwerbung zu sammen, die vom Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront durch geführt Ivar und die unter dem Thema »Schassende Jugend und Fachbuch» stand. Die musikalische Umrahmung, ausgeführt von Kapellmeister Zimmer, gab dieser Tagung den würdigen Rah men. Wenn der Leiter des Jugendamtes der Deutschen Arbeits front Oberbannsührer Schroeder die Grundsätze und Auf gaben der Berufserzichung aufzeigte, so wandte sich Ministerial dirigent Bern dt, der Leiter der Reichsschrifttumsabteilung des Reichspropagandaministeriums in einer besonders die Ju gend ansprechenden Weise den Aufgaben des Fachbuches für die Jugend zu. Nach einer Begrüßung und nach der Darlegung des Sinnes dieser Kundgebung sprach Oberbannführer Schroeder. Er ging aus von der Anordnung des Führers über die Dienstpflicht in der Hitler-Jugend. Er beschrieb den Weg des jugendlichen Men schen, der mit seinem Eintritt ins Berufsleben einen der ent scheidendsten Schritte seines Lebens vollziehe, weil er durch diesen Schritt seiner Lebensbestimmung zugeführt werde, die Dienst am Volk und der Gemeinschaft sei. Er zeigte den grundlegenden Unterschied zwischen den »Erziehungsmaßnahmen» einer vergan genen Zeit und den Bemühungen des Nationalsozialismus, die in der Erkenntnis von der sittlichen Bedeutung der Arbeit gip feln. Wenn 1833 das Wort gegolten habe, jedem eine Arbeit, so gelte für 1938 die Aufgabe, in jeder Arbeit die Höchstleistung. Unter den vielen Mitteln der Berufserzichung zeigte er das Fachbuch als unentbehrlichen Helfer zur Erreichung des Aus- bildungsziclcs und der beruflichen Höchstleistung. Im zweiten Teil seiner Ausführungen ging er ein auf die Ansatzmöglichkeiten des Fachbuches in der Berufsausbildung des Jugendlichen. Im weiteren zeigte er die Forderungen auf, die vom Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront an das Fachbuch zu stellen sind, das nicht allein die Kenntnisse mehren solle, sondern zu neuen Erkennt nissen und zu neuer schöpferischer Eigenarbeit zu führen habe. Die Ausführungen von Ministerialdirigent Berndt waren ein herzlicher Appell an die Jugend, das Fachbuch überall dort einzusetzen, wo es der Steigerung der Leistung dienen könne. Er ging aus von den Ausgaben, die jedem Deutschen !m Rahmen der Politischen und wirtschaftlichen Sicherung des Reiches gestellt sind, um von hier aus die Notwendigkeit des Facharbciter- einsatzes zu begründen. Frühere Zeiten hätten im Jugendlichen eine billige Arbeitskraft gesehen, ohne sich Gedanken über seine Ausbildung und sein späteres Ergehen zu machen. Die Not der Nachkriegszeit habe für viele Hunderttausende den Arbeitseinsatz unmöglich gemacht, unsere Zeit verlangt gebieterisch den Einsatz der letzten Arbeitsreserve und wo diese nicht mehr vorhanden sei, die Steigerung der einzelnen Arbeitsleistung. Die Bemühun gen des Reiches für Berufserziehung und Berussschulung nannte Berndt beispielgebend für alle Staaten. Nach diesen grundsätzlichen Gedanken wandte er sich den Aufgaben des Fachbuches zu, das der Niederschlag aller Prak tischen Erfahrungen in den verschiedensten Berufen sei. Trotz zahlreicher Möglichkeiten habe nicht jeder Gelegenheit zum Be such von Kursen und Schulen, das Fachbuch aber stehe jedem außerhalb von Betrieb, Kursus oder Berufsschule zur Ver fügung. Es sei selbstverständlich, daß die Lehrpläne der Fach schulen in Zukunft unter Berücksichtigung der vorhandenen Fach bücher aufgestellt würden. Die Fachbuchlisten geben heute schon die Möglichkeit, daß jeder sich daraus Geeignetes entnehmen könne, die Steigerung des Fachbuchbestandcs in den Bibliotheken im kommenden Jahr werde alle Lücken ausfüllen, die Fachbuchlese säle ständen jedem, der den ernsthaften Willen zur Fortbildung hat, zur Verfügung, Hilfe seien die kommenden Anleitungen zum Selbststudium mit Fachbüchern. Berndt gab dann in kurzen Zügen einen Überblick über die Bemühungen zur Gestaltung der kommenden Fachbücher und schloß mit dem Aufruf, daß jeder junge Mensch die Pflicht habe, mit Hilfe des Fachbuches durch seine Arbeitskraft das Höchstmögliche zum Besten seines Volkes zu leisten. Am Tage vor dieser Kundgebung hatte in den Deutschen Nielswerken in Weißensee ein Betriebsappell der etwa 1600 Gesolgschaftsmitglieder stattgefunden, der auch unter dem Zeichen der Fachbuchwerbung stand. Hier sprach der Gaujugendwalter der Deutschen Arbeitsfront Bannführer Thiele, der betonte, daß die deutsche Jugend freudig alle Mittel benütze, die der Leistungssteigerung dienlich seien. Der Gauberufswalter der Deutschen Arbeitsfront Neese sprach von den Bemühungen für die Berufserziehung aller Schaffenden, während Gaupropa gandaleiter Wächter das Fachbuch in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte. Jeder habe die Pflicht, seine Zeit zu nützen und sich sortzubilden, damit das »macke in Kermanx» auch in alle Zukunft seinen stolzen Klang behalte, den es in der Welt habe. Nr. M Di-nslag, den IS. April 1l>W
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