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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.01.1939
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1939-01-12
- Erscheinungsdatum
- 12.01.1939
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Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Nr. 10 (R. 5) Leipzig, Donnerstag den 12, Januar 1939 106. Jahrgang Zur Wirtschaftslage Von Prof. Dr. G. Menz Parole 1939 — Rückblick auf 1938 — Das Weihnachtsgeschäft — Buchgewerbe und Papierindustrie Die Parole für 1939 ist ausgegeben. Der Führer sagte in seinem Aufruf zum Jahreswechsel: Die erste Ausgabe ist und bleibt — wie in der Vergangenheit immer wieder — die Erziehung unseres Volkes zur nationalsozialistischen Gemein schaft. Die zweite Ausgabe liegt im Ausbau und in der Verstärkung unserer Wehrmacht. Die dritte sehen wir in der Durchführung des Vier jahresplanes, in der Lösung des Problems unse res Arbeitermangels und besonders in der wirt schaftlichen Eingliederung der neuen Reichsgebiete. Generalfeldmarschall Gbring schloß seinen Aufruf: Auch 1939 wird wieder ein Jahr harter Arbeit sein. Das dritte Jahr des Vierjahresplans erfor dert den Einsatz der gesamten Bolkskraft, denn die Stärke der Nation beruht allezeit auf dem Lei stungswillen und der Opferbereitschaft jedes einzel nen. Es soll niemand glauben, daß er viel zu weit unten stünde, daß sein Amt oder seine Berufung nicht ausschlaggebend sei. Es kommt auf jeden ein zelnen an, das ist die Parole für 1939. Reichswirtschaftsminister Funk erließ einen Aufruf, in dem er u. a. ausführte: »Im vergangenen Jahre hatte die deutsche Wirtschaftspolitik, beherrscht von dem politischen Geschehen, alle Kräfte und Energien bis zum letzten zur Durchsetzung der politischen Ziele des Führers bereitzustellen. Dies geschah mit einer gewaltigen Kraftanspannung unter der zentralen Leitung der im Vierjahresplan zusammengefaß ten Wirtschaftsführung unter dem Generalkommando des General- seldmarschalls Hermann Göring. Hier münden alle Einzelkomman dos von Wirtschaft und Arbeit, Ernährung und Rüstung, Finanzen, Verkehr und Verwaltung ein. Tie zentrale Aufgabe des Vierjahres- planes erfaßt heute nicht nur das wirtschaftliche Tun und Denken, sondern sie geht weit darüber hinaus in die Breite und Tiefe aller Lebensäußerungen des deutschen Volkes nach innen und nach außen. Unsere Wirtschaft läuft auf hohen, zum Teil auf höchsten Touren: unsere Arbeitskraft ist im allgemeinen auf das stärkste angespannt. Aber dieser volle Einsatz von Menschen und Material darf nicht das Endziel, darf nicht Stillstand in einer grandiosen Aufwärtsentwicklung sein, weil dies schließlich Rückgang bedeuten müßte. Es kommt jetzt nicht mehr allein darauf an, daß Arbeitskraft und Material bis zum letzten eingesetzt werden, sondern wie sie eingesetzt werden. Uberanspannung führt zum Rückgang der Lei stungen, einseitige Forcierung des einzelnen Bedarfs geht auf Kosten der volkswirtschaftlichen Ordnung und damit auf Kosten der wirtschaftlichen Gesamtleistung. Die naturgegebenen und ge sunden wirtschaftlichen Proportionen, die sich in sich selbst ergänzen und erhalten, müssen gewahrt bleiben. Aus dem Stadium der Voll beschäftigung erwächst gebieterisch die neue Aufgabe: rationelle Wirtschaftsordnung. Diese herbeizuführen, das heißt durch Verbesserung der Betriebsanlagen, Produktionsmittel und Produk tionsmethoden und durch eine rationellere Ausnutzung der Arbeitskraft eine Steigerung der Leistung zu erreichen, ist Zweck und Ziel des am Ende des Jahres vom Generalfeld marschall Göring mir erteilten Auftrages. Dieser Auftrag bedingt einen gewissen Totalitätsan spruch. Er erfaßt nicht nur die Betriebsordnung und die Be triebstechnik, den Arbeitsvorgang und Maschinengebrauch, die Be rufsausbildung und Lenkung, den geregelten Menschencinsatz im großen und die Umschulung im besonderen, sondern auch die Mate rialzuteilung, die Jnvestitionsleukung, die Kapitalmarktaussicht, die richtige Abgrenzung des öffentlichen und privaten Finanzbedarfs, die Beseitigung überflüssiger Verwaltungsstellen und unnötiger Reglementierungen in der Wirtschaft, die Herstellung gesunder Re lationen zwischen der Erzeugung von Produktions- und Konsum gütern und dem notwendigen Anteil des Exports und Imports. Bei alledem muß diese rationelle Wirtschaftsordnung soweit als irgend möglich eine freie Entwicklung der gesunden, unentbehrlichen Jni- tiativkräfte in der Wirtschaft und der Selbstverantwortung und Selbstverwaltung der wirtschaftlich schaffenden Menschen zulassen.« Die Einsetzung von Generalbevollmächtigten für das Bau wesen, den Maschinenbau, das Kraftfahrzeugwesen, die Einglie derung des Staatssekretärs Syrup in das Reichsarbeitsministe rium und andere Maßnahmen sind weitere Anzeichen dafür, daß die Rationalisierung der Rationalisierung bewerkstelligt ist. Die Wirtschaft ist gerüstet für 1939. Es kann weiter vorwärts gehen. Zur Kennzeichnung der Lage aber, von der aus der Weiter marsch angetreten wird, veröffentlichte soeben das Institut für Konjunkturforschung im dritten Vierteljahrsheft zur Wirtschafts forschung, 13. Jahrgang 1938/39 (Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg-Wandsbek), eine eingehende Analyse, der auszugs weise die nachstehenden Ausführungen entnommen seien. Die Einzeldarstellungen beginnen mit dem Arbeitseinsatz als dem zur Zeit brennendsten Problem der deutschen Wirtschaft. Wie wenig der bereits für das Jahr 1937 geprägte Begriff der Voll beschäftigung eine starre Grenze für die Gesamtzahl der Be schäftigten zieht, geht schon daraus hervor, daß die Beschäftig tenzahl im vergangenen Jahre noch um 1,1 Millionen oder 5,7 °/o erhöht werden konnte, nachdem in den beiden voran gegangenen Jahren die Zunahme 1,26 Mill. ^ 7,6 °/o und Neichsschrifttumskammer, Gruppe Buchhandel Ausschlich Der Herr Präsident der Reichsschrifttumskammer hat unter dem t8. Oktober 1938 Fräulein Lina Emma Auguste Gierig, geb. 27. Februar 1899, wohnhaft Braunschweig, Neue Straße 28II, aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen. Damit ist der Genannten jegliche Tätigkeit als Buchvertreterin untersagt. Es liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß der Reichsschrifttumskammer — Gruppe Buchhandel — ein Buchver- treter Hans No Vak, der am 16. November 1908 in Prag geboren fein soll, nicht bekannt ist. Er hat infolgedessen auch keine Berechtigung, sich als Buchvertreter zu betätigen. Dagegen ist Herr Egon Novak, geb. am 16. Oktober 1908 in Prag, als Buchvertreter in der Kammer geführt wor den. Herr Egon Novak ist nicht mehr im Besitze eines Berufs nusweises, somit darf er sich auch nicht mehr als Buchvertreter betätigen. Die Firmen des Reise- und Bersandbuchhandels im Groß deutschen Reichsgebiet werden gebeten, vorstehenden Hinweis ausdrücklich zu beachten. SS
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