17430 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel, Fertige Bischer. ^ 261/282,7, November 1S25, Erinnerungen ans dem Leben einer SS jährigen Süvft DisniavtS der gleichaltrige Spielgefährte sagte einst von ihr: „Der Cousine Hedwig nehme ich den Hut ab!* LViv neigen unS mit ihm vor der Tapferen, die nie ihren sonnigen Humor verlor, so einfach und anspruchslos das Leben dieser edlen Frau sich auch gestaltete. von Hedwig von Bismarck Mit einigen Bildern Neu! 2ii. Neu! Auflage auf holzfreiem Papier in TIaturbeoschue 6 M, in blauem Leinen mit Goldtitel 7,60 M, in Halbledcr mit Soldschmtt in Karton 46 M, T Maria Seescho äußert sich darüber: Dies Buch dürfte mit seinem Titel schon an- ziehen. Die Schreiberin zeichnet weniger ihr eigenes Bild als die (meist kulturhistorischen) Erscheinungen der sie umgebenden Welt und kann schließlich ihr Leben rühmen: »Cs war doch reich! Der Herr hat alles wohl gemacht!" Neue Bezugsbedingungen aus dem Zettel! LNiMniauns Verlas. Slaustbal und Leivris Soeben erschien: Meine Handwerksburschenzeit 1805-1810 A von Chr. Wilh. Bechstedt U Nach der Urschrift herausgegeben von Charlotte Francke-Roesing In Ganzleinen M. 6,50 In den Jahren 1805—1810 durchwanderte der Verfasser als junger Bäckergeselle und Handwerksbursche Deutsch land, die Schweiz und Österreich. Er führte während dieser Zeit ein Tagebuch, das er in seinem Alter, im Jahre 1859, mit großem Erzählcrtalent zu einer umfangreichen Chronik ausarbeitete, die bisher als Handschrift verwahrt wurde und hiermit veröffentlicht wird. Aus dem Vorwort der Herausgeberin: „Als mir die Urschrift dieses Buches zuerst in die Hand kam — ein schweinslederner Foliant von über achthundert cngbeschriebenen Seiten — überraschten Mich schon beim flüchtigen Dnrchdlätiern deriebendigeStil, die unter dal tsa me Reich Halligkeit des Inhalts, — wie ich mehr und mehr mich hineinlas, nahm die bezwingende Wahrhaftigkeit dieser menschlichen Urkunde mich ganz gefangen, Ein erfrischender Mutterwitz, eine Unmittelbarkeit und Treffsicherheit des Ausdrucks, eine Bildhaftigkeit der Darstellung sind dem Schreiber eigen, die hier und da an Goethesche Art gemahnen. Soviel Gestalten auch vorüberziehen — alle sind von Fleisch und Blut, Mit ein paar Sähen, oft ein paar Worten nur, stellt er -inen Menschen und sein Wesen greifbar hin, Schreibend wird er, der allzeit offenen Auges seine Straße gegangen, unmerklich auch zum Chronisten seiner Umwelt, und so stellt diese Niederschrift, als Ganzes betrachtet, einen höchst fesselnden Ausschnitt aus dem Kulturbild jener Zeit dar, Eine gewisse Gunst der Umstände ermöglichte es diesem aufnahmebercitcn und mitteilsamen Geiste, sich eine Bildung zu erwerben, die über seinen Stand hmansging, die aber Vorausscyung war für die Abfassung einer solchen Schrift, Wo sonst hätte ein wandernder Handwerks bursche viele Jahre hindurch ein Tagebuch geführt und es später zu solchem Erinnerungs werk auSgedaut, wie cs hier vorliegt? Christian Wilhelm Bechstedt starb im Jahre t8S7 als Bäckermeister zu Langensalza, von einem Gedrucktwerdcn seiner Auf zeichnungen hat er sich wohl nichts träumen taffen. Dafür spricht schon der rückhattstose Freimut, mit dem er über seine mannig fachen Liebesabenteuer berichtet. Erst nach langem Zögern haben die Nachfahren den Entschluß gefaßt, den Familienschay zu veröffentlichen, von der Erwägung ausgehend, daß handschriftitchl Zeugnisse aus der Weit des kleinen Mannes IN unserer Literatur höchst spärlich vorhanden sind. — Schade, wenn die einzigartige Urkunde im Famiiienschrein vermodert wäre," Wir bitten um Ihre geschätzte Verwendung für das in seiner Art wohl einzige Buch. Rabatt 40°/„ und 10/11 Hoursch öc Bechstedt/Köln Auslieferung in Köln und Leipzig