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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.04.1917
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1917-04-30
- Erscheinungsdatum
- 30.04.1917
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 99, 30. April 1917. Die Möglichkeit, seitens des Berlages 5^ zum Ladenpreise zu schlagen, halte ich für gegeben. Ist es wirklich nicht mög lich (z. B. bei Veröffentlichungen wissenschaftlicher Institute oder Körperschaften), so wird eine niedrigere Rabattfestsetzung jedem einsichtigen Sortimenter einleuchten, lind sollte eine scharf zu kalkulierende Monographie sich bei der Vorberechnung nicht als lebensfähig erweisen, so werden Verlag und Sortiment sich darüber nicht zu Tode grämen. Seit Jahrzehnten kämpfen der Börsenverein und der Deutsche Verlegerverein gegen die Schleuderei, um dem Buch handel einen leistungsfähigen Sortimenterstand zu erhalten. Warum dieser Kampf, wenn bei sinkendem Geldwert der Rabatt satz nicht erhöht wird? K. Ströver (Russenfront). Kleine Mitteilungen. Verfügung. Auf allen Druckschriften mit Ausnahme der in § 6 Absatz 2 und tz 12 des Neichsgesetzes über die Presse erwähnten ist der Name und Wohnort des Druckers und, wenn sie für den Buchhan del oder sonst zur Verbreitung bestimmt sind, der Name und Wohnort des Verlegers oder — beim Selbstvertriebe der Druckschriften — der Name und Wohnort des Verfassers oder Herausgebers zu nennen. An Stelle des Namens des Druckers oder Verlegers genügt die Angabe der in das Handelsregister eingetragenen Firma. Ans Grund des 8 9 5 des Preuß. Gesetzes über den Belagerungs zustand und des Reichsgesetzes vom 11. Dezember 1915 wird, wenn die Gesetze keine höhere Strafe bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder Haft oder Geldstrafe bis zu fünfzehnhundert Mark bestraft, wer Druckschriften ohne die hiernach vorgeschriebenen Vermerke oder Druckschriften mit einem falschen Vermerke 1. herstellt oder 2. verbreitet oder an Orten, die dem Publikum zugänglich sind, ausstellt, anschlägt oder auslegt, oder 3. in Gewahrsam nimmt, sofern aus den Umständen, insbesondere aus der Zahl der Stücke, auf die Absicht einer Verbreitung zu schließen ist. Unsere den gleichen Gegenstand betreffende Verfügung vom 25. Fe bruar 1916 wird aufgehoben. Dresden und Leipzig, am 23. April 1917. Stellv. Generalkommandos XII. und XIX. A.-K. Die kommandierenden Generale, v. B r o i z e m. v. S ch w e i n i tz. (Kgl. Leipziger Zeitung Nr. 97 vom 27. April 1917.) Der Deutsche Verlcgerverciu hält seine 31. ordentliche Hauptver sammlung am Sonnabend, 5. Mai 1917, vormittags 9 Uhr, im Deut schen Buchhändlerhause zu Leipzig (kleiner Saal rechts, Eingang III) ab. Auf die Tagesordnung sind folgende Punkte gesetzt worden: 1. Be richt des Vorstands. — 2. Bericht des Schatzmeisters und der Rech nungsprüfer. — 3. Wahl von drei Vorstandsmitgliedern an Stelle der ausscheidenden Herren Eduard Urban-Berlin, Paul Schu mann-Stuttgart und vr. Friedrich Brandstetter-Leipzig. - 4. Wahl von vier Mitgliedern für das Schiedsgericht an Stelle der satzungsgemäß ausscheidenden Herren Rudolf H o f m a n n - Berlin, Earl M i e r z i n s k y - Hannover, Paul Schumann-Stuttgart und Arthur S e l l i e r - München. — 5. Wahl eines Vertreters in den Vereinsausschuß des Börsenvereins an Stelle des satzungsgemäß ausscheidenden Herrn Rudolf Hofmann - Berlin. — 6. Wahl von zwei Rechnungsprüfern. - 7. Besprechung der Tagesordnung der Hauptversammlung des Börsenvereins. - 8. Bestimmung des Orts für die nächste ordentliche Hauptversammlung. Kommission zur Förderung der buchhändlerischen Fachbildung in Schlesien (Sitz Breslau). — An der 1. Preisaufgabe (vgl. Bbl. 1917, Nr. 46) haben sich 11 Lehrlinge (10 aus Schlesien und 1 aus Kgr. Sachsen) und 1 Kontoristin (Mitglied der Jugendabteilung) be teiligt. Der Preisausschuß beschloß, 5 Arbeiten auszuzeichnen. Es er hielten: den 1. Preis: (Biese, Deutsche Literaturgeschichte, 3 Bände) Lehrling Alois Pilarczyk i/H. Josefine Hellmann, Glogau: den 2. Preis: (Friedrich Perthes' Leben) Lehrling Walter Knippel i,.H. E. Morgenstern's Buch- und Kunsthandlung in Breslau: den 3. Preis: a) (Schäffle, Cotta) Lehrling Walther van Vloten i/.H. P. Schweitzer Nachf. in Breslau, 6) (Weiß, Benjamin Herder- Lehrling Herbert Schmidt i/H. Victor Zimmer in Breslau, Perantwortl. Red. i. V.: Richard Al b e r^t i. —^Verlag: D e r^B ö r s^e n 472 o) (Sorgenfrey, Hermann Haessel) Lehrling Walter N o c l d n e r- i/H. Julius Hainauer in Breslau. Die recht erfreuliche Beteiligung an diesem ersten Versuche läßt erhoffen, daß bei den weiteren Preis aufgaben das Interesse der jungen Buchhändler in erhöhtem Maße an den Tag treten wird. Den Verlagsfirmcn, die uns die Prämienbücher kostenlos oder zum ermäßigten Preise geliefert haben, sprechen wir unseren besten Dank aus. Verleger von Buchhändler-Biographien und sonstigen geeigneten Prämienbüchern für Jung-Buchhändler bit ten wir, uns entweder ein Freiexemplar (durch F. Volckmar) gütigst zuzustellen oder uns Titel und Preis der Bücher mitzuteilen. Die schlesischen Firmen ersuchen wir höflichst, unsere mühevolle Arbeit unterstützen und auch ihre Lehrlinge bei unserer Jugendabteilung (Jah resbeitrag nur 60 Pfg.) anmelden zu wollen. Geschäftsstelle: Breslau, Schweidnitzer Straße 47. Kommissionär: F. Volckmar, Leipzig. Keine Nobelpreise in diesem Jahre. — Die Verwaltung der Nobel preisstiftung hat.den Beschluß gefaßt, in diesem Jahre keine Nobel preise zur Verteilung zu bringen und die schwedische Negierung davon in Kenntnis gesetzt. Da diese sich damit einverstanden erklärt hat, werden die Nobelpreise erst am 1. Juni nächsten Jahres wieder ver teilt. Der deutsche Kulturbund gegen Wilson. — Der Bnnd Deutschem Gelehrten und Künstler plant die Veranstaltung einer Reihe von Vorträgen über Deutschland und Amerika als Protestkundgebung gegen die Verunglimpfung des deutschen Wesens und deutschen Verfas sungslebens durch den Präsidenten Wilson. Die Vorträge sollen An fang Mai ini preuß. Abgeordnetenhaus stattfinden. Als Redner sind die Professoren Harnack, Meinecke und Troeltsch in Aussicht genommen. Sondervorlesungen am Orientalischen Seminar in Berlin. Vom 1. Mai ab finden jeden Dienstag, abends von 7 bis 8 Uhr, am Orien talischen Seminar der Berliner Universität Vorlesungen über das Thema »Krieg und Volkswirtschaft« statt. Mit Abhaltung dieser Vorlesungen ist Dozent Otto Jöhliger betraut morden. Der Zutritt ist unentgeltlich nach vorheriger persönlicher Anmeldung im Geschäftszimmer des Seminars, Berlin, Dorotheenstraße 7. Ausgrabungen aus dem zehnten Jahrhundert. — Sehr inter essante Ausgrabungen werden nach einer Meldung der »Voss. Ztg. seit einiger Zeit auf dem Schloßberg bei Homburg in der Pfalz vorgenommen, auf dem schon im zehnten Jahrhundert zitadellenartige Befestigungen, von der Nömerzeit herrührend, freigelegt wurden. Im vergangenen Jahre wurde bereits mit systematischen Nachgrabungen begonnen, die heute noch fortgesetzt werden und bereits schöne Erfolge gezeitigt haben. Ausgedehnte Fundament- und Umfassungsmauern, Mauerreste, ein in den Fels gehauener Torbogengang, Spuren von Burgtreppen, Stcinfestnngen usw. sind bereits freigelegt. Mit Hilfe eines im Besitz der Stadt befindlichen alten Bildes ließen sich schon deutlich Teile der zu ihrer Zeit imposanten und weithin berühmten Bauwerke rekonstruieren. Die Gebäude stellten darnach eine, das ganze Tal beherrschende Trutzburg dar, die urkundlich als im Besitz eines alten Grafengeschlechts schon 1172 erwähnt wurde. Nach ihrer Glanzzeit im 16. Jahrhundert wurden Bnrg und Festung im Dreißig jährigen Krieg arg mitgenommen. Laut Bestimmung des Friedens von Nijmwegen ging sie 1679 ttn den »allerchristlichsten« König Ludwig XIV. von Frankreich über, der die Burg nach den Plänen seines Kestungs- baumeisters Vauban zur eigentlichen Festung mit Vorwerken und der Zitadelle ausbauen ließ. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt. s Persoimlnaihrichteil. Gestorben: am 25. April im 77. Lebensjahre Herr Carl Schulz, Antiquar „ im Hause A. Tmictmeyer in Leipzig, l. Der Verstorbene war ein Leipziger Kind, lernte, nachdem er die s Thomasschule besucht, in K. F. Koehlers Antiquarium in Leipzig und !- war dann einige Jahre als Gehilfe bei List L Francke in Leipzig tätig. - Nach einem einjährigen Aufenthalt bei W. Weber in Berlin kehrte er ) wieder nach Pleiß-Athen zurück, um eine Stellung bei Oswald Weigel n anzutreten, die er über ein Jahrzehnt laug inne hatte. Im Jahre l 1885 ging er zu A. Twietmeyer, wo er als geschätzter Mitarbeiter bis n zu seinem Tode verblieb. Körperlich und geistig bis zuletzt rüstig, n trotz aller schweren Zeiten noch immer guter Dinge und seine lebend- ) bejahende Weltanschauung behauptend, war es ihm vergönnt, in den l, Sielen zu sterben, wie er es sich gewünscht. Leicht sei ihm die Erde? n verein der Deutschen Bnchdündler zu (Leidig, DeutEieö Bl^hhändlerhaus.
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