G- 251, 14. November 1919. Künftig erscheinend« Kocher. »«rl-otl»« I. » »q-L. 12011 lieser Damenspiegel ist fein geschliffen und manchmal boshaft. Er zeigt den schönen Frauen ihr Bild, und er sieht auch ihre Torheiten, ihre Liften, ihre Schwächen. Von all den Gebieten handeltFelip Salten, die derDame untertan find. Von den Moden spricht er, von Frisuren, Hüten, jungen Frauen, jungen Mädchen, vom Tanz, vom Theater oder vielmehr von den Logen und den« Parkett, vom Schenken kostbarer und zweckloser Dinge, vom Kausen und vom Reichtum. Und da er nur zum Schein flaniert und immer darauf ans ist, im Komödienspiel der Gesellschaft den Menschen zu beobachten, haben seine Glopen bisweilen einen fast unangenehmen Ernst. Von den Frauen wandert er hinüber zu den Kindern, die ihnen ähnlich find. 2lm Rande stehen dann die Geschichten von Tieren, aus dem Zoologischen Garten in Schönbrunn und-, von dem gefangenen Falken, den es in der Haft nicht duldete. Hier hat Galtens graziöse Essaykunst die Weisheit der Dichtung. Zierlich wie das Rokoko sind die Figurinen und Kopfleisten der Gräfin Kalckreuth. Der Band, der das Entzücken jedes Lieb habers sein muß, ist das diesjährige Geschenkwerk für die Dame.