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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.04.1910
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1910-04-23
- Erscheinungsdatum
- 23.04.1910
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- Deutsch
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- Saxonica
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^ 92, 23. April ISIS. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. 4863 Goethe selbst ist viermal vertreten; ferner finden sich sein Schwager Schlosser, Lotte Kestner mit ihrem Gatten, Corona Schröter; auch Bilder von Mitgliedern des Leipziger und des Dessauer Kreises, von den Göttinger Dichtern mit Bürger, den Halberstädtern mit Gleim, von Klopstock und Matthias Claudius sind vorhanden. Auffallen muß, daß Schiller und sein Kreis nicht vertreten sind- »Krebs , Verein jüngerer Buchhändler in Berlin. — Seit längerer Zeit schon kann der »Krebs« alljährlich im Herbst einigen Mitgliedern seine Glückwünsche aussprechen, die dem Verein durch ein volles Vierteljahrhundert angehört haben. Im Grunde genommen gratuliert er sich selbst dazu, denn es gibt wohl kaum einen untrüglicheren Maßstab für die Er folge und die äußere Festigkeit einer Gemeinschaft, als diese Treue und Anhänglichkeit der Mitglieder, die dem Verein auch dann erhalten bleiben, wenn die regel mäßige Mitwirkung an den Veranstaltungen dem einzelnen nicht mehr in dem Maße möglich ist wie in den früheren Jahren. In dem abgelaufenen Jahre 1909 konnten wir die Herren Gustav Küstenmacher, Robert Meißner, Max Rasch ick, Paul S prengholz und Carl Ulrich aus diesem Anlasse in unser Vereinszimmer im Architektenhause einladen. Der Abend nahm unter Leitung des damaligen ersten Vorsitzenden, Herrn Heinrich Rübner, einen angeregten Verlauf. In den Dankesworten, die Herr Paul Sprengholz im Namen der Jubilare auf die dargebrachten Ehrungen aussprach, wurde von diesem Manne, der die Geschicke des »Krebs« in einer langen Reihe von Jahren mit dem besten und auf die jetzige Zeit noch nachwirkenden Erfolge geleitet hat, mit besonderem Nachdruck auf die im »Krebs« ent standenen und das Leben der einzelnen Mitglieder oft in ent scheidendem Maße beeinflussenden Freundschaften hingewiesen. Ein zweites erfreuliches Ereignis, das gleichfalls an diesem Abend gefeiert werden konnte, war die Rückkehr unseres Mit gliedes Max Ahlschier aus Mexiko. Er erzählte an diesem Tage nur kurz, aber mit bestem Humor von den Dingen, die ihm in den 23 Jahren, seit er als junger Gehilfe von Berlin Abschied nahm, begegnet waren und dankte für die freundliche und warme Aufnahme, die der Krebs dem Zurückgekehrten bereitet hatte. Weniger lange zurück liegt eine Veranstaltung, zu der die vor 25 Jahren erfolgte Übernahme der Firma P aul Schellers Buch handlung durch unser Mitglied Gustav Küstenmacher die Veranlassung gab. Am 1. April d. I. versammelten sich, einer von den Mitgliedern des Vorstandes und einer großen Anzahl Alter Herren Unterzeichneten Einladung Folge leistend, in einem der schönen Säle des Architektenhauses zahlreiche Herren, die die gebotene Gelegenheit, Herrn Küstenmacher zu diesem Tage ihre Glückwünsche auszusprechen, nicht ungenutzt vorübergehen lassen wollten. Unter der Leitung des gegenwärtigen ersten Vorsitzen den, Herrn Berthold Kaufmann, der den Jubilar seinerseits als treues Mitglied feierte und insbesondere seiner liebenswürdigen poetischen Gaben gedachte, die der Verein bei zahlreichen Gelegen heiten von ihm empfangen hat, verlief auch dieser Abend in einer wohl alle Teilnehmer befriedigenden Weise. Von den Verdiensten des Jubilars um den gesamten Berliner Buchhandel sprach Herr Albert Seydel. Er hob ganz be sonders die langjährige Tätigkeit Herrn Küstenmachers als Leiters des Berliner Sortimenter-Vereins hervor und rühmte die von ihm zu allen Zeiten bewährte, nie versagende Treue und Zuverlässigkeit. An diese treuen Freundeseigenschaften knüpfte in seinen Ausführungen Herr vr. Vollert an, der sich darauf beschränkte, den Jubilar als Menschen und Freund in einigen von warmer Freundschaft eingegebenen Ausführungen zu be glückwünschen und schließlich seiner Familie gedachte, die ihm in allen Zeiten eine Quelle reinsten Glückes sei. Was Herr Küstenmacher auf diese Ansprache antwortete, klang in einen warmen, herzlichen Dank an die Veranstalter des Abends aus. Was ihm als große Leistungen nachgerühmt worden sei, entspreche nach seiner Ansicht lediglich den Pflichten eines Mannes, der den Platz, auf den er gestellt sei und an dem er zu wirken habe, auszufüllen suche. Alle Menschen, die ihm näher ständen, wüßten, daß es seiner Veranlagung eher entsprochen hätte, diesen Tag in stiller Zurückgezogenheit zu ver bringen. Nun, da es anders gekommen sei, danke er allen, die ihm diese Ehre bereitet haben, dem »Krebs« und den lieben Freunden, aufs herzlichste. von einem sangesfrohen Kreise mit großer Freude gesungen wurden. Auch ein zu Ehren des Jubilars verfaßtes Festlied fand allgemeinen Anklang. Auch über einige Vortragsabende, die der »Krebs« in letzter Zeit veranstalten konnte, sei bei dieser Gelegenheit kurz berichtet. Am 26. Januar sprach unser Mitglied Ludwig Koestler, der seine Ausführungen »Skizzen aus Österreich« betitelt hatte. Weiterhin sprach dann am 23. März unser Mitglied Max Ahlschier. von dessen Rückkehr aus fremden Landen bereits oben berichtet worden ist, über seine Erlebnisse als Buchhändler in Mexiko. Allerdings beschränkte er sich in seinen Ausführungen darauf, uns das zu schildern, was er von Land und Leuten in den von ihm aufgesuchten Ländern, vor allem natürlich in Mexiko, erfahren und gesehen hat, und behielt sich die Ausführung eines weiteren Vortrags über seine beruflichen Mühen für später vor. Aber was Herr Ahlschier von dem wunderbaren Lande Mexiko und seinen Bewohnern, von seinen Reisen und Erlebnissen sonst erzählte, war so reizvoll, daß es uns auf den zweiten, beruflichen Teil seiner Erlebnisse begierig genug machen konnte. Dazwischen, am 5. Februar, gab's zunächst unser Winterfest. Mit allerlei Budenzauber und »Klimbim« rückten wir in die schönen Räume des Oberstocks im Architektenhause ein. Und es darf gesagt werden: der Zweck der Übung ist erreicht worden. Es gab eine allgemeine frohe Stimmung, und die Teilnehmer, die in früher Morgenstunde über die große Freitreppe des Hauses hinuntergingen, hatten an all den guten Dingen, die ein solches Fest bieten kann, gewiß ein vollgerüttelt Maß empfangen. — Endlich trug auch noch ein am 23. Februar veranstalteter »Bunter Abend« dem heiteren Gepräge des Faschingmonats Rechnung und ließ manch ein verborgenes Talent im Hellen Lichte der Öffentlichkeit aufstrahlen. Koestler. Personalnachrichte». Gestorben: am 23. April unerwartet infolge Schlaganfalls im neunund- sünfzigsten Lebensjahre der Buchhändler Herr Max Nessel in Breslau, Inhaber der dortigen geachteten Firma feines Namens. Herr Max Nessel war aus Küstri» gebürtig. Seine buch- händlerische Lehre bestand er im Hause L. Steinthal in Berlin; als Gehilfe hat er sechs Jahre lang bei E. Morgenstern in Breslau gearbeitet. Amt. Januar 1880 eröffnete er mit Philipp Schweitzer aus Breslau, einem Zögling von Emil Morgenstern, in Breslau in der Neuen Schweidnitzer Straße eine Buch- und Kunsthand lung mit Leihbibliothel und Journallesezirlel unter der Firma Nessel L Schweitzer. Die Handelsgesellschaft bestand bis Ende 1887, zu welcher Zeit Philipp Schweitzer aus der Firma aus schied. Seit I. Januar 1888 leitete Max Nessel das Geschäft, das nunmehr nach seinem Namen firmierte, als alleiniger Inhaber. Seiner Tüchtigkeit und pflichttreuen Arbeit verdankt es die Blüte, in der er es bei seinem unerwarteten Ende hinterläßt. — Ehre seinem Andenken! Sprechsaal. Abwehr. (Vergl. Börsenbl. 1910, Nr. 89.) Auf den Artikel »Lavste!« in Nr. 89 des »Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel« erwidere ich als Generalsekretär der angegriffenen Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung folgendes: 1. Es ist unrichtig, daß die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung Bibliothekseinbände von bestem Dermatoid »zu beispiellos billigen Schleuderpreisen« abgibt. Die Einbände werden zum Teil mit dem Selbstkostenpreis, zum Teil noch mit einem, wenn auch unbedeutenden Gewinn angezeigt und verkauft. 628*
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