Z02tMisnM»u s. d. Diichn. Bu«hand-l. Fertig« Bücher. 58, 8. März 1924, vsr ksciio Amsteur "vrosacssting" Von vr. Lugsn Vesper VisrtsKuklsZs Qeduncien Oolclmsrli 10. — , OoIIsi- 2.75 irtsosdsn inlOOOO kx. srrekisnsn? 4000 Vorausdestellunxen sinci bereits erleciiZt. Lickern 8ie sick balci Ikren weiteren Leäark! ÜSNllIB 8, kten ü. iVtärr 1924 ZuIIur Springs? Ver S 0 z t a l p h I l 0 so p h -es zwanzigsten I a h r h u n ü e r t s! Lu-wig Gllklitt schreibt über: Josef p 0 p p e r - L p n k e u s Lieber Religion „Lin Tapferer". Der Ehrgeiz der gebildeten Deutschen unserer Tage geht dahin, geistreich zu sein. Nur wenige finden einen höheren Stotz darin, tapser zu sein. Zu diesen wenigen gehört Joses Popper-Lynkeus. Sein nachgelassenes Werk Ueber Religion, das sreilich unter der Regierung Sr. Apostolischen Majestät In Oesterreich nicht erscheinen konnte, ist das Wuchtigste, was ich seit Nietzsche gegen die christliche Kirchenrctigion gelesen habe- Popper-Lynkeus geht aber noch viel weiter als Nietzsche: er verurteilt das ganze metaphysische Getriebe und hält dieses für die Hauptwurzrl aller menschlichen Verirrungen und Massen-Leidenschaften- Seine Kritik wendet sich auch gegen den Adel, weil dieser, mit Nietziche zu sprechen, sich stets zum „Schweizer der Klerisei" erniedrigt babe. Während sich andere quälen, die Kirchen zu reformieren und die Massen wieder in den Glaubensstall der Lämmer Christi zurückzutreiben, weist Popper nach, das; die Religionen unheilbar bankerott seien und predigt Moral ohne Aberglauben und — was ihm das Gleiche ist — ohne Glauben. Er ist ein etwas nüchterner Herr, aber ehrlich, stark und derb — und das liebe ich über alles. Das ist auch das einzige Mittel, das uns aus der Well von Heuchelei und Feigheit erlösen kann. Preis und Bezugsbedingungen siehe auf Verlangzettel * Vor einigen Tagen erschien neu: Josef Popper-Lpnkeus- Die Philosophie -es Strafrechts Preis und Bezugsbedingungen siehe aus Verlangzeitel R. wie» I, Zletschmarkt 1 L ö w i t Verl a g Leipzig, Talstraße 2 3