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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.10.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-10-16
- Erscheinungsdatum
- 16.10.1908
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19081016
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11480 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. ^5 242. 16. Oktober 1908. V6u^ed6^l^6rLtu^^ ttgo ^ gi__n2. ^o. ^327—1690. 01ltob6r4908. I^sx.-8o. 1154 u. 6l.IV 8. Osb. (Nanu- aw 15. Oktober 1908. I»sx.-8o. IV, 1055 8. gedso iw Oktober 1908. I^ex.-8o. XII, 1268 u. 169 8. L4it I. Ideologie, ^bilosopbis, I^llL^klopääisll. 160. 108 8. päckien. 160. 17 g 8. LvL^lrlopüäien. 160. 198 8. pääisll. 16". 98 Z. ^UL^lrlopLäien. 16". 2418. »Perkeo , Verein jüngerer Buchhändler, Heidelberg. — Der Verein begeht im Juni 1909 sein fünsundzwanzigjährtges Stiftungsfest. Die Herren Karl Hörning, Fritz Tiesler und Ernst Zwirner haben die Leitung des Festes übernommen. Alle früheren Mitglieder werden ersucht, ihre Adressen baldigst an den Ehrenvorsitzenden des Vereins. Herrn Karl Hörning i/Fa. I. Hörning. bekannt zu geben. Der Vorstand des Vereins setzt sich nach der anläßlich der Hauptversammlung am 9. Oktober d. I. vorgenommenen Wahl wie folgt zusammen: Vorsitzender: Eug. Hütter (i/H. C. Winter'sche Sortiments- Buchhandlung, F. W. Rochow), Schriftführer: Emil Hager (i/H. Hans Rühlmann), Kassierer: Conrad Klappert (i/H. Alfred Wolfs), Bücherwart: Ludw. Vahlberg (i/H. Eug. Pfeiffer). Versammlungen jeden Freitag im »Englischen Hof«, Haspel gasse. Gäste stets herzlich willkommen. Zuschriften an den Vorsitzenden. Beischlüsse wie bisher durch die Firma Bangel L Schmitt. E. Hager. * Stuttgarter Buchhandlungsgehilfenverein. Dichter abend. — Der beliebte rheinische Dichter Rudolf Herzog, Verfasser einer im I. G. Cottaschen Verlage erschienenen Reihe bekannter, vielgelesener Romane, Erzählungen, Gedichte, Schau spiele, hält am 16. Oktober, abends 8 Uhr, im Konzertsaal der »Liederhalle« in Stuttgart einen Vortragsabend. Die literarische Veranstaltung ist vom Stuttgarter Buchhandlungsgehilfenverein veranlaßt und in die Wege geleitet. Veretnsmitglieder haben freien Eintritt für den II. Platz, weitere Eintrittskarten für diesen Platz zum halben Preise. Personalnachrichten. * Gestorben: Franz Metsch, der frühere Chefredakteur der Jllustrirten Zeitung (Leipzig) von 1865 bis 1908, ist am 13. Oktober d I. nach längerer Krankheit in Bad Wildungen, wo er Heilung zu finden hoffte, nach mehreren Operationen seinen Leiden Mit ihm ist ein Mann zur ewigen Ruhe heimgegangen, der auch im Buchhandel weithin bekannt war und durch seine erfolg reiche Tätigkeit an der Spitze der weltbekannten »Jllustrirten« den Ruhm teS deutschen Buchhandels als Kulturträgers in allen Weltteilen zu erhalten und zu mehren wesentlich mit geholfen hat. Was die von dem genialen Johann Jakob Weber 1843 ins Leben gerufene »Jllustrirte Zeitung« geworden ist, hat sie — seit 1865 wenigstens — zu einem nicht geringen Teile Franz Metsch zu verdanken, der es verstanden hat, sich mit einem Stabe tüchtiger Künstler und Schriftsteller zu umgeben und bei Beschaffung des umfangreichen Text- und Jllustrationsmaterials die rechte Wahl zu treffen Wechselte mit der Zeit auch der Mitarbeiterstab, so blieb doch gerade dadurch der Zeitung die ihr nötige Frische und Aktualität stets gewahrt, ganz besonders aber durch die staunenswerte eigene Arbeitsleistung und Anpassungsfähigkeit des Verstorbenen an die sich ändernden Zeitverhältnisse bis in seine letzten Jahre. Auch noch in seinem hohen Alter von mehr als 70 Jahren war Metsch ein rüstiger und schneller Arbeiter, der selbst in den schwierigsten Momenten eines großen Zeitungsbetriebes niemals Ruhe und Übersicht verlor. Franz Metsch war als Sohn eines protestantischen Geistlichen am 24. April 1834 in Wiedersbach in Thüringen geboren und besuchte das Gymnasium in Schleusingen. In Halle studierte er Theologie und Philologie und ging dann nach Berlin, um an der dortigen Universität Vorlesungen über Geschichte, National ökonomie, Literatur- und Kunstgeschichte zu hören, wobei er ein gehend die Museen und Kunstschätze der Hauptstadt studierte und sich mit den künstlerischen Neuschöpfungen in Ateliers und Kunst- Am 1. April 1860 trat Metsch in die Verlagsbuchhandlung von I. I. Weber in Leipzig ein. wo er bald Gelegenheit fand, seine Kenntnisse praktisch zu verwerten. Johannn Jakob Weber erkannte bald, daß die Eigenschaften des jungen Mannes ihn in hervorragender Weise für die journalistische Laufbahn befähigten. Im Jahre 1865 übertrug er ihm die Leitung der »Jllustrirten Zeitung«, und schon im nächsten Jahre, nach Ausbruch des Kriegs von 1866, der für Sachsen eine schwierige Lage schuf, zeigte es sich, daß er den rechten Mann an die rechte S:elle gesetzt hatte. Die bildliche Darstellung des Krieges von 1866 und später die des Deutsch-Französischen Krieges durch einen Stab der besten Militärzeichner nach unmittelbarer Anschauung auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen waren für die damalige Zeit Musterleistungen. Von der Verlagsbuchhandlung als besondere Bände herausgegeben, hat diese illustrierte Kriegschronik in Tausenden von Exemplaren Verbreitung über ganz Deutschland gefunden. Im Jahre 1870 trat vr. Felix Weber, der jüngste Sohn des Begründers der »Jllustrirten Zeitung«, in das Geschäft des Vaters ein und widmete seine Tätigkeit von vornherein und auch später als Chef der Firma hauptsächlich der »Jllustrirten Zeitung«. Im Verein mit ihm hat Metsch 36 Jahre lang bis zum Tode Or. Webers am 20. August 1906 in erfolgreicher Weise gewirkt. Nach dem Hinscheiden vr. Webers, dessen Verdienste Metsch in einem warmen Nachruf in Nr. 3295 der »Jllustrirten Zeitung gewürdigt hat, führte der immer noch Rüstige mit gewohnter Frische und Ausdauer die Leitung der Zeitung weiter,- aber die langjährige anstrengende und aufreibende Arbeit war nicht ohne Einfluß auf seinen Gesundheitszustand geblieben. Deshalb legte er mit dem Beginn dieses Jahres nach 44 Jahren erfolgreicher Tätigkeit die Chefredaklion der »Jllustrirten Zeitung« nieder. Leider war dem Scheidenden vom Geschick kein langer, kein^Miterer Lebensabend beschieden. Er erkrankte bald, und nach nur neun Monaten der Ruhe von seiner gewohnten Arbeit wurde er abgerufen. Seine Mitarbeiter, denen er stets ein Muster in Eifer» Ausdauer und Geschick gewesen ist, werden ihm über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Auch in dem treuen Leserkreise des Blattes, nicht minder unter dessen vielen Verbreitern im deutschen Buchhandel, wird dem bewährten, ehrenwerten und tüchtigen Manne Hochachtung und aufrichtige Anerkennung seiner Arbeit nicht versagt werden.
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