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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.12.1905
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1905-12-05
- Erscheinungsdatum
- 05.12.1905
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- Deutsch
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^ 282, 5, Dezember 190». Nichtamtlicher Teil, 11471 vermieten, mag man den guten Rat geben, auf ihre lite rarischen Schätze ein besondres Augenmerk zu richten. Alle wertvollen Bücher, Autographen und sonstigen Raritäten sollte man nur in verschließbaren Schränken ausbewahren. Knight erwähnt dann noch ein kleines Ereignis, das er vor nicht langer Zeit erlebt hat. Er war von einem Freunde auf dessen Landsitz eingeladen und, nach einem guten Mahl, im Begriff Abschied zu nehmen. Es war ein Sonntag; das zweifelhafte Vergnügen einer anderthalbstündigen Eisenbahn fahrt stand in Aussicht, aber kein Buch Mit Kunimer er innerte er sich, daß die Bahnhofsbuchhandlungen im Gegen satz zu Wirtshäusern als Luxus betrachtet wurden und so mit Sonntags geschlossen waren. Da gab's nichts andres, als zwischen Leihen und Langerrveile zu wählen, und, zufällig einen Band vom Tische aufhebend, fragte er, ob er ihn bis zum andern Tage an sich nehmen dürfe. »Es ist ,1bo Soläen llrMSur/«, bemerkte er. »,rbö kolcien llä'SLSvr/?« fragte der biedere Eigentümer mit dem Ausdruck einer gewissen Verlegenheit. »Ja -, fügte elfterer hinzu, »Band II-. »Oh-, lachte der Angeredete, »natürlich, es ist Band I, der fehlt.- — Er war ausgeliehen worden! Zuweilen kommt es auch vor, daß man von solchen, die Bücher ihr eigen nennen, gewissermaßen gedrängt wird, dieses oder jenes Buch mit nach Hause zu nehmen und zu lesen. Ein alter Sonderling z. B. hielt sich für einen nutz losen Tölpel auf Gottes Erdboden und konnte nicht glück licher sein, als wenn er jemand fand, der Bücher von ihm entlieh; indem er glaubte, damit wenigstens durch etwas seine Existenz zu rechtfertigen. Es ist schwer, zu sagen: »Niemals verleihe ein Buch-, und noch schwerer, dem Grundsätze nachzuleben, selbst niemals eins zu borgen Als Schüler pflegte man beim Zuckerbäcker zweierlei verschiedene Sorten von Leckerbissen zu kaufen, dis eine für den eignen Bedarf, die andre zum Abgeben an Kameraden — letztere war von billigster Qualität. Mit Büchern mache man es ebenso. Man lege seine Sammlung teilweise in Duplikaten an. Kostbare Prachtausgaben zum Ergötzen des Eigentümers, Nachahmungen in Gestalt billiger Neudrucke für die Schmarotzer. Aus diese Weise mag manche »schlaflose Nacht- und mancher schmerzliche Verlust erspart werden. Paris. Ernst Schmersahl. Protestantische Literatur unter der Vürgerschast von Währisch-Trübau 1686-1630?) Von Professor vr. M. Grolig. (Schluß aus Nr. 281 d. Bl.) Lürvbk>r§. Warner, 1600, in 4' .) Lkoma, Oroli^, 25. Oktober 1612. Liblioxr. 8. Deutelt. Lirckonliedes, 8. 356, Ln O^III—OUV.j Likol 8trauls, 27. 8ept,6wb6r 1591; ^.ung. 8porremltI, 22. Uru? 1612; Luns 8okg.it, 4. Lebrua-r 1613; Lang Lsusckel, 1622. *) Aus -Jährlich, f. d. Gesch. d. Protestant, in Österreich«. Bd. 26. sember 1618. Wit^vo Leter de Letris, 23. Oktober 1612. Ooedeks, Orundr. II', 173. WackervaAel, LiblioAn, 8^ 380—381, Oasssi, 1607. W. Wesel, Lol.j Narcus 8ckmerbg.uck, 22. De- 19. August 1593. low. III, Lol, 72 ll.j Narcus 8ckwerbg.uck, 22 Derewber 1618. — Lidei, in Lol. OeorA 8cks.rt, 23. ^.ußust 1600. — Oebetbückel. Xler, 19. ^uxust 1593. Laus leusokel, 1622. vat, 26. 8eptewber 1605; Laus LsIIio, 4. Oktober 1605; Hans 21. Nrri 1613; daraus Liisckver, 18. duni 1618. — Lostillg.. sOd Laus- oder Xirckevpostillg. — nickt ersicktlick.j ^udre Luoll, 20 ^pril 1594; Lakusck, Wit^e Leier de Letris, 23. Oktober 1612; lkowa Lellio, 4. ^u^ust 1625; Laul klar, Lürsteu- rickter der 8tsdt ULkr.-lrübau, 30. Oktober 1651.') — 8^rack. Lans Lessei, 14. Lebruar 1591; Likei 8traus, 27. 8eptember 1591; ^ndrs Luotk, 20. tVpril 1594; Nerten KlocLwanv, 9. duni 1599; Laul Litsckke, 23. Nai 1600; Daniel Okar^vat, 26 8eptewber 1605; Laos 8ckart, 4. Lebruar 1613; Marcus Lirsckner, 18. duni 1618. — lisckreden. 2ackarias 8ckart, 24. ^lai 1585; 2ackarias Wittke, 1600; Daniel Okar^vart, 26. 8eptewber 1605; Labusck, Witve Leter de Letris, 22. Uär? 1612; Clärens Lirckner, 18. duni 1618; — 9. lkeil über die Libel. Lans 8ck>venda, 1614. ') Am Hause des Liechtenstein'schen Fürstenrichters Paul Klar, des Vertrauensmannes des Fürsten Karl v. Liechtenstein, scheint also der büchermordende Würgengel, von dem am Schlüsse dieses Abschnittes noch die Rede sein wird, gnädig vorübergegangen zu sein. Obige Postilla wird im Originalinventare ausdrücklich als Kirchenpostill Lutheri in Fol. bezeichnet. Außerdem findet sich unter den sieben von Paul Klar nachgelassenen Büchern ein »Jesus Syrach, so gedruckt ist zu Breßlaw«, dann ein-Gebethbuch in 8°., gedruckt ?u Lie^nitL, dessen autor Oeor^ius Wai^erus, As^vesener Lkarrer ?u Lorstendork«. Diese ebengenannten Bücher sind alle entschieden protestantischer Herkunft. Daß sie aus der allgemeinen Vernichtung wenigstens bis ins Jahr 1651 hinein gerettet wurden, mag sich daraus erklären, daß Paul Klar das unten zu erwähnende Dekret des Fürsten Maximilian von Liechtenstein vom 3. März 1631 selber nicht befolgen zu sollen glaubte, oder daß er als immun gegen jede Ketzerei von demselben im vorhinein ausgenommen war. über Paul Klars -patriotische« Tätigkeit s. »Notizenblatt des Ver eines f. d. Gesch. Mährens u. Schlesiens«, Brünn 1896, S. 97. 1510'
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