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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.12.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-12-16
- Erscheinungsdatum
- 16.12.1896
- Sprache
- Deutsch
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292, 16 Dezember 1896. Nichtamtlicher Teil. 8583 Haar ist mit Gold gedruckt und stimmt harmonisch schön zu den grauen Tönen und zum Karmin. Das Ganze wirkt entzückend und könnte ohne Schrift als Zimmerschmuck Ehre cinlegen; mit der Schrift aber ist es ein ungemein zweck mäßiges und schönes Kunstausstellungs-Plakat, das in seiner Art als mustergiltig bezeichnet werden kann. England zeigt mancherlei Interessantes und Auffallendes in der Aus stellung Ein Riesenplakat in grellem Gelb als Hauptfarbe, ferner in Schwarz und Grau in derbster flacher Manier, stellt ein kleines Mädchen mit einem Korbe am Arm vor, dessen Lippe ein kirschroter Punkt bezeichnet. Es ist dies die einzige An wendung dieser Farbe auf der ganzen großen, sonst nur mit Gelb getünchten und mit derben schwarzen Konturen für die Gestalt bedeckten Fläche. Das Plakat ist nur für die Straße ver wendbar,recht unschön, fällt aber auf. Es ist von Begg arsta L Co. unterzeichnet. — In ähnlicher Weise bizarr und ausfallend ist ein mit demselben Zeichen und der Druckfirma Hen- desson L Co. versehenes Plakat mit der Aufschrift »llassawa. Vorn Ilour«. Es ist ebenfalls wie mit dem Tüncherpinsel in Grau, Gelb und Schwarz ausgeführt. — In primitiver, derber Ausführung leistet das denkbar Höchste ein Riesen plakat von etwa 2^/jj Meter Höhe und 2 Meter Breite für Hsrxsr's Kagarws. Es ist nur in Schwarz und Rot ausge führt, mit einer lebensgroßen Figur, die in faustdicken, jedenfalls nicht einmal vollständigen Konturen gezeichnet wurde. Auch dieses ist mit Beggarsta L Co. signiert, »printsä b^ Ltallorä L 6o., Hstbsrkislä Hottingbawr. Jedes Kind könnte dies auffallende Monstrum mit der Schablone vervielfältigen. Aus Italien sind nur 2 Plakate vorhanden: In polychromer Ausführung, sauber gedruckt vom Istituto oartogralioo italiano-rowa, präsentiert sich wirkungsvoll ein von Mataloni entworfenes großes Blatt der Looista anoniws per lg, inoanässosvria a gab. Es stellt eine nach vorn geneigte, nackte Frauen gestalt dar, deren schöner Kopf umgeben ist von einem Kranze von Gaslichtern. Das Plakat eignet sich für Innen- und Außenräume. Die Werke aus Belgien sind meist Straßenplakate der grellen, harten französischen Manierohnederen besondere Vorzüge. Originell fanden wir aber ein kleines Blatt im überhöhten Formate von etwa 40 zu 60 Centimeter Es soll einen Architekten, Paul Hankar, em pfehlen, den cs am Zeichentisch stehend thätig darstellt. Mit zwei Gelb, je einem Rot, Grün und Braun flach aber doch interessant behandelt, macht das kleine Plakat einen eleganten, heiteren Eindruck und wird gewiß seinen Zweck erfüllen, den Architekten in den Mund der Leute zu bringen. Es ist von A. Crespin gezeichnet und in der Lithographischen Anstalt von Ad. Mertens in Brüssel ausgeführt. Viel an Zahl und Wert enthält die Abteilung Amerika, darunter eine Anzahl gute Buchhändler-Plakate kleineren Formats für Läden und Schaufenster, freilich auch einige derb, fast brutal auffallende Blätter großen Formats für verschiedene Zwecke. — Genial, einfach und ansprechend finden wir ein kleines Plakat von F. F. Hurd zur dH tu rat bistor^ ill ansoäots b^ ^.Ilrsä 8. Nilss, Verleger voää, Nsaä L Company. Die gesperrt gedruckten Worte sind die einzige Schrift, sie ist flott in das Bild hineingezeichnct. Dieses aber besteht in einer einzigen, in kühnem Schwünge sich bewegenden Meereswelle, in der drei schwarze Delphine Hüpfen. Das Papier hat einen grüngrauen, dem Meerwasser ähnlichen Ton, und die wenigen Pinsclstriche des Entwurfs sind in Schwarz und Silber ausgeführt. Das ist alles, wirkt aber vortrefflich, flott, klar und charakteristisch als geniale Musterleistung. — Einfach und praktisch ist auch ein anderes Buchhändler-Plakat kleinen Formats für Lippinootts Lsriss ot' sslset oovsle. Eine Dame sitzt am Strande hinter dem Schirme. Auf gelbgrau getöntem Papier ist ein goldgelber Strand und ein knallroter Schirm zu sehen. Die Farbe des Schirms ist im Ausputz des Kleides der Dame mit verwendet, Kleid und Feldstuhl haben den Papierton. Meer und Luft ultramarin, elfteres gekörnt in parallelen Wellenlinien, also mattblau markiert, während die Luft mit derselben, hier aber voll deckenden, also dunkler erscheinenden Farbe dargestellt ist. Das Ganze ist einfach, derb und flach behandelt, fällt stark in die Augen, ohne unschön zu wirken. Der Entwurf ist von Will. Carqueville. — Nicht ganz so prägnant erscheint uns das Plakat zu Tbs 6airo Look, gezeichnet von Bradley in zwei Farben, das aber sehr auffällt. Denselben Eindruck empfingen wir von Bradleys zweifarbigem Nbs 6bap Look - Plakate. — Auch das sechsfarbige Plakat des 6sntur^ Llagarins ist auffallend und nicht unschön. Es stellt Napoleon 1. im Krönungsmantel dar, im Hintergründe die Pyramiden und die Vcndomesäule. Der Entwurf rührt von Luoisn Nstivst her. — Der Lostov ?ark Cuiäs macht sich bekannt durch ein Blatt in einfachster Ausführung. Zwischen einigen Kiefern spaziert eine Dame mit einem Kinde. — llRs 8ouso ol tlls trsss anä otllsr poew8 b^ ^Vstbsralä, publisbsä Lawson, ^Vollls L Oo. in Boston ist ein ebenfalls nur zweifarbiges Plakat in Grün und Schwarz. Es zeigt eine Dame im Walde sitzend, mit einem Buche in der Hand. Zeichnung von L. Lesä. Die einfache, decente und praktische Ausführung dieser Plakate bei guter Wirkung und Billigkeit ist rühmenswert. Noch mancherlei Gutes, Interessantes und Lehrreiches wäre zu schildern, jedoch müssen wir des verfügbaren be schränkten Raumes halber hier schließen Die Direktion des Kunstgewerbe-Museums erwarb sich ein großes Verdienst durch Veranstaltung dieser Ausstellung. Sie wird denkenden Künstlern zeigen, daß hervorragende Talente es heute nicht mehr zu verschmähen brauchen, für ein Kunstgewerbe zu schaffen, das die Schöpfungen des Pinsels und des Stiftes mit völliger Treue wiederzugeben vermag. Die Ausstellung wird manchem unbemittelten und manchem wohlhabenden Künstler die Wege zeigen, auf denen er die vorgesteckten Ziele und Zwecke bei Plakatentwürfen am vollkommensten erreichen kann. Möchte die Plakat sammlung erweitert und vervollständigt werden, um später einmal von neuem anregend und befruchtend zu wirken I Wie wir vernehmen, soll die Ausstellung noch bis Weih nachten zu sehen sein. Besuchszeit wochentäglich außer Montags von —3 Uhr, Sonntags von 12—3 Uhr. Der Zutritt ist unentgeltlich. üiklioKraMia pIiMoloAiea 1895. — Röpsrtoirs äs8 trg.vs.ux äs kstztsioloZIs äs l'guuös 189b olsssb ä'gxrss 1s. vlgssjüogtlou äsoimals par OIi. Riebst, prolsWsnr äs pb^Liologis ä la laoults äs msäsoins äs Laris, avso la oollaboration äs N.N. Oerrvalko, e Drrpr«/. 8". IV unä 109 Leiten. (Lwssitig gsäruekt.) Larib 1896, kslix ^loao. 3 Ir. 50 o. Vorstehendes ist ein neuer und sehr beachtenswerter Versuch, Dcweys Dezimalsystem in die Bibliographie und dadurch in die Wissenschaft überhaupt einzuführen. Professor Richet, ein warmer Anhänger nicht nur der sonstigen Bestrebungen des Internationalen Institutes für Bibliographie, sondern auch des von letzterem ver teidigten Systems, hat schon vor mehreren Monaten die sehr Mangel- 1153*
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